20. Juli 1944 – ERINNERN und VERGESSEN

Lichtgeschwindigkeit 6676

Vom Mittwoch, 20. Juli 2016

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Wer keine Ahnung hat, ahnt doch hin und wieder, dass da was abgeht.

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20. JULI“ wird in Deutschland als Gedenktag offizial gepredigt – doch wen juckt das?

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Bei Zufallsbefragungen auf der Straße wissen NULL PROZENTder Befragten irgendwas mit diesem Datum zu verbinden.

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Jede Gesellachaft, jede Gruppe, Gemeinschaft, Körperschaft, Kollektiv, hat eine unendliche Vielfalt von Einzelerlebnissen und individuellen Erinnerungen.

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Auf Hauptgeschehnisse erinnern sich viele Menschen.

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Wenn Geschehnisse als bedeutsam und für die Gesellschaft wichtig oder gar lebenswichtig angesehen werden, können daraus Symbole und jährliche ERINNERUNGS-Tage gemacht werden.

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Jede Gruppe ist begrenzt leistungsfähig, zu erinnern, zu merken, zu vergessen oder im Stoffdrang überfordert zu werden.

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Dietmar Moews meint: Der „20. Juli 1944“ wird als der Tag in der dunklen deutschen Geschichte geführt, an dem hochstehende Personen der Zeitgeschichte, insbesondere hochrangige Militärs der Nazi-Wehrmacht, einen gewaltsamen Putsch gegen die Nazi-Staatsführung durchführen wollten.

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Doch der Vorgang scheiterte bereits mit der ersten Attacke. Der Oberst Stauffenberg persönlich brachte einen Sprengsatz in Hitlers Führerstand, Wolfsschanze in Ostpreußen. Das Ganze explodierte – aber Hitler wurde nur leicht verletzt. Stauffenberg flog anschließend zu Putschzwecken nach Berlin, wo bereits bewaffnete Militärs die Führung zu übernehmen versuchten, im Glauben, Hitler sei getötet. Wenige Stunden später waren die meisten am Hitleranschlag beteiligten Führungspersonen tot oder dem Scharfrichter überstellt.

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Hitler zeigte sich sofort, noch am 20. Juli, mit Armbinde, im Rundfunk, Wochenschau und Fernsehen – der Putsch war gescheitert.

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ERINNERN und VERGESSEN soll nun stets am 20. Juli jeden Jahres geehrt werden – weil die Attentäter ihr Leben für ihren Putsch eingesetzt hatten.

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DOCH: Wer da geputscht hatte, waren sämtlich nazideutsche Kader, Militär, Adel, Wirtschaft, Intelligenz, die bis zum 20. Juli 1944 den Nazi-Furor erfolgreich mitgemacht hatten.

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Selbst, wenn sie bereits einige Zeit Hitler und den deutschen Krieg ablehnten oder nicht mit Überschaum und Hurra unterstützt hatten, tritt ihr seltsam gescheiterter Bombenanschlag in der „Wolfschanze“ nicht etwa 1934 oder 1939 oder 1941, sondern erst im Sommer 1944 hervor, wo jeder wusste, dass die HITLEREI auch für jeden  selbst der UNTERGANG war.

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Als nichts mehr zu gewinnen war, verließen diese „Helden“ und ihre noch bis vor Kurzem, 50 Jahre später, in Dauerinterviews auftretenden Heldenwitwen als WIDERSTAND auf.

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Und peinlicher Weise behaupten die selbstsignierenden Ehrenpromotoren des Nazideutschlands, heute, jene „GRUPPE vom 20. Juli 1944“, habe mit dem Putschversuch die Ehre der Deutschen und die Ehre der Wehrmacht und die Ehre des Adels gerettet.

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KURZ:

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Wir dürfen die soziologische Kategorie ERINNERN und VERGESSEN durchaus als belastbare Seinsbindung verstehen:

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Dieser gescheiterte ZUSPÄT-Widerstand vom 20. Juli 1944 wird zu recht von der Gesellschaft nicht länger erinnert. Er war damals Nichts und lässt sich nicht künstlich ins Lebenszentrum lebenswichtiger Wahrnehmung und Erinnerung hochjazzen. Wen interessiert schon eine mediokre Biografie vom nicht so scharfsinnigen Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit seiner Aktentasche?

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