Schoki-Test mit CHOCOLATS Et CACAOS FAVARGER Lait 39% Cocoa

Lichtgeschwindigkeit 6315

Vom Samstag, 27. Februar 2016

.

Dietmar Moews meint:

Gorilla-Gesang: Affen machen beim Fressen Töne – Das „Brummen und Singen“ sind Laute als Zeichen für Wohlergehen, wenn die Tiere beliebte Nahrung, bestimmte Früchte und Samen fressen. Gleichzeitig könnte der „Gesang“ der Kommunikation innerhab der Gruppe dienen. Insbesondere die starken Männchen produzieren viele solcher Laute.

(Fachmagazin Plos One)

.

Ich probierte eine schweizerische Chocolats et Cacaos FAVARGER Geneve 1826, lait, 100 Grammes net, 39% de Cacao, Bean to Bar hergestellt von dem Hersteller Favarger S. A. 1290 Versoix -Genève, Suisse

.

IMG_7888

.

Kurz vorab: Diese Milchschokolade ist mittel, etwas zu fett oder, sagen wir, schmierig und zu süß. Sie ist mit 3,98 EURO im Westberliner KaDeWe EURO für 100 Gramm zu kostspielig. Sie knackt bei Zimmertemperatur gut und fein und bricht sauber. Der klare Abbiss ist milchig, fett und ziemlich süß – gewürzt mit Vanille und Gerstenmalzextrakt.

.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1826 – wir können es ja nicht überprüfen – aus einer Liebesgeschichte zwischen der Tochter des Schokoladenfabrikanten Jacques Foulquier und dem Uhrmacher Jean-Samuel Favarger gegründet. Favarger entschloss sich, wie auch seine Verlobte, beim Schwiegervater inspe das Handwerk der Schokoladenherstellung zu erlernen. So wird die Schokoladenmanufaktur Favarger gegründet. In diesem für die Genfer Wirtschaft wichtigen Jahr wurde auch die renommierte Zeitung „Journal de Genève“ gegründet und die erste Schule für Uhrmacherei in der Schweiz eröffnet. Im Jahre 1875 werden der Sitz und die Produktion des Unternehmens nach Versoix an den Stadtrand von Genf verlegt. Im November 2010 kehrte das Unternehmen, mittlerweile in siebter Generation geführt, zurück zu seinen Wurzeln.

Zit. nach Georg Bernhardini „Der Schokoladentester“ Seite 197.

.

Favarger gibt die verarbeiteten Sorten, Herkunftsländer und Anbauregionen nicht an.

.

Diese Sorte „Lait“ von Favarger ist keine „Bean to Bar“, aber dennoch handgefertigte Hochqualität. Der französische Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Schokolade – Das Standardwerk“ vorgestellt, und erhielt vier von sechs möglichen Kakaobohnen – das ist aus hiesiger Sicht zu hoch bewertet. Aber Bernardini mag mehrere oder alle angebotenen Sorten probiert haben – während hier es einzig um die „lait“ 39% sich handelt.

.

http://www.favarger.com

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese Milchschokolade aus der französischen Schweiz ist dem Tester nicht zu dunkel. Der Inhalt der 100 g Packung wirkt frisch, ist aber wie eine Vollkonserve datiert (Fabr. 07.06. 2015; bis 07.08. 2016). Diese Datierung ist äußerst fair. Der Kunde kann sehen, wann diese Lieferung hergestellt wurde – nicht nur bis wann mutmaßliche Mindesthaltbarleit erwartet werden dürfte. Das gefällt hier sehr. Favarger’s „Lait“ wirkt als Komposition passend Fett. Man schmeckt die VOLLMILCH. Sie duftet appetitlich wie Schokolade, ist schön fein, aber die Süße! – das hat weniger Sinn, denn es ist zu viel.

.

IMG_7905

.

Die klassische 100 gr. Tafelpackung enthält die Schokoladentafel mit einem Bruchkanten-Relief oben, darauf je Stückchen der geprägte Name. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz und der Schmelz sind gelungen, dass man sie hervorragend brechen kann. Man beißt ab und lutscht. So ein Abbiss löst sich leicht auf und die Schokoladenmasse verkleistert nicht, wie es viele Gemische auf dem Kunstmarkt an sich haben. Komposition und Zubereitungs-Arbeitsgänge scheinen angemessen sein. Insgesamt dominiert eine komponierte aromatisierte Geschmacklichkeit – man hat Gerstenmalzextrakt und Vanilleextrakt, kein Lecithin – Cacao, Cacaobutter, Zucker und Milchpulver. Die Bezeichnung Vanilleextrakt garantiert nicht die natürliche Vanille und auch nicht die gentechnikfreie Einschränkung, die hier im Test angelegt wird.

