EDWARD SNOWDEN und RE:PUBLICA die IT-politische

Lichtgeschwindigkeit 6502

Vom Samstag, 7. Mai 2016

.

IMG_7499

.

Seit 2007 habe ich alle RE:PUBLICAS in Berlin mitgemacht und besucht. Von Anbeginn wurde mehr gemacht und mehr geboten, als ein Interessent wahrnehmen kann, auch wenn man sich gut vorbereitet, vorher und währenddessen vieles zusätzlich liest, und aus it-politischen, it-sozialen und natürlich it-technischen Ambitionen – wirklich kein Grund zur Klage, sondern zur Dankbarkeit.

.

Der USA-Notemigrant EDWARD SNOWDEN brachte per SKYPE jetzt Folgendes zum Anspruch auf Privatheit im Netz:

.

Wer sagt, er habe keine Geheimnisse und brauche daher keine Privatsphäre im Internet, kann genauso gut sagen, er brauche keine Freiheit der Rede, weil er nichts zu sagen hat,“

.

und erhielt großen Applaus von dem Riesen-Publikumsandrang zu dieser Aussage bei der diesjährigen Unterveranstaltung der Re:publica, „Media Convent“, veranstaltet vom Medienboard Berlin-Brandenburg.

.

Bildschirmfoto vom 2015-11-06 12:12:01

.

Re:publica 2016 hat sich inzwischen längst von der Berliner Kalkscheune und vom Friedrichsstadt-Palast in Mitte weg, auf das Veranstaltungsgelände „Station“ in Kreuzberg etabliert und wartet als die größte Digitalkonferenz Europas auf:

.

8.000 Gäste, 400 Stunden Programm, 770 Sprecherinnen und Sprecher aus 60 Ländern, 17 Bühnen und ubiquitäre Musikbeschallung:

.

Es sollte um Selbstbesinnung gehen, blieb aber sinnvoller Weise bei den bekannten Problemthemen:

.

EINS: Dass die IT-Politik und der Rahmen in dem das Netz benutzt und kontrolliert wird, von der IT-Wirtschaft und anlässlich der alljährlichen CeBit den Bürgern „mitgeteilt“ wird.

.

ZWEI: Dass die AUTOMOBIL-MESSEN in aller Welt, wie die Frankfurter IAA, demonstrieren, wohin die Parlamente ihre lobbyierten Gesetze steuern müssen, damit Umsätze, Konsum und Profite brummen.

.

IMG_7527

.

Ansonsten besonn man sich auch auf dieser Re:publica erneut auf das „offene Internetz“, die Vorratsdatenspeicherung. Zensur, Medienkompetenz, Blogger-Klassentreffen, Facebook-Freunde, (Web 2.0), Netzsperren, Geheimdienste, Crowdfunding-Initiative, Urheberrecht, Netzneutralität, während die Post, durch die IT-Wirtschaft angetrieben, bei

.

Robotik 4.0, 3D-Drucker, „Smart Glass“ , Hacking, „Social Media“, „Hate speach““ oder „Virtual Reality“, Sicherheits-Software, Cyber War, Terrorangst, Sensortechnologie, Überwachungstechnik, Outsourcing, Cloud, heißen.

.

Die re:publica wird vom IT-Blog „Netzpolitik.org“ und dem IT-Blog „Spreeblick“, mit Unterstützung des medienbord Berlin-Brandenburg und der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet.

.

Die nächste Re:publica findet am 20.Oktobe r2016 im irischen Dublin statt.

.

Bildschirmfoto vom 2015-11-25 13:57:07

.

Dietmar Moews meint: Wie immer – das möchte ich als IT-Soziologe einwenden – treten bei der re:publica IT-Techniker der Hardware, der Netzwerkerei und der Software sowie Kaufleute im IT-Bereich und Mediendesigner mit Apple-Computer auf, die von Soziologie überhaupt keine Ahnung haben. Selbst Ein- und Auslassungen der prominenten CCC-Sprecher Frank Rieger und Constanze Kurz warten immer wieder mit Folklore auf, wenn soziale Vorgänge und Orientierungen der IT-Benutzer anzusprechen sind.

.

Frage ist dabei immer: Wie entsteht Soziales aus Sozialem?

.

Die soziologische Fragestellung hängt zunächst überhaupt nicht von der IT-Technik herkommenden Qualitäten ab, sondern vom Allzumenschlichen und dem Möglichkeitssinn der unkonstanten Verhaltensweisen, die sich interdependierend und interagierend erfassen lassen und als solche analysiert und interpretiert werden müssen, will man zu gültigen Ergebnissen kommen, statt nur zu unentgeltlichen Mutmaßungen.

.

Das Thema der sogenannten Verschlüsselung, der Sicherheits-Software, von Thor-Verwirbelungen, bis zur Geheimschrift und PINS usw. versäumt bis heute die Einsicht, dass Alles was man codiert auch decodierbar ist.

.

Während die soziale Intelligenz, die Maschinen in Interaktionen der Kommunikationsinhalte austricksen kann und das auch gemacht wird.

.

Man begreift nicht, dass das „offene Internetz“ Wahrheit ist, sobald die „Halterhaftung“ für Schnittstellen-Swinger, und ohne Grußformeln, namentlichen Anreden und „Kuckucks-Use“, für die Volldatenspeicherer nur noch nutzlose Datenfolgen wären, aber keine Personifizierung und verwertbare Algorithmen-Profilierung mehr ermöglichen könnten, würden nur zehn Prozent der USER im Netz die IP-Personifizierung boykottieren würden..

.

Das Internetz durchdringt alle Lebensaspekte – in Echtzeit, mit weiter steigenden Rechnerkapazitäten und Beschleunigung.

.

567_7_0_stoff_mexicano

.

EDWAD SNOWDEN, der als ehemaliger CIA-Insider, der erhebliche Urteile über politische Erwartungen mitteilen kann, sagte:

.

Man beginnt die menschliche Kommunikation auszubeuten wie Öl“.

.

Edward Snowden sieht das Internetz am Scheideweg:

.

Wollen wir von unsichtbaren Mächten ständig beobachtet sein, unsere Daten weiterleiten, unsere Gespräche als Geschäftsmodell sehen und keinen Winkel zur private Entfaltung haben? Wie wollen wir in und mit diesem Netz leben?“

.

Und was erfahren wir aus dem NSA-Untersuchungsausschuss? – Martina Renner von der Linkspartei teilte mit:

.

Es gibt nichts, wovor die Geheimdienste haltmachen.“ Die Parlamente sind ausserstande dieses Geheimwesen zu steuern oder zu kontrollieren, nicht mal beeinflussen.

.

Es geht nicht um anonyme Datenautobahnen mit Privatheits-Schutz, sondern um die vollkontrollierte geregelte Gesellschaft.

.

Als bräche ein Krieg aus, weil es seine Natur ist und nicht die Menschen den Krieg machten – so macht sich hier das Internetz selbst, wie es will?

.

Nein, so ist es natürlich nicht. Sondern die Herrschenden haben die Demokratie und die Partizipation weggeschmissen und erzwingen die Entmündigung und Überwachung – nicht nur im digitalen Netz, sondern in alle analogen privaten Lebenssphären, vom Schlafzimmer bis in den Kühlschrank.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_7517

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: