Zaha Hadid 1950 – 2016 – Kurznachruf

Lichtgeschwindigkeit 6416

Vom Donnerstag, 31. März 2016

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Zaha Mohammad Hadid, geboren am 31. Oktober 1950 in Bagdad, Irak, ist heute, am 31. März 2016, in Miami, Florida, USA, 56-jährig gestorben.

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Zaha Hadid war eine britisch-irakische Architektin. Sie stammte aus Irak und lebte als Architekturprofessorin und Designerin britischer Staatsangehörigkeit in London. Wo sie Architektur studiert hatte.

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Hadid stammt aus einer hochgestellten irakischen, sehr reichen, privilegierten Familie. Ihr Vater war mehrfach irakischer Finanzminister.

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1977 nahm sie das Angebot an, Mitarbeiterin an Koolhaas’ Office for Metropolitan Architecture (OMA) zu werden und lehrte nun selbst auch an der AA mit ihren OMA-Partnern Rem Koolhaas und Elia Zenghelis. Die britische Hauptstadt wurde zu ihrer Wahlheimat. Dort eröffnete sie 1980 auch ihr eigenes Architekturbüro, der deutsche Architekt und heutige Architekturprofessor Patrik Schumacher (*1961) arbeitete 1983 für ihr Büro, war seit 1988 ihr Mitarbeiter und ab 2002 Teilhaber (Partner).

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1983 erregte sie mit dem – ungebauten – Freizeit- und Erholungspark The Peak Leisure Club an einem Berghang in Hongkong erstmals internationales Aufsehen und erhielt für den Bau eine Auszeichnung. Mit diesem Entwurf war sie 1988 auch an der einflussreichen Deconstructivist Architecture-Ausstellung des New Yorker Museum of Modern Art vertreten und galt daher anfänglich als eine theoretische Vordenkerin des Dekonstruktivismus.

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Erst 1993 schaffte sie den Durchbruch und konnte ihren ersten Entwurf realisieren: das Feuerwehrhaus des Vitra-Werks in Weil am Rhein.  Sie verdankte dies der Innovationsfreude von Rolf Fehlbaum, dem geschäftsführenden Inhaber von Vitra, der bereits eine Reihe angesehener Architekten wie Tadao Ando und Frank Gehry  für den Bau neuer Produktionsstätten, anderer Firmengebäude und des Vitra Design Museums engagiert hatte. Zwar hatte sie schon 1987 mit dem Bau eines vergleichsweise unauffälligen Hauses mit Wohnhof zur IBA in Berlin-Kreuzberg begonnen, doch wurde dieses erst 1994 fertiggestellt. Ihr größtes Projekt in Deutschland ist das phaeno in Wolfsburg (Bauzeit 2001–2005), ein interaktives Erlebnismuseum der Naturwissenschaften, bei dem sie neue Möglichkeiten der dynamischen Gestaltung des Raumes erprobte. Hadid hielt diesen Entwurf für ihr ehrgeizigstes Bauwerk in Deutschland, da es trotz seiner komplexen Konstruktion „schwerelos wirke“. Ihre jüngeren, fließend entworfenen Werke werden als „archaisch und futuristisch“ zugleich beschrieben.

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Stets handelt es sich um entscheidende Zugänge zu finanzstarken Bauentscheidern, wie die VW AG in Wolfsburg.

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Als erste Frau erhielt sie 2004 die bedeutendste Ehrung in der Architektur, den Pritzker-Architektur-Preis. Im Jahre 2009 wurde ihr das Praemium Imperiale verliehen.

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Ihr Baustil und Design wird von Architekturkritikern und von ihr selbst als fließend oder als kinetisch (auf der Bewegung basierend) bezeichnet. Bekannt sind überwiegend exklusive Stahlbeton-Solitärbauten, die nicht durch besondere

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Hadid glaubte sagen zu dürfen:

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Wer nicht forscht, entdeckt auch nichts Neues“

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Das Wichtigste ist die Bewegung, der Fluss der Dinge, eine nicht-euklidische Geometrie, in der sich nichts wiederholt: eine Neuordnung des Raumes.“.

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Zaha Hadid starb an einem Schock, während die Fülle des Schaffens bergauf floss.

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Dietmar Moews meint: Ich kann die Erfüllung der Widmungszwecke der Bauten von Zaha Hadid nicht beurteilen und nicht, wie gefährlich und aufwendig deren Unterhalt ist. Welche Betonschäden werden vor der Zeit auftreten, wenn weit gespannte Betonbögen gebaut wurden?

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Die Gerüchte von „Dekonstruktivismus“, ihrer fließenden Formen bei nicht fließenden Nutzbarkeiten – die Statik des Tragwerks, nicht der „Fluß der Dinge“ wurden von Zaha Hadid in Rede gestellt. Aber das ist blanker Unsinn. Ihre Entwürfe basieren alle auf Statik und Geometrie. Wahr ist, dass Architekturqualität nur in Verbindung mit hohen Kosten möglich ist – Neuordnung des Raumes? – nur wenn kostspieliger Raum vorhanden und gestaltbar ist.

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DLF.de kommentiert im Nachruf am 31. März 2016:

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Hadid zählt zu den weltweit erfolgreichsten Architekten. Sie entwarf das Olympische Schwimmstadion in London, das Nationalmuseum für Moderne Kunst in Rom und das Rosenthal Center für Gegenwartskunst in Cincinnati.“

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„Erfolgreich? – Ich sehe nicht, dass dieser Beitrag zur Architektur wirklich mehr als aus dem beglückenden Exklusivkreis der Epigonen stammt. Ich sehe nicht mal, dass leere Versprechungen, wie der hundert Jahre alte Suprematismus, durch diese Werke erfüllt würde.

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Angeblich hielt Hadid die POSTMODERNE für eine intellektuelle Katastrophe. Hadids Arbeiten schienen nach Ansicht von Beobachtern dem Credo von Malewitsch zu folgen: „Wir können nur dann Raum wahrnehmen, wenn wir uns von der Erde loslösen, wenn der Auflagepunkt verschwindet.“

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In Wahrheit war Zaha Hadid eine epigonale postmoderne Architektin – und ein verschwindender Auflagepunkt?

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