OMID NOURIPOUR und DLF-BARENBERG im Topspin der Lügenpresse

LICHTGESCHWINDIGKEIT 6699

von Mittwoch, 3. August 2016

.

IMG_9020

.

Der iranisch-deutsche Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour / Grüne gab heute dem DLF ein Interview zur akuten ERDOGAN-Problematik. Nouripour sagte:

.

„Die Türkei ist nicht Nordkorea.“

.

Dagegen erwecken deutsche Massenmedien mit O-Tönen von der Straße, dass die Deutschen die Deutschländer für borniert halten und aggressiv zu entweder Deutscher oder Türkei-Parteinahme auffordern, während die Deutschländer behaupten:

.

Wir Türken haben bereits vor 50 Jahren Deutschland aufgebaut und jetzt dürfen wir hier nicht unsere Politik machen?!!

.

Nouripours Haltung ähnelt derjenigen hier von Dietmar Moews in der LICHTGESCHWINDIGKEIT längst vorgetragenen Betrachtungsweisen der Nüchternheit und der empirischen Empathie, statt des Topspins der Feindlichkeit zwischen Deutschen und Deutschänder-Türken.

.

Die deutsche Lügenpresse puscht die Feindschaft, durch Verbreitung hasserfüllter Einzel-O-Töne. (Man muss wissen, wenn man zu einer Hassdemo geht, dass dort die Teilnehmer ins O-Ton-Mikrofon „natürlich“ die Parolen der Veranstalter hineinsprechen.Mit 30.000 in Köln sind aber keineswegs 3.000.000 Deutschländer-Türken repräsentiert, wie die Lügenpresse insinuiert).

.

„Die deutsche Regierung muss ernsthaft die handlungsmotivationale soziale Lage – hier ERDOGANS mit den heutigen Türken – zu erfassen suchen und akzeptieren sowie daruf in einer gemeinsamen Zielsystemorientierung Handlungsgemeinschaft mit der Türkei suchen.“

.

VORGEDANKE:

.

Mit empirisch systematischen Kritikansätzen des soziologischen und sozial-psychologischen Politikprozesses, mit dem wir es konkret, Zug um Zug, zu tun haben, kommt Dr. Dietmar Moews zu einer sehr moderaten und distanzierten Beurteilung der Politik im deutschen Namen.

.

Moews ist dabei speziell zum Türken- und Flüchtlingsthema viel mehr bei Bundeskanzlerin Merkel, aber bei der EU-Flüchtlingspolitik völlig woanders, nämlich:

.

Deutschland soll alle Flüchtlinge aufnehmen und einen Staat im Staate Deutschland zu gründen: EIFEL/Vogelsang oder Uckermark/Müritz/ostwärts oder Bayerischer Wald.

.

Speziell die angängigen weitreichenden O-Töne, die die Massenmedien aus Volkes Stimme herausholen zu sollen glauben (Lügenpresse), bestehen ind regidem Rigorismus und agressiver Folklore – blindwütig gegen ERDOGAN. Ohne das soziale Phänomen der heutigen zerrissenen Türken (thrakisch, anatolisch, kurdisch, armenisch, religiöse Vielfalt, selbst im Islam.

,

DLF-Redakteur Jasper Barenberg hat dankenswerter Weise den deutsch-iranischen MdB der GRÜNEN OMID NOURIPOUR interviewt, der aus Sicht Moews‘ auf sinnvolle Fragestellungen des DLF nüchtern und vernünftig argumentiert, wie folgt:

.

IMG_9020

.

Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, rät Europa im Umgang mit der Türkei zu einer Doppel-Strategie:

.

Einerseits müsse man sich abgrenzen und klar formulieren, was aus europäischer Sicht falsch laufe.

.

Nouripour meinte:

.

„Wir können jetzt nicht so tun, als wäre die Türkei Nordkorea, und wir würden sie isolieren… Stattdessen handele es sich um ein Land mit einer sehr, sehr vitalen Zivilgesellschaft, mit sehr, sehr vielen großartigen Menschen … die seien in der Nacht des Militärputsches eben nicht für die Person Erdogan auf die Straße gegangen, sondern für die Demokratie und man dürfe sie nicht links liegen lassen.“

.

Jasper Barenberg:

.

„…Drohung ist nicht zu überhören in den Worten des türkischen Außenministers im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Ohne volle Reisefreiheit für türkische Staatsbürger ab Oktober wird Ankara den Europäern die Flüchtlinge nicht länger vom Hals halten. Damit steht einmal mehr der Kern der Flüchtlingspolitik mit der Türkei zur Disposition. Während sich die Regierung in Berlin mit Kritik zurückhält, fordern andere handfeste Konsequenzen. …“

.

Nouripour:

.

„Wir müssen eigentlich beides tun. Wir müssen uns weiter abgrenzen, indem wir sehr klar formulieren, was alles in der Türkei aus unserer Sicht falsch läuft und damit uns nicht erpressbar machen. Das ist ein bisschen bizarr, wenn Sigmar Gabriel da jetzt fordert, dass wir uns nicht erpressbar machen lassen sollen, weil wir das seit Monaten schon tun. Aber gleichzeitig ist es natürlich so, dass die Türkei ein mit Mitteleuropa und gerade mit Deutschland sehr verflochtenes Land ist und dass wir nicht jetzt so tun können, als wäre die Türkei Nordkorea und wir würden die isolieren.

Ich würde mich davor verwahren, diese Tür ganz zuzumachen, auch wenn ich nicht sehe, wie das zurzeit passieren soll, weil die Türkei schlicht die Bedingungen nicht erfüllt. …

es geht schließlich nicht darum, dass man die Türken, das türkische Volk bestraft für das, was Erdogan tut. Aber ehrlich gesagt war der Deal von Anfang an ein bisschen, wie soll ich das sagen, fragil. Es geht die ganze Zeit darum, sich zu fragen, wie das rechtlich denn eigentlich sauber ist, aber vor allem natürlich auch, wie es denn dazu führen würde, dass weniger Flüchtlinge kommen bei so einem Deal, wenn man die Frage der Menschenrechte in der Türkei nicht anspricht, auch aus einer Logik von Flüchtlingsabwehr heraus wäre das doch am Ende des Tages so, dass Erdogan die Syrer bei sich behält, aber dafür die Kurden vertreibt. Und gerade nach dem Putsch, der nicht legitim war, aber nach den nicht verhältnismäßigen Reaktionen darauf ist es doch offenkundig, dass jetzt gerade viele Menschen in der Türkei darüber nachdenken müssen, ob das noch das richtige Land ist für sie, sodass am Ende des Tages das Ganze nur funktioniert – und das gilt seit Monaten –, wenn wir sehr klar und laut aussprechen, dass wir nicht bereit sind zu akzeptieren, was innerhalb der Türkei selbst passiert.

Der Deal war, wie gesagt, rechtlich auf sehr tönernen Füßen und hätte so keinen Sinn gemacht, wenn – oder hat keinen Sinn gemacht, weil die Europäer auch die Situation vor Ort nicht angesprochen haben, weil die Türkei ja auch beispielsweise Syrer abgeschoben hat oder an der Grenze auf Zivilisten geschossen hat. …

Auf der einen Seite ist es völlig richtig, dass man demütig sein muss bei der Beantwortung der Frage, wie man denn überhaupt noch Einfluss auf Ankara, auf Erdogan ausüben kann.

.

Das ist eine Frage, die nicht nur in Deutschland relevant ist. Die stellen sich die Vereinigten Staaten von Amerika genauso wie viele andere Staaten auf der Welt auch, weil wir auch …

Ich glaube, das Entscheidende ist tatsächlich, auf die innere Situation der Türkei hinzuweisen und darauf hinzuwirken, dass das nicht weiter eskaliert, dass die Türkei nicht endgültig abdriftet in eine Diktatur. Die meisten Leute, … die genau für diese Demokratie, und nicht für die Person Erdogan in der Nacht des Putsches auf die Straße gegangen sind und die wir nicht einfach liegen lassen dürfen, sondern denen wir helfen müssen. Ich glaube, dass das das Zentrale ist. Dann, wenn wir eines Tages es schaffen sollten, dass die Uhr ein bisschen zurückgedreht wird, dass die Türkei zu Demokratie und Verhältnismäßigkeit wieder zurückkehrt, da ist ja auch möglich, dann miteinander zu sprechen, wie man die Kooperation auch im Flüchtlingsbereich miteinander vertieft. Zur Zeit ist das eher ein Schlagabtausch.

schwierig, Marken zu setzen, auch deswegen, weil die Marken in der Regel nicht sehr akkurat gesetzt worden sind. Beispielsweise hat die Europäische Union ja die Frage der Todesstrafe zur roten Linie erklärt.

Natürlich gehört ein Land, das die Todesstrafe einführt oder wiedereinführt, nicht in die Europäische Union.

.

Aber ist das nicht die rote Linie, oder fängt sie nicht weit vorher an, und zwar wie gesagt bei der Frage der Unterdrückung und der Verfolgung von Journalisten. Natürlich ist die Frage der Terrorgesetzgebung katastrophal schlecht, und die Definition von Terrorist so ausgeleiert, dass so ziemlich jeder, der eine andere Meinung vertreten könnte, am Ende als Terrorist abgestempelt werden könnte.

.

Deshalb ist es wichtig und richtig, daran festzuhalten und keine Rabatte an dieser Stelle zu vergeben. Aber ich tue mich ein bisschen schwer zu sagen, das ist jetzt die rote Linie, weil die Probleme bereits vorher anfangen, wenn, wie gesagt, Redaktionen zum Beispiel unter Aufsicht gestellt werden oder eben Leute, die für das freie Recht auf Gleichstellung auf die Straße gehen, einfach niedergeknüppelt werden.

Ich glaube, dass wir mal darüber reden müssten, nicht nur, was wir von der Türkei brauchen, sondern was die Türkei auch von uns braucht. Da gibt es sehr vieles. … wir sind nicht nur in einer Richtung verflochten, sondern in beide Richtungen.

.

Und deshalb ist es umso wichtiger, dass wir natürlich auch ein bisschen selbstbewusster darauf hinweisen, dass es nicht so ist, dass die Türkei jetzt autark durch die Welt ziehen kann. Die ökonomische Situation des Landes verschlechtert sich zur Zeit hochdramatisch.

Etwa 30 Prozent der Einnahmen des Landes kommen vom Tourismus, der in den letzten Wochen komplett zusammengebrochen ist. Und da geht es nicht darum, dass man jetzt sagt, ha, komm her, wir erpressen dich, in der Tonlage, wie Erdogan das macht.

.

…es geht auch darum, dass man dann doch mit einem nüchternen und vernünftigen Ton darauf hinweist, dass das eine Koexistenz ist, auf die wir großen Wert legen und von der wir glauben, dass die Türkei auch darauf zurückkommt. …

.

Die Türkei hat sicher ein Interesse daran, gut mit den Europäern zusammenzuarbeiten. Das Problem ist nur, dass zurzeit es relativ schwer ist, zu erkennen, dass es dort einen Staatschef gibt, der tatsächlich rational handelt und der auch diese Interessen und nicht seine eigenen an erster Stelle sieht. Und das macht es so kompliziert. Und deshalb, wie gesagt, ich bleibe dabei: Es ist große Demut angesagt bei der Frage, wie können wir denn Einfluss nehmen auf Erdogan.

.

Omid Nouripour* im Gespräch mit Jaspar Barenberg

.

*Omid Nouripour (persisch امید نوری پور [omiːd ɛ nuːriːˈpuːr]; * 18. Juni
1975 in Teheran, Iran) ist ein deutsch-iranischer Politiker (Bündnis 90/Die
Grünen) …

.

IMG_2541

.

Dietmar Moews meint: Der Grüne Nouripour denkt und spricht, wie zu kleinen Kindern, die als Schmerzbefreite wenig Verständnis für Emphatie und Demut heben.

.

Nouripour repräsentiert allerdings nicht die ersten Sprecher der GRÜNEN, die – so peinlich wie es scheint – außer der Regierungsgeilheit in den zuckenden Kopfbewegungen von Frau Göring-Eckart und Cem Özdemir in alle Richtungen.

.

Leoider kann man den Ober-Grünen nicht mehr zuhören, denn sie schwimmen im selben NULL-SPRECH wie alle anderen. Selbst die LINKE bringt es nicht, für eine klare Linie anzutreten, weil zu viele starke Uneinigkeitsvorstellungen dazwischen funken.

.

Mir steht neben den beiden NOURIPOUR-Argumenten das dritte Argument im Sinn, wodurch Deutschland die gesamte Lage entspannt und einen EU-Neuanfang starten sollte:

.

Gründung von MERKELBURG in Vogelsang/Eifel als Flüchtlingsstaat im deutschen Staate. Deutschland sollte alle Flüchtlinge als „Gäste“ aufnehmen und in Vogelsang I. P. ansiedeln.

.

Nach nicht allzu langer Zeit würde Deutschland unsittliche Anträge von anderen EU-Mitgliedstaaten bekommen, doch Asylanten ans EU-Partnerland Polen usw. abzugeben, wie damals TOM SAWYER den MARK TWAIN zu einem USA-Star machte, als der beim Zaunstreichen für Tante Polly die zudringlichen Straßenkinder zum „auch-mal-Streichen-dürfen“ wertvolle Spielzeuge herausrückten.

.

Spätestens, wenn die EU merkt, dass die Zuwanderer-Asylanten von Merkelburg keinen Bürgerkrieg und keine leeren Sozialkassen, sondern eine Ankurbelung der Konjunktur und der Produktivität bringen, werden sie sich ebenfalls Einwanderer wünschen.

.

Wir schaffen das. Die schaffen das auch, wenn sie es wirklich wollen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: