Werner J. Patzelt – Dresdener POLITIK-Wissenschaftler mit PEGIDA

Lichtgeschwindigkeit 6311

Vom Freitag, 26. Februar 2016

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Bildschirmfoto vom 2016-02-26 14:45:37

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Gestern brachte der von mir sehr geschätzte und seit vielen Jahren täglich benutzte DEUTSCHLANDFUNK KÖLN (keineswegs den Deutschlandradio-Berlin der SALONPERSONNAGE- selbst als Kultur signiert) eine Darstellung und Interview mit dem von mir sehr geschätzten Professor der Technischen Universität Dresden für Politikwissenschaft Werner J. Patzelt, Passauer und aus dem us-amerikanisch-münchner Soziologie-Dunstkreis, empirischer Ausrichtung.

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PRÄMISSE der DLF-Sendung war die Bekanntgabe einer sogenannten Befragung einer demnächst erscheinenden größeren Studie (386 persönliche Befragungsbefunde von Studenten mit PEGIDA-Versammlungsteilnehmern) durch den verantwortlichen Professor Patzelt und den DLF-Korrespondent Bastian Brandau.

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DLF schreibt, am 25. Februar 2016, nicht mit den Worten von Werner Patzelt, sondern vom Korrespondent Bastian Brandau, auch als Mediathek-Inhalt bei DLF.de:

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Bildschirmfoto vom 2016-02-26 14:45:21

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Bei diesem AUDIO des DLF-Brandau schleicht sich eine Irreführung ein:

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DLF behauptet, Patzelt stelle PEGIDA mit AfD gleich.

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Das ist so – als Zusammenfassung – vollkommen falsch. Und Patzelt hat es garantiert nicht gesagt (aber der DLF hat ja den O-Ton Patzelt nicht gesendet).

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Mutmaßung lautet nämlich:

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EINS: Wenn die Erklärungsnorm der Aussagen der PEGIDA-Befragten auf die Studentenfragen zuträfe, dass die befragten PEGIDA-Versammelten AfD wählen würden, hieße es dennoch nicht, dass PEGIDA gleich AfD sei. Wer weiß aber, ob die Befragten wahrhaftig geantwortet haben? Wer weiß, wie jemand, der heute eine Meinung (Erklärungsnorm) äußert, dann später tatsächlich entsprechende Verhaltensnormen verlässlich verwirklicht?

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ZWEI: Welche Wahlkampfverheißung der AfD würde denn gewünscht und dann gewählt, wenn jemand AfD wählt? Wären dass dann NEO-NAZI-Forderungen oder Anti-Islamismus-Politik? Oder wäre das die blanke Forderung nach Respekt für die Wähler der, den herrschenden BLOCKPARTEIEN gegenüber, den sächsischen PEGIDA-Versammlern bei den Blockparteien fehle?

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DREI: Patzelt hat von vorn herein eingeschränkt, dass es keine methodisch repräsentativ-empirische Erhebungs- und Auswertungsforschung ist, sondern eine analysierte Impression. Es wird keine Frage der Wissenschaftlichkeit oder der Interview-Technik usw. gestellt und beantwortet, weil die Studenten solche Erhebungsmethoden an der Dresdner Universität nicht lernen können. Dies ist keine Schmähung, sondern eine nüchterne Tatsachenfeststellung.

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KURZ: PATZELT hat nicht gesagt, was der DLF-Korrespondent Batian Brandau daraus gemacht hat: Brandaus Text also:

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Die Pegida-Studie „Wir sollten begreifen, dass Pegida und AfD dasselbe sind“ – (Anm. D.M. ist eine Falschdarstellung des DLF-Reporters Brandau. Das hat PATZELT so nicht gesagt und nicht gemeint.)

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Studierende der Universität Dresden haben 368 Teilnehmer einer Pegida-Demonstration zu ihren Ansichten befragt. Das Ergebnis: 80 Prozent würden AfD wählen, 19 Prozent sind rechtsradikal. Viele Studierende wurden während der Demonstration angepöbelt, jeder Fünfte berichtete von körperlichen Übergriffen.

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Willkommen waren sie dort offenbar nicht: 67 Prozent der Studierenden wurden nach eigenen Angaben angepöbelt, 22 Prozent berichteten von körperlichen Übergriffen.

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Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt, der die Umfrage vorstellte, sieht leichte Radikalisierungstendenzen bei Pegida – allerdings nicht zum Rechtsradikalismus, weil 74 Prozent der Befragten die Demokratie weiterhin für vorteilhaft hielten, berichtete Brandau. „Aber man muss wissen, dass der rechte Rand sich oft weigert, zu antworten“, betonte der Sachsen-Korrespondent. Aus den Antworten der Demonstrations-Teilnehmer schließt Patzelt den Angaben zufolge, dass 19 Prozent rechtsradikal seien und von denen sechs Prozent rechtsextrem.“

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Dietmar Moews meint: Werner Patzelt kennt die Lage und sie sozialen Kräfte in der Dresdner Öffentlichkeit sehr gut. Ich kann das – als fast neun Jahre als Künstler und Soziologe in Dresden lebender Wissenschaftler – bestätigen.

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Patzelts Stellungnahme zur aktuellen Befragung bedeutet:

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EINS: (Das hat DLF-Brandau gar nicht kapiert) Das aus der aktuellen Befragung (Januar 2016 in Dresden) deutlich werdende Vorstellen der PEGIDA-Befragten, voraussichtlich AfD zu wählen, ist vor der Hand der Ausdruck von PROTEST gegen die herrschenden PARTEIEN.

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ZWEI: Die Argumente und Gründe, Motive und Zielsetzungen für eine AfD-Wahl durch einen PEGIDA-Sympathiesanten sind

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nicht Ineinssetzung der Vortragsinhalte der AfD-Reden oder

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der AfD-Handzettel und Partei-Programmtexte – auch

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nicht die Annahme, dass die AfD-Argumente gültig seien, noch,

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dass die PEGIDA-Versammelten all das glauben oder für wahr halten, was AfD-Kandidaten öffentlich verkünden, noch,

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dass so ein PEGIDA-Wähler erwartet, dass AfD im Parlament umsetzen könne, was versprochen wird.

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PATZELT sagte O-Ton (Fernseh-Interview-Notat aus dem Gedächtnis):

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Die meisten PEGIDA-Versammlungsteilnehmer gehen da hin, weil sie sich nur dort treffen können, zusammen mit anderen Unzufriedenen, Opposition und Dissidenz zu demonstrieren, ohne persönlich alleine eine öffentliche Aufmerksamkeit zu riskieren.

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PATZELT verglich wörtlich mit einem unterklassigen Fußball-Punktspiel. Da gehen die Vereinsanhänger hin, hören und sehen zu, nicht weil sie da Alles gut finden, nicht, weil die eigene Mannschaft aufsteigt oder gewinnt oder gut spiele, sondern manchmal freut man sich, wenn was GUTES vom Redner gesagt wird, dann brüllen alle im CHOR: HIPP HIPP Hurra – MERKEL WEG WEG WEG.

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Hätte der DLF-Brandau den Professor Werner Patzelt um Aufklärung gebeten, wie substantiell und materiell und sozia-psychologisch zwischen PEGIDA und AfD, zwischen Wählerverhalten, Demonstranten und Parteimitgliedern zu unterscheiden ist, hätte er das kommende Semester bei Patzelt an der Universität belegen können.

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Keinesfalls hätte PATZELT gesagt, die Befragungen zeigen: AfD und PEGIDA sind identisch, seien gleichsetzbar, die Begriffe hätten synonyme Bedeutung – KEINESWEGS.

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Patzelt hat der CDU in Sachsen nahegelegt, sich mit den Klagen der PEGIDA-versammelten einzulassen und eindeutig KRITIK anzunehmen und umzusetzen, wo es Transparenz-Schwächen, Propaganda und Lügenpresse, wo es Verantwortungsauslagerung nach Berlin, nach Brüssel, nach Washington gibt, sofern die Basiswähler damit überhaupt nicht einverstanden sind, weil sie Selbstbestimmung und deutsche Souveränität wünschen.

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Dr. Dietmar Moews meint: es muss Schluss sein mit der Abstempelung als NAZI und MOB, sofern Kritik ignoriert wird, statt dass die Parlaments-BLOCK-Parteien um Basisorientierung und Transparenz sich bemühen:

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Waffenhandel, Atomendlager, Bankenfinanzierung, Uli Hoeness/Gustl Mollath usw. massenhaft Willkür und massenhafter Ausfall der Lügenpresse, hier die unabhängige fünfte Gewalt in der freien demokratischen Grundordnung zu bilden.

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Es ist doch selbstverständlich, dass hierbei zahlreiche ehrenhafte Publizisten von dieser LÜGENPRESSE-Kritik nicht gemeint sind, aber dennoch zu Unrecht jetzt betroffen sind. Es spiegelt tatsächlich die zersetzte personelle Situation bei den Redaktionen wider. Wobei die Kommerziellen noch schlimmer sind als die Staatlichen, wo immerhin noch Redakteurs-Diskussionen stattfinden können.

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Heute nachmittag brachte ein jüngerer DLF-Sprecher, PAUL, den Mut, über NSU und V-Leute im DLF zu berichten und zusammenzufassen: Die Aufklärung muss weiter gehen. Man könnte von sehr vielen PEGIDA-Versammelten – wenn man es anständig fragte, Vorschläge zur Rettung von Flüchtlingen in Not erfragen – nicht nur diese dümmliche, wichtigtuerische „Die Schienen in Auschwitz liegen noch“.

 

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