.

Dabei wird auf der Rückseite durchaus mit viel Worten erklärt: Recette n 301:

39% de cacao; Lait suisse; Extrait de vanille Bourbon (das Wort naturelle wird hier vermieden).

.

IMG_7889

.

Ferner:

100% torréfié à la Manufacture; 100% ingrèdients naturels; 100% pur beurre de cacao; 0% lécithine; 0% addidtifs

.

Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von Favarger eine sehr attraktive und praktische, flache, wiederverschließbare Pappschachtel-Verpackung eines frischen Lebensmittels –

 

– kein Vakuum, keine Konservierungsstoffe – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: August 2016.

.

In schöner altweißer Außengestaltung mit geprägten und erhabenen Schriftzügen CHOCOLATS ET CACAOS FAVARGER GENÈVE 1826, dazu in taubenblauem Feld, mit dekorativem rot weiß Schweizer Kreuz und weiß und rot geschrieben: recette n 301 TABLETTE LAIT MILK extra fin extra fine; außerdem ein zierliches Wappen, beinahe ockergoldfarben. Und zu allem Luxus, in leisem Grauwert auf dem weißen Flächengrund, viel Worte um Genéve, Suisse, Chocoltas Favarger Tablettes und weiterer „Blödsinn“, ausgesprochen ansehnlich.

.

Ausgepackt findet sich die Tafel in außen knatterrot-metallisiertes beschichtetes, innen silbernes, Silberpapier, sinnvoll und damit auch noch mal gut erneut zu verschließen und äußerst schön anzusehen und gefaltet.

.

Die Werbetexte in vielen Schrifttypen und Schriftgrößen auf dem Außenkarton sind lesbar oder viel zu klein, die Bestandtteile und Nährwerte-Tabelle in Schwarz auf Weiß lauten:

.

Es heißt da: „La manufacture De Chocolats De Genève Depuis 1826“

.

Der Kaufpreis liegt mit 3 Euro 98 für 100 Gramm nicht preisgünstig. KADEWE Berlin bietet es so an.

.

recette n 301 „Lait“ von Favarger teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papierhülle in Französisch, Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Arabisch, jeweils mit dem größten Anteil beginnend:

.

Milchschokolade Zutaten: Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Gerstenmalzextrakt, Vanilleextrakt, (Kakao 39% mindestens).

.

Valleurs énérgique pour 100g: Energie 2388 kj / 573 kcal; Lipides /Fett 38 g; davon gesättigte Fettsäuren 23 g; Kohlehydrate 49 g; davon Zucker 48 g; Eiweiß 7 g; Salz 0 g.

.

Auffällig gegenüber der höchstbewerteten Spitzensorte Bonnat 55% ist der vergleichsweise geringe Eiweißanteil, kein Salz, weniger Fett, aber viel Zucker.

.

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Schokolade probeweise – sie ist ihm zu süß und nicht wirklich begeisternd.

.

Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ möglich ist. Nichts KÜNSTLICHES, stimmige Komposition. Georg Bernhardini hat es in seiner allgemeinen Empfehlung speziell hierzu eher nicht getroffen!

.

ACHTUNG: Diese FAVARGER ist nicht BIO! Diese FAVARGER ist nicht Fair Trade.

OHNE die Kennzeichnung BIO haben wir es folglich unter Umständen mit genmanipulierten und agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobohnen, Zucker, Milcheiweiß, zu tun.

OHNE die Kennzeichnung FAIR TRADE haben wir es nicht mit einem sozialverträglichen Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. Leider NEIN.

.

Georg Bernardini der Schokoladentester erwähnt diese FAVARGER in seinem Schokoladentester-Buch im Einzeltest. Er gibt den von ihm getesteten Favarger-Schokoladen 4 von 6 Kakaobohnen.

.

BERNARDINIS Fazit: „Favarger ist eine kleine Perle aus der beschaulichen Schweiz. Die Produkte haben Charakter, eine eigene Identität und sind geschmackvoll… dass Tradition manchmal auch hinderlich sein kann und diese an den modernen Geschmack angepasst werden muss. Originell ist bei den Produkten die Angabe der Rezeptnummern der neuen Rezepte auf allen Verpackungen.“

.

EMPFEHLUNG

Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_7517

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: