Das gescheiterte U-Boot-Geschäft mit AUSTRALIEN

Lichtgeschwindigkeit 6475

Vom Sonntag, 1. Mai 2016

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Australien will eine 35 Milliarden-Investition für Seestreitkräfte für 12 neue U-Boote ausgeben.

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An der Ausschreibung nahmen Deutschland, Frankreich und Japan teil. In Australien wird die Atomtechnik geächtet, die Australier lehnen die radionuklearen Giftquellen vollkommen ab. Man hatte davon auszugehen, dass die Angebote sich auf U-Boote mit konventionellen Dieselantrieben bezogen. Hierin liegt ein wesentlicher Preisaspelt.

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Die Bieternation Japan, die von einigen wesentlichen australischen Medien favorisiert waren, und die sich davon versprachen, dass es eine gemeinsame Technik als Seestreitkräfte gegen China geben könne, waren bald aus dem Rennen. Dabei handelte es sich um zwei Firmen, die Werften Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industrie, die us-amerikanische Anteilseigner haben. Entscheidend war möglicherweise auch, dass sich China, als größter Handelspartner Australiens, gegen den Kauf der Unterseeboote von seinem Rivalen Japan ausgesprochen hatte.

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Bieternation Deutschland hatte mit Thyssen-Krupp Marine Services (TKMS) mit Siemens eine besondere Bedingung angeboten, für die sie, gemeinsam mit der Bundesregierung, eine lange Kampagne zum Gewinn des Auftrags betrieben:

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Die Deutschen versprechen, im australischen Adelaide eine große Werft zu bauen und auch die Marinewerft im westaustralischen Perth einzubinden. Damit wäre für die deutschen U-Boot-Bauer zwar keine hiesigen Arbeitsplätze geschaffen. Jedoch die Technikentwicklung kann stets nur auf hohem Niveau gedeihen, wenn auch genügend Stückzahlen in der Welt abgesetzt werden können. Für Deutschland allein, ohne die umfangreichen Rüstungsexporte, wären die deutschen Technologien sehr bald ausgehungert und pleite.

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Die Bieternation Frankreich, die nur über rückständigen U-Bootbau verfügt, hielt man nicht für ernsthafte Konkurrenz in der Bieterkonkurrenz, da sie auch die Teuersten waren.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, Seite 15, am 27. April 2016, das Thema findet sich seit Monaten in der Presse – über den letzten Stand mit dem Zuschlag für Frankreich haben alle deutschen Vollzeitungen berichtet und kommentiert.

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Der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull hat jetzt bekanntgegeben:

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Frankreichs Werft DCNS (zu zwei Dritteln staatlich, ein Drittel gehört dem französischen Rüstungskonzern Thales) hat den Zuschlag für den derzeit größten Industrieauftrag der Welt bekommen.

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Demnächst sind in Australien Wahlen. Damit sind nun noch Unwegbarkeiten für die erfolgte Auftragsvergabe verbunden sein.

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Jetzt hat Australien zwei Aspekte zu erkennen gegeben:

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EINS: Das französische Angebot entspricht gar nicht der ursprünglichen Ausschreibung, wo ausdrücklich Diesel-Antriebsaggregate vorgesehen waren, sondern stellt die Aussicht auf Atomantrieb in Aussicht. Außerdem gelten die Franzosen damit als führend beim Bau extrem leiser U-Boote – eine Schlüsselfähigkeit unter Wasser. Man hätte die 12 Schiffe mit konventionellen Motoren umrüsten müssen.

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ZWEI: In Australien kursieren Gerüchte, Frankreich habe dem Land Hilfestellung bei einer späteren Nuklearpolitik angeboten. Zum einen ist es möglich, spätere U-Boote mit einem Atomantrieb auszustatten, wenn dies von Australien gewünscht werde.

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Die französischen U-Bootbauer, etwa 12.000 Leute, feierten und feierten den Staatspräsident Hollande, der erklärte, dass nun eine 50 Jahre währende Allianz beginne. Dass Australien den Bau der U-Boote in seiner Heimat verlange, sei verständlich und berechtigt.

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Dietmar Moews meint: Wer glaubt, einen solchen Weltwirtschafts-Deal zu durchschauen, muss sehr versiert sein – es ist eigentlich ein Krimi.

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Sicher hat sich Hollande und die französische Administration maximal ins Zeug gelegt, während den deutschen offenbar die Reise um Welt zu weit war. Kanzlerin Merkel war zuletzt im Jahr 2004 in Australien. Aber man weiß nicht, welche sonstigen Verkaufsfördermaßnahmen mit hineinspielen.

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Jedenfalls kann es durchaus sein, wenn Turnbull – auch wegen seiner Willkür, die verpönte Atomtechnik einzuschleichen – die Wahlen verliert, seine Antipoden nach der Wahl aufgrund der Nichtverfassungsgemäßheit dieser Bestellung bei den Franzosen, die 50-Jahr-Perspektive samt dem Liefervertrag stoppen.

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Vielleicht sollten Merkel, Thyssen, Krupp und Siemens doch mal wieder einen Ausflug nach DOWN UNDER unternehmen. Die hohe deutsche U-Boot-Technologie braucht Absatz relevanter Stückzahlen.

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Wenn U-Boot nun gar nicht geht, ginge auch U-Bahn.

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