AUGE: Neue Sinnlichkeit im blinden Strudel der IT-Revolution

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Vom Samtag, 5. März 2016

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Der deutsche Wunderstürmer Helmut Rahn aus Essen

Videobeweis als neue Fußball-Schiedsrichter-Technik im DFB-Regelbuch?

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Süddeutsche Zeitung vom Freitag, 4. März 2016 lässt den gestandenen SPORT-Redakteur Klaus Hoeltzenbein auf Seite 33 darstellen:

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VIDEOBEWEIS Gut fürs Auge“.

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Problem ist praktisch: Das Fußballspiel ist geregelt. Deshalb wirkt ein Spielleiter – auch irrtümlich „Schiedsrichter“ genannt – mit. Dieser Schiedsrichter ist allein entscheidend, ein Spiel zu „leiten“. Und es gilt nach den Regeln: „Schiedsrichter-Entscheidung gilt“.

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Naturgemäß gibt es bei den subjektiven Schiedsrichter-Entscheidungen in einem Spiel zweifelhafte Entscheidungen, Meinungsunterschiede der Spieler und Mannschaften und im Publikum, und objektive Fehlentscheidungen zu einer Spielsituation oder Regelverstoß des Schiedsrichters. Und jetzt also:

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Videocameras und Echtzeitübertragung vom Spiel und von Makro-Spielausschnitten aus vielen Winkeln, durch das Internetz, nebst Zeitlupe, Widerholungen, und verschiedene Aufnahmepositionen – kurz: elektronische Objektivierung:

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Während der Schiedsrichter vielleicht gerade nicht aufgepasst hatte oder eine schlechte Sicht hatte, regt sich das Publikum tausendfach auf, weil ein VIDEO-Beweis vom Fernsehsender über das VIDEO-GROßBILD im Stadion oder eine Fehlentscheidung eindeutig in Echtzeit zeigt. Denn außerdem tausendfach stehen oder sitzen Leute im Stadion und haben gleichzeitig ihr Smartphone online laufen. Ja.

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„Süddeutsche Zeitung vom Freitag, 4. März 2016:

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„Hinterm Steuer, auf dem Rad, in der Fußgängerzone – Handynutzer, die sich aus ihrer realen Umwelt verabschieden, sind längst als Gefahr für Leib und Leben erkannt. Bildschirmstarrend nehmen sie am Verkehr teil …“

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Dietmar Moews meint: Doch ist der seriöse Klaus Hoeltzenbein leider unterbelichtet, was die Hierarchie dieser Problematik betrifft. Es fehlt der sozial-psychologische Blick auf die Raffgier der dominierenden Menschheit:

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„Süddeutsche Zeitung vom Freitag, 4. März 2016, weiter:

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…versuchen auf digitalen Fluchtwegen zu entkommen. Das muss auf Dauer misslingen, es ist die Einbahnstraße in die Katastrophe.

Ähnlich schizophrene Züge hat der Besuch im Fußballstadion angenommen. Dort zahlen die Leute zwar einen relativ hohen Eintritt, sie lassen sich dann aber nicht mehr kompromisslos auf das Live-Erlebnis ein, sondern sie teilen es mit dem ständigen Blick auf den vitalen Hand-Computer. Auf dem läuft entweder das Spiel, bei dem man körperlich ohnehin anwesend ist, oder die Liga-Konferenz; ein Service, der auch nicht eben wenig kostet. Auf diesen Missstand, dass der Tribünengast allwissend sein kann, dass er über eine Super-Zeitlupe verfügt, die dem Schiedsrichter auf dem Rasen fehlt, wird nun endlich reagiert. Und die deutschen Unparteiischen, die sich lange sträuben, gehen forsch dabei voran. Motto: Wir wollen nicht mehr künstlich dümmer gehalten werden als unser Publikum…“

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 Noch VORAB: Entscheidend ist die Raffgier der SPIELER!

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Die traditionelle sinnliche Regel des Fußballs:

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„SCHIEDSRICHTER-Entscheidung gilt“

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KEINE nachträglichen Gerichts-Revisionen (außer Straftrecht) – ist in Dietmar Moews‘ Augen die beste Regel. ALLES andere fällt in weitere Schwierigkeiten zum Fußball.

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Mit diesem Thema verbinden sich durchaus einander zuwiderlaufende Interessen, Probleme, Fragen – also auch metaphysische Ansprüche, die aber die große Mehrheit unseres Mehrheits-Mobs nicht vorrangig motivieren, mehr als die dumpf zuckende Konsumentenhand zu rühren:

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KAUFE oder KAUFE nicht! – so lautet die Maxime des Untermenschentums und – das ist genauso in der heutigen kaufvertragsgesteuerten Rechtsstaatlichkeit der hinreichende Erfüllungsgrad für DEMOKRATIE:

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Die MEHRHEIT baut Scheiße und ist nicht einmal Rechenschaft schuldig.

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Was will man mit der technisch bedingten Trennung zwischen Fußball und dem IT-Fußball erreichen? Dann spielen die Gladiatoren für MILLIARDEN über weltweites Echtzeit-Video, während alle Amateure und Fußballjugend, alle Kinder, die keine IT-Highend-Video haben, kein Falkenauge auf der Torlinie, keine verkabelten Linienrichter, kein zahlendes Publikum usw. – was sollen die denn machen?

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Aber der Schiedsrichter wird hier vom dummen Geld auch mit den Vorurteilen der LÜGENPRESE von Klaus Hoeltzenbein zugeschüttet – er schreibt oben:

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… Super-Zeitlupe verfügt, die dem Schiedsrichter auf dem Rasen fehlt, wird nun endlich reagiert….“

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Was soll das heißen? Wieso fehlt das? wieso „endlich“? Bereits vor  50 Jahren hatten Leute ein Batterie-Radio dabei – ja und?

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Wieso fehlt eine Super-Zeitlupe? Der Schiedsrichter macht sein Spiel so gut er kann PUNKT. Die Mannschaften spielen so gut sie können PUNKT. So wie das Publikum die Fußballregel begriffen hat, gilt der Schiedsrichter und fertig (inkl. Aller möglichen Fehler, der Schiedsrichter, der Spieler, des Publikums, sinnlich in Echtzeit).

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Wen interessieren denn all die gerufenen Gerichtsprozesse, im kurzen Proszess etwa? oder über wochenlange Berufsverfahrenen und Gegenvideo-Beweise? wenn Videobeweise beim Fußball wiederum strittig ausfallen? Und immer geht es viel Geld, um Wettbetrug im Fußball-Toto.

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Was will denn ein Schiedsrichter, wenn er da rumäuft, aber stets die Tonverbindung mit allen möglichen Zusatz- und Oberschiedsrichtern halten muss. Und dann wollen die Spieler auch den Echtzeitvideobeweis selbst sofort sehen, sehen, wie das Publikum auf den Tribünen.

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Dann stehen da dreißig Fußballer auf dem Platz vor dem Bildschirm und streiten? – nein, das sollen ja nur Oberschiedsrichter anschauen und dann soll ja der echte Rumlauf-Spielleiter das letzte Wort sprechen.

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Und dann werden in diesen elenden Video-Beweis-Spielunterbrechungen zusätzliche Werbezeiten verkauft. Das ist sowieso schon geritzt. Und dann erhält der Schiedsricher über Kopfhörer die Freigabe, wann es mal wieder Zeit für eine Video-Beweis-Werbeunterbrechung ist und wann der Werbe-Clip fertig ist und wieder angepfiffen werden kann.

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Die Tribüne kann sich dann in der Spielunterbrechung das neue „Krombacher“ oder den „Renault“ anschauen.

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Die Werbung spicht ja die ganze Familie an – wie das Fuß-Unterhaltungsspiel ja auch nicht für Fußballer gemacht wird, sondern für die ganz große Karnevals-Party-Freizeit-Bande.

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Und dann geht der Streit auf dem Platz weiter. Denn die gleichen Bilder werden unterschiedlich bewertet.

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Es bleiben schließlich Ermessensentscheidungen oder it-manipulierte Abseitsstellungen im gefaketen Echtzeit-Videos. Niemand kann ein digitales Bild als entweder echt oder gefaket und manipuliert identifizieren. Da wird nicht lange per Hand gepixelt -das geht auf Knopfdruck des Meistbietenden, wie bei Mielke.

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Und folglich – Klaus Hoeltzenbein – geht es nicht in die „Einbahnstraße der Katastrophe“, sondern es ist ein Kommerz, den die Spitzen-Spieler wünschen.

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