Margot Honecker 1927 – 2016 – Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 6493

Vom Freitag, 6. Mai 2016

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Margot Honecker, geboren als Margot Feist am 17. April 1927 in Halle an der Saale, ist im Alter von 89 Jahren am Freitagmorgen, 6. Mai 2016, in Santiago de Chile gestorben. Sie soll einem Krebsleiden erlegen sein.

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Sie ist die Witwe des ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker. Margot Honecker war von 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung in der DDR.

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Ihr Vater war Schuhmacher. Sie absolvierte die Volksschule und war von 1938 bis 1945 Mitglied des Bundes Deutscher Mädchen (BDM). 1945 trat Margot Feist der KPD bei. Mit der Zwangsvereinigung von SPD und KPD wurde sie 1946 Mitglied der SED und arbeitete als Stenotypistin beim FDGB-Landesvorstand Sachsen-Anhalt. Sie reüssierte 1947 zur Leiterin der Abteilung Kultur und Erziehung im FDJ-Landesvorstand und 1948 Sekretärin des Zentralrates der FDJ und Vorsitzende der Pionierorganisation Ernst Thälmann. 1949/1950 wurde Margot Feist Abgeordnete der provisorischen Volkskammer der DDR und 1950 mit 22 Jahren eine der jüngsten Abgeordneten der Volkskammer.

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Am 1. Dezember 1952 gebar Margot Feist ihre Tochter Sonja, deren Vater der gelernte Dachdecker, FDJ- und Parteifunktionär und spätere Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, war. Dies veranlasste den damaligen SED-Generalsekretär Walter Ulbricht, Honecker zur Scheidung von seiner zweiten Ehefrau zu bewegen. Daraufhin heirateten Margot Feist und Erich Honecker 1953. Sie wurde 1963 Ministerin für Volksbildung der DDR. Sie wirkte maßgeblich am „Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem“ vom 25. Februar 1965 mit. 1978 führte sie gegen den Widerstand der Kirchen und vieler Eltern den Wehrunterricht für Schüler der 9. und 10. Klassen ein.

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In ihrer Funktion als Ministerin für Volksbildung wurde sie vereinzelt zweideutig „Miss Bildung“ genannt. Zwangsadoptionen gehörten zu ihren kleineren Übungen.

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Margot Honecker war immer sehr dynamisch, intelligent und abgebrüht. Sie muss deshalb am tötlichen DDR-Stalinismus als hochverantwortliche Täterin des menschlichen Elends, keineswegs als Mitläuferin oder Ehegedöns des Staatschefs, verstanden werden.

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Margot Honecker erklärte noch zuletzt den Medien, wie gut sie das Leben in der DDR genossen hatte – dass der katastrophale „Bürokratische Monopolkapitalismus“ der DDR im Jahr 1989 unter der völligen Staats-Überschuldung zusammengebrochen war, hatte sie nie begriffen.

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Nach der Wende wurde gegen Erich Honecker mehrmals Haftbefehl erlassen. Erich Honecker stand sogar in Moabit / Westberlin vor Gericht, bis der Schwerkranke frei gelassen wurde. 1991 flüchtete Margot Honecker über Moskau nach Chile. Erich Honecker folgte bald und starb im Jahr 1994, ebenfalls in Santiago de Chile.

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