Kunst:art 49 KUNST STUDIEREN? – die absurden Ratschläge

Lichtgeschwindigkeit 6498

Vom Sonntag, 8. Mai 2016

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DIETMAR MOEWS, DMW 567.7.0, „Mexicano“, 140cm / 140cm, Öl auf beducktem Tuch, im Jahr 2000 in Dresden gemalt

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Es gibt eine Tradition von Werbezeitungen, die kostenlos verteilt werden, deren redaktionellen Bestandteile schlicht aus ARSCHKRIECHEREI bestehen. Eines solche ist „Die kostenlose Zeitung für Kunst und Kultur 49 Mai – Juni 2016: kunst:art

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Herausgegeben und verlegt vom Atelier Verlag Ursula Fritzsche KG Köln. Chefredaktion: Mathias Fritzsche; Anzeigen: Margarethe Nießen.

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Nicht zu verwechseln mit „Der Kunst der Arschkriecherei“ des eminenten KÖLNER SOZIOLOGEN Alsphons Silbermann (1909-2000).

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Im Gegenteil, das Blatt ist voller Unfug sowie redundanten Inhalten, die letztlich ohne Aktualität daherkommen, was bei der Redaktionszeit und der Erscheinungsweise nicht anders möglich ist. So ein Blatt wäre auf höher qualifizierte Autoren angewiesen, deren Texte in Tages- und Wochenzeitungen seltener Platz eingeräumt bekommen.

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So kommt der Chefredakteur mit einer kritischen Begrüßung (Seite 2) an „Liebe Leserinnen und Leser! …

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… zum Beispiel, dass alle etwas zu Böhmermann und sein Schmähgedicht zu sagen hatten. Nur die Kunstszene ist auffallend ruhig geblieben. Warum? / Vielleicht, weil viele das nicht für Kunst halten? …

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Aber hier, wo es um die Freiheit der Kunst geht? …

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Es drängt sich der Verdacht auf, dass Künstler, Galeristen, Kuratoren und Mitarbeiter der Museen in ihrem eigenen Saft kochen und nicht mehr am allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs beteiligt oder gar nicht interessiert sind. Bedenklich!

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Ich wünsche mir eine Kunst, die teilnimmt am Geschehen. Und einen Aufschrei der Kunst, wenn die Freiheit der Kunst in Gefahr ist. Also jetzt!

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Ihr Mathias Fritzsche Chefredakteur“

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kunst:art 49 bringt weder politisch nachvollziehbare Kunst, noch den AUFSCHREI. Sondern es wird exakt getan, was da im Geleitwort angeprangert wird:

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ARSCHKRIECHEREI im eigenen Saft – es gibt nur einen Satz in dieser kunst:art 49, und das ist der Umsatz.

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Auf Seite 25 schreibt eine Tamara Branovic „C’est la Vie de Sylvie Fleury! Sylvie Fleury in der Villa Stuck München … Die Reformierung des Kunstbegriffs durch seine Objects trouvés als auch die Bewegung der Pop-Art der 1960er Jahre, die den musealen Kulturgutcharakter eines Kunstwerks zum kommerziellen Konsumgut umfunktionierten, sowie die Fashionszene der 1980er und 90er Jahre, die mit der Kultivierung eines Labelfetisches mit ihren glamourösen Models neue Schönheitsideale schuf, sind Einflüsse, die sich in Sylvie Fleurys sowohl ästhetischen als auch inhaltlichen Umsetzungen wiederfinden …“

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Was soll das? – Leeres Getippe mit Augenstaub.

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Auf Seite 28 schreibt ein Christian Corvin:

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„Kunst studieren. Spannende Alternativen zu den etablierten Akademien. Wenn man Kunst studieren möchte, dann hat man einerseits alle Möglichkeiten der Welt, andererseits verengen sich die Möglichkeiten auch schnell wieder. Entweder weil man an vielen Akademien und Hochschulen nicht angenommen wird oder weil einem die Ausrichtung der Lehranstalt nicht gefällt.

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Es lohnt sich also genau hinzuschauen, damit man sich später nicht ärgert. Die Auswahl und damit auch die inhaltlichen Unterschiede des Studiums sind in den vergangenen Jahren gewachsen, da immer mehr private Hochschulen den staatlichen Konkurrenz machen …kann man zwar auch ‚ganz normal‘ Freie Kunst studieren, letztlich liegt dort aber der Schwerpunk bei der Verbindung von Kunst und sozialen Berufen, wie zum Beispiel Kunsttherapie oder Kunstpädagogik. / Schließlich macht es Sinn, dass man sich auch außerhalb der etablierten, staatlichen Hochschulen umschaut. Letztlich muss einen das Gesamtpaket überzeugen. Christian Corvin“.

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Gerade ausgerechnet heute schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Mai 2016, „Beruf und Chance“, Seite C 3 von Nadja Al-Khalaf:

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Die hohe Kunst, Kunst zu studieren. Von wegen brotlos: Weil die Präsentation in Museen immer wichtiger wird, sind Kuratoren und Ausstellungsdesigner gefragter denn ja. Deutsche Hochschulen reagieren darauf“ …

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… Mehr Kunst wagen: An der Städelschule in Frankfurt zeigen Studenten regelmäßig ihre Werke – und Ideen für eine gelungene Präsentation. Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins will das Publikum am Diskurs teilhaben“ lassen …“

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…Aber was heißt „Kunst studieren“ heute überhaupt? Die Zeiten, in denen man darunter vor allem ein praktisches Studium der bildenden Künste oder ein theoretisches Studium der Kunstgeschichte und Kunstwissenschaften verstand, sind passé, seitdem Fächer allerdings aus den Bereichen neuer Medien hinzukamen. Seit geraumer Zeit haben sich zu diesen theoretischen und praktischen Fächern allerdings Studiengänge gesellt, die sich darauf konzentrieren, den Nachwuchs interdisziplinär auszubilden. Er wird in jenen Teilen von Museen, Galerien und Kunstvereinen tätig sein, die für die Besucher unsichtbar bleiben: als Kuratoren, Sammler, Ausstellungsdesigner. Es sind Studiengänge für die Akteure des Kunstbetriebes von morgen …“

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…die Vernetzung in den nationalen und internationalen Kulturbetrieb zu ermöglichen. … emotional erfahrbare Angebote für Besucher entwickeln können…“

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…Denn nur so können sie eine Dialog zwischen Künstlern, Sammlern, Besuchern und Institutionen führen, sagt die junge Galeriedirektorin…“

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… the sexiest profession in the art world…“

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Dietmar Moews meint: Esst mehr Scheiße – Milliarden von Fliegen können sich nicht irren.

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Diese Schreiberlinen von kunst:art oder F.A.Z. können tatsächlich nicht einsehen, dass, wenn sie die Überschrift und das Thema „KUNST STUDIEREN“ drüberschreiben, dass es UNFUG ist, über andere Studienfächer zu schwadronieren.

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Jemand der Künstler werden möchte, weil er zum Künstlerberuf von fähigen erfahrenen Künstlern und Künstlerprofessoren als „Lehrling“ angenommen und ausgebildet werden möchte, dem ist nicht dadurch abzuraten, indem man ihm erzählt „brotlos?“ – NEIN! – denn man studiert ja gar nicht erst Kunst, sondern Kunsttherapeutik und Kunstpädagogik oder Kunstinszenierung oder Brotberuf. Wir wissen seit Platon, dass ein Kunstschaffen und ein Rechnungschreiben ganz verschiedene eigene Berufe sind.

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Wie dumm kann es noch gehen, wenn als Studienziel ausdrücklich die Erwartung ausgesprochen wird:

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..so können sie eine Dialog zwischen Künstlern, Sammlern, Besuchern und Institutionen führen, sagt die junge Galeriedirektorin…“.

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Das wird dann aus dem Wunsch, Kunst zu studieren – man lernt Dialoge zu führen. Wer das glaubt!

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Ich finde, diese kostenlose „kunst:art 49“ ist eine profitorientiertes überflüssiges SCHMIERBLATT. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung führt ihre Leserinnen und Leser in die Irre, wenn sie titelt:

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Die hohe Kunst, Kunst zu studieren“ und dann über Inszenierung und Animation von calmierten Konsumbürgern und deren Freizeitsteuerung die Studienadressen und Bachelor-Grade anzupreisen.

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Für einen Fachmann und Künstlergelehrten ist es traurig, zu lesen, dass in der KUNST heute Leute schreiben, die nicht mal AKADEMIEN von HOCHSCHULEN, UNIVERSITÄTEN oder BETRIEBSWIRTSCHAFTS-KOLLEGS unterscheiden können.

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Für eine Künstlergelehrten besteht eine Teil dieser sozialen Traurigkeit darin, das heute bereits kaum noch Künstler da sind, deren Werke das an Wirkung und Ausstrahlung haben, die die Inszenateure angeblich ersatzweise international vernetzt organisieren lernen sollen.

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Dies ist, was aus Hilmar Hoffmanns „KUNST AN ALLE“ geworden ist, die Verdummung der Szenerie, die Vereinnahmung von Kunst und Kultur durch eine SPD-SALONPERSONNAGE, über deren Parteizugehörigkeit allerdings die jungen Studenten im Ungewissen gelassen werden.

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Hierin liegt auch die weitere Irreführung, zu behaupten, diese QUATSCH-ANIMATEURE würden zukünftig BROT verdienen. Sie werden so brotlos werden, das kann man heute schon sehen, wie die SPD fertig ist und die diese Salonpersonnage gar nicht mehr anheuern und aus Staatslkassen versorgen kann.

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Glaubt jemand im Ernst, außer den Lebensmittel-Filialisten ALDI, noch Sammler und Mäzene aufgabeln zu können, die zu passenden DIALOGEN hinmoderiert werden wollen.

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So soll das also sein: KUNST studieren heißt ARSCHKRIECHER bei der SPD zu werden. Na, dann.

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Und es ist ein Verbrechen an den begabten Abkömmlingen, die statt etwas Rechtes zu lernen, ihre Lehrzeit verbrauchen, ohne etwas zu lernen.

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Immer wieder treffe ich Kunststudenten, die auf die Frage: Was er kann? oder, Was sie kann? – tatsächlich nichts sagen können, kurz, eigentlich können sie Nichts, was ihnen das Studium der Freien Kunst gebracht hätte – die aktuelle Software bedienen möglicherweise, selbst Codieren? – dazu fehlt meist das Mathematik- und Informatik-Studium.

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