Walther Leisler Kiep -1926 – 2016 – Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 6505

Vom Dienstag, 10. Mai 2016

.

IMG_3535

.

Walther Leisler Kiep, geboren am 5. Januar 1926 in Hamburg, war großbürgerlicher CDU-Politiker, der 90-jährig, am 9. Mai 2016 in Kronberg im Taunus gestorben ist.

.

Leisler Kiep war in den 1960er Jahren bis Mitte der 1980er Jahre Teil der wirklichen deutschen Macht-Ingroup der CDU, im Kreise Ludwig Erhardt, Barzel, Strauss, Brandt, Schmidt, Kohl, Albrecht, insbesondere als jahrelanger CDU-Bundesschatzmeister, wo er als Fahrer eines gelben Porsches Farbe in die Politik brachte.

.

Kiep war an der CDU-Parteispenden-Affäre als Schatzmeister wesentlich beteiligt und wurde dafür gerichtlich festgestellt und verurteilt, wobei der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl ebenfalls nur durch eine extreme Abstandszahlung von 500.000 DM über eine Art DEAL unverurteilt blieb. Doch kann über den sogenannten „BLACKOUT“ kein Zweifel bestehen, dass Kohl vor Gericht JA antwortete und angeblich NEIN meinte, oder umgedreht.

.

Wir kommen nicht umhin, die psychosoziale Klasse des heutigen VW-Vorstands-und Magement-Betrugsskandal – als logische Konsequenz der bourgeoisen Typik des Bürgers Leisler Kiep entspricht.

.

Im Alter von 18 Jahren wurde Kiep 1944 Mitglied der NSDAP. 1961 wurde er Mitglied der CDU und am 19. September 1965 Abgeordneter desDeutschen Bundestags, dem er von da an bis zum 24. Februar 1976 (5. bis 7. Wahlperiode) angehörte. Dort hatte er zunächst den Vorsitz des entwicklungspolitischen Ausschusses inne, 1973 wurde er zum außenpolitischen Sprecher der CDU gewählt. Im Jahr 1971 wurde Kiep zum Bundesschatzmeister der CDU gewählt – ein Amt, das er bis 1992 ausübte. Kiep soll „Kontur und Ruf dadurch gewonnen“ haben, „dass er der Ostpolitik Willy Brandts näher gestanden hat, als seine [Kieps] Partei das damals für erlaubt halten wollte“. Kiep hatte 1972 im Bundestag für die Ostverträge der Regierung Brandt gestimmt.

.

Im Jahr 1976 wechselte Kiep nach Niedersachsen in die Landespolitik, wo er vom 25. Februar 1976 bis zum 19. Januar 1977 als niedersächsischer Wirtschaftsminister und vom 25. Februar 1976 bis zum 28. Juni 1980 als niedersächsischer Finanzminister tätig war. Nach der Bundestagswahl 1980 war Kiep noch einmal bis zum 26. April 1982 Abgeordneter des Bundestags. Dort wurde er zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU und ihrem wirtschaftspolitischen Sprecher gewählt. 1978 berief ihn Helmut Schmidt zum Sonderbeauftragten für die Türkei mit der Aufgabe, das Land wirtschafts- und sicherheitspolitisch zu unterstützen. Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl im Juni 1982 kandidierte er als Spitzenkandidat. Die CDU wurde zwar mit ihrem bis dahin besten Ergebnis in der Hansestadt von 43,2 % stärkste Kraft, Kiep fand aber keinen Koalitionspartner.

.

Sein Familienname lautet Kiep. Der Zwischenname Leisler, den männliche Mitglieder der Familie traditionell tragen, ist rechtlich ein Vorname.

.

Kiep lebte von 1935 bis 1939 in Istanbul. Sein Vater war mit dem Neuaufbau der türkischen Handelsflotte vom türkischen Präsidenten Mustafa Kemal Atatürk, lernte dort türkisch und war dann nach dem Abitur 1943 im Reichsarbeitdienst.

 

Seit 1949 war er mit Charlotte Kiep, geb. ter Meer (* 1920), verheiratet. Das Ehepaar bekam fünf Kinder. Die Kieps gründeten zum Gedächtnis eines jung gestorbenen Sohnes eine Stiftung zur Förderung junger Journalisten.

.

Ich zitiere Wikipedia:

.

Kiep brach ein Studium der Geschichte und Volkswirtschaft ab, und absplvierte eine kaufmännischen Lehre bei der Metall AG. „Anschließend arbeitete er bei Ford und ab 1949 bei der Insurance Company of North America. 1954 erfolgte der Wechsel zur Versicherung Gradmann & Holler, wo er 1968 zum persönlich haftenden Gesellschafter und „wohlhabenden Versicherungskaufmann“ wurde. Die Firma fusionierte 1990 mit Marsh&McLennan Companies, Kiep rückte in deren Aufsichtsrat auf. Kiep war auch über 20 Jahre Mitglied im Aufsichtsrat der Volkswagen AG. 1984 war er maßgeblich für die Gründung der VW Shanghai Automotive Indudstry Corporation verantwortlich, aus der sich das chinesische Joint Venture von VW entwickelte, dem heute größten Absatzmarkt des Automobilkonzerns außerhalb Deutschlands. Außerdem gehörte er dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank an, war Aufsichtsrats-Vorsitzender der Industrieanlagen-Betriebs-GmbH (IABG) in Ottobrunn und gehörte dem International Advisory Board der Columbia University, New York, an. Die WELT schreibt, Kiep sei „einer der reichsten deutschen Politiker“ und schätzt sein Vermögen auf eine „knapp dreistellige Millionensumme“.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moew

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: