OOOOO Spitzen-Fernsehsport aus RIO

Lichtgeschwindigkeit 6701

Vom Freitag, 5. August 2016

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Wer über die Raubtierwirtschaft, die Profitgeier und die Luftfinanzen zum vulgärmaterialistischen Teufelskreis kommt, muss wissen – es gibt kein unblutiges Geld.

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Alle Menschen, auch die apolitischen und die harmlosen, die Kritiker und Oppositionellen, denen Reformen zu wenig und Revolution zu fern ist, können nicht sauber dastehen. Denn sie gehen mehr oder weniger mit.

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Wenn der junge Mensch merkt, dass man als bewegungsfrohes Wesen nicht nur zappeln kann, sondern allein und in Gruppen Sport, Spiel und Wettbewerbsbewegungen machen kann, und noch dazu viel Spaß und Beglückung bekommt, versucht es mit Sport. Aus den Begabteren werden Sportler – AMATEUR-Sportler.

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In Brasilien werden heute die sogenannten OLYMPISCHEN SPIELE eröffnet.

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Da geht es aber nicht zuerst um Sport, sondern um Geld. Es ist eine weltweit vermarktete Unterhaltungsveranstaltung von durchweg zu Erwerbszwecken aktiven Menschen, die sich durchweg an Bezahlkunden wenden.

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Dietmar Moews meint: Der heutige Spitzensport ist das Gegenteil von Sport.

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Heutiger Spitzensport kann gar nicht aus Sport entstehen, sondern nur aus einem geldheckenden Organisationssystem.

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Olympische Spiele sind heute keineswegs Spiele, haben nichts mit Sport und Fairness zu tun, sondern einzig mit Profitstreben und Konsumtion, Gelderwerb Bezahlquoten für Spitzensport, der für Sieg und Quote Alles macht und Alles verläugnet.

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Wir stehen alle – individuell subjektiv wie auch kollektiv normativ – in der Natur. Unsere von Kultur beeinflusste Lebenspraxis ist weitgehend von natürlichen Dynamiken bestimmte Sozialszenerie. Meist kann man die vorhandenen kulturellen Ideen und Absichten unseren Verhaltsweisen gar nicht ansehen. Kultur steht als unausgesprochenes IDEAL ungenutzt herum. Man möchte es auch gar nicht so genau wissen, weil es auch nötigt und drückt – ein Sollen, aber doch nicht können.

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Wir sind Barbaren, die irgendwas von Kultur gehört haben.

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So ist es mit unserem Sport.

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So weit unser Sport aus unseren natürlichen Gaben herrührt und diese zu erfüllen verspricht, haben wir Sport gerne. Selbst noch im Wettkampf ist die individuelle Sportlerei so erfüllend, dass messen und besiegen im kollektiven Miteinander die spielerisch wertvolle Note behält und als eine Kulturform, die aus den Möglichkeiten der Natur geradezu einfach-sinnliche soziale Integrationswirkungen mit sich bringt. Sportler sind immer individuelle Teilnehmer an der imaginierten Gruppe – Sportler ist Individuum vor dem sozialen Hintergrund, den alle Sportler bilden.

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Zugleich entspringt diesem Natursport, als ein kultureller Nebeneffekt, eine Wertpraxis des sozialen Ausgleichs – ich nenne es das Phänomen der Fairness. Fairness im gemeinsamen Sport der ungleichen Sportler bindet und trägt.

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Wie Mensch zu Sport und Sport zum Sozialen und zur fairen Wertorientierung inspiriert und leitet, so pervertiert schließlich der Mensch beim Spitzensport ins völlige Gegenteil.

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Wer nicht alle Methoden und Mittel anwendet, wer nicht Spitzensportler heranzüchtet und an den Start bringen kann, wer als Sportler nicht die Spitzensportorganisation mitmacht, kann nicht nominiert werden, wo die vorher investierten Zeit, Leidenschaft und Geld refinanziert werden können – im weltweit vermarkteten TV-Unterhaltungsevent, genannt Olympic Games OOOOO.

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Und es beginnt schließlich mit den natürlichen Amateursportlern, die in die Trichter des organisierten Spitzen-Erwerbssports hineinschlüpfen, sowie sie sich Bestzeiten und Siegchancen ausrechnen können.

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Das unterhaltungsindustrielle Eventmarketing nimmt nur attraktive Akteure – die müssen professionell und auf Spitzenleistung eingestellt sein, um auch die sozial-kommunikative Mittlerrolle als Promi (meist nur für wenige Minuten) zum bezahlenden Publikum zu spielen.

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Wenn Robert Harting dem Olympia-Manager Thomas Bach Schuld am Doping gibt, hat er Recht. Wenn Harting selbst als Diskuswerfer die „Olympischen Spiele in Rio 2016“ „mitspielt“ – dabei alle seine obligatorischen Doping-Tests negativ belegen kann, so ist er zwar nicht unbedingt doppelmoralisch. Aber er ist im blutigen Geschäft, wie alle im Profit-Spitzensport..

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Robert Harting wirft Diskus als Profi fürs Geld, Thomas Bach macht das Olympia-Marketing auch nur fürs Geld. Dass weder Harting noch Bach mit ihrem Olympia-Engagement keine lebenden Beispiele für FAIRNESS sein können, ist klar. Denn beide müssen das Geld machen. Sie müssen erreichen, mit den kostspieligen Spitzensportmethoden andere Sportler zu besiegen, die diese kostspielige Leistungsorganisation nicht zur Verfügung haben. Es ist nicht die Fairness, wenn ungleiche Voraussetzungen zu Sieg und Niederlage vor zahlendem Publikum durch den Ring geführt werden.

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Das muss jeder anerkennen, auch das heutige gelenkte Doping, bei dem erlaubte Leistungssteigerungsmittel mit verbotenen und mit geheimen Anwendungen in das Spitzensportlertraining vollwissenschaftlich-professionell integriert sind, kann nicht von Tonga im Fußball und ohne kenianische Dunkelzonen im Langstreckenlauf zu GOLD-Medaillen und OLYMPIA-Rekorden vorgeführt werden.

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Und das Publikum zahlt dafür, dass wir Gladiatoren gezeigt bekommen. Das Publikum finanziert durch Mitmachen die organisierten Spitzensportler, die Alles tun, um an der Spitze der Spitze auflaufen zu können.

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Das Publikum will nicht die gescheiterten und gesundheitlich zerstörten ehemaligen Spitzensportler, die Invaliden, den Geschlechtsgewandelten, die Schmerzensleute im Rollstuhl sehen, wenn die OOOOO-Eröffnung die höchtsgezüchteten Klein- und Großbetrüger optimal beleuchtet und mit vorgestanzten Interview-Floskeln einmarschieren lässt.

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Der Gesundheitsdiscount, den alle Spitzensportler professionell betreiben, besteht in der Hoffnung, Siegprämien und Marketing-Prominenz zu erhalten, um dann später die Kosten zahlen zu müssen – der frühe Tod oder das schmerzreiche Restleben. Während das TV-Weltpublikum längst neue Doping-Kinder bezahlt, laufen lässt und feiert.

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OLYMPISCHE SPIELE sind keine Spiele, sondern gut bezahlte, weltweit angebotene und gekaufte Gladiatoren-Vorführungen der Kulturindustrie des Jahres 2016. Zu Goethes Zeit, vor 200 Jahren, gab es sicher auch hochbegabte Läufer und gesundheitliche Plebejer.

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