Henning Voscherau 1941 – 2016 – Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 6722

Vom Mittwoch, 24. August 2016

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Henning Voscherau, geboren am 13. August 1941 in Hamburg, ist am 23. August 2016 ebenda nach schwerer Krebserkrankung 75-jährig gestorben.

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Henning Voscherau zählt zu der erhebliche Riege erstklassiger Hamburger Sozialdemokraten, die sowohl in der Gesamt-SPD wie in der hansestädtischen Politik Garanten der Vernunft und des moderaten Politikstils waren.

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Henning Voscherau war nach Abitur und anschließenden Jura- und Volkswirtschaftsstudien Rechtsanwalt und Notar geworden. Als Politiker war er von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg (was dem Rang eines Ministerpräsidenten oder eines Landeshauptmanns entspricht).

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Er war der Sohn des Schauspielers Carl Voscherau, der Neffe des Volksschauspielers Walter Scherau (eigentlich Walter Voscherau) und Bruder von Eggert Voscherau. Seit 1971 war Voscherau mit seiner Frau Annerose verheiratet, einer Apothekerin. Das Paar hatte einen Sohn und zwei Töchter.

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Seine politische Laufbahn begann 1970 mit der Wahl in die Bezirksversammlung Wandsbek, in der er auch Fraktionsvorstitzender seiner Partei war und der er bis zur Wahl in die Hamburger Bürgerschaft 1974 angehörte. Bereits seit 1981 gehörte er dem Landesvorstand der SPD in Hamburg an. Im Jahr 1982 wurde er Fraktionsvorsitzender der SPD und behielt diese Funktion bis 1987, bevor er am 8. Juni 1988 zum Nachfolger von Klaus von Dohnanyi als Erster Bürgermeister Hamburgs gewählt wurde. Dem von seinem Amtsvorgänger im Herbst 1987 erzielten Kompromiss mit ehemaligen Hausbesetzern der Hafenstraße stand er kritisch gegenüber und vertrat eine härtere Linie. Schließlich verzichtete er darauf, die Häuser räumen und abreißen zu lassen, da die Bewohner eine Bebauung angrenzender Freiflächen akzeptieren.

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Vom 1. November 1990 bis zum 31. Oktober 1991 war Voscherau Präsident des Bundesrates. Am 8. Oktober 1997 trat er zurück, nachdem die von ihm gewünschte Koalition mit der Statt Partei nicht zustande kam und stattdessen ein rot-grünes Bündnis geschlossen wurde, das er nicht guthieß. Er zog sich daraufhin aus der aktiven Politik zurück, blieb aber bis 2001 Mitglied des SPD-Bundesvorstandes.

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Voscherau war einer der Initiatoren der Hamburg-HafenCity und wurde als „Vater der Hafencity“ betitelt; für sein Engagement wurde er 2011 mit der Bürgermeister-Stolten-Medaillegeehrt, der höchsten Auszeichnung der Freien und Hansestadt Hamburg.

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Henniing Voscherau sollte als gutes Beispiel für einen deutschen Demokraten in der öffentlichen Erinnerung bleiben.

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