Beltracchi „Der Meisterfälscher portraitiert Emil Steinberger für 3sat

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vom Samstag, 13. Februar 2016

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Wolfgang Beltracchi, der Kunst-Betrugs-Prominente wird jetzt vom Deutschen Staatssender 3sat zur Unterhaltungsprominenz genutzt:

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Zweite Staffel.

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Man lässt Beltracchi (63) mit unterhaltsamen Prominenten posieren. Sie reden, hier der wunderbare Schweizer Emil Steinberger (83), und erzeugen den Eindruck, als malte der Maler Portrait, während man sich sympathisch unterhält.

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Nun geht die preisgekrönte Serie «Der Meisterfälscher» in die zweite Runde. Die Gäste der neuen Staffel sind Niccel und Emil Steinberger, Katarina Witt, Hape Kerkeling, Annette Dasch und last but not least Otto Waalkes.

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Die Szenerie ist angeblich ein früheres Landbesitzhaus „der Beltracchis“, nahe Montpellier in Südwestfrankreich. Mal malt man drinnen, mal malt man draußen. Auch Frau Steinberger kommt mit aufs Bild. Und Beltracchi hat natürlich seinen Fotoapparat dabei, denn man konstruiert das Portrait nicht vor den 3sat-Kameras, sondern unbeobachtet zu hause in Montpellier.

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Über die Leinwand die im Querformat ca. 75 cm hoch und 100 cm breit ist, die steht auf einer kleinen Klappstaffelei, über die Farbe, die Pinsel, die Malmittel oder den Geruch, die Trocknungszeiten wird gar nichts erwähnt. Beltracchi hat bereits mit seiner Ehefrau zu hause vorgearbeitet – im Stile des unbekannten, angeblich „teurer als Picasso“, französischen Portraitmalers, der weder Emil noch Emils Ehefrau bis dahin bekannt war. Diese Herausforderung, im Stile dieses Unbekannten selbst schöpferisch zu schöpfen, ist natürlich gewitzt. Was wissen denn 3sat Zuschauer? und was interessiert die? Der habe damals 5000 für ein Bild bekommen. Da sagte auch Emil, das war wirklich eine Menge. Es sei:

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im Stil Joaquin Sorollas.

Sorolla war Anfang des 20. Jahrhunderts der bestverkaufende Maler Europas. Renoir oder Monet kann man neben ihm getrost vergessen. Zumindest was den finanziellen Erfolg betrifft, war der Spanier damals allen überlegen. Wenn er ein Bild verkaufte, konnte er dafür den Gegenwert einer stattlichen Villa kassieren, sagt die Legende. Jedenfalls malte er im staatlichen Auftrag in Washington ein Portrait des damaligen Präsidenten Taft – dazu gehört schon ein gesellschaftliches Anerkanntsein eines Spaniers in America.

Man nannte Joaquín Sorolla den «Maler des Lichts», weil er wie kein Zweiter die zauberhaften Lichtstimmungen unter der südlichen Sonne zur Geltung brachte:

ACHTUNG DEMNÄCHST: ab 4. März 2016 Ausstellung in der Münchner HYPO-Stiftung mit Malerei von Joaquin Sorolla

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Das Alles wurde in 3sat heute, 13. Februar 2016, nicht gezeigt – das Licht ist in der 3sat-Fälschung nicht da, obwohl die Sonne schien.

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Später wird das fertige Bild der Steinbergers in Basel überreicht.

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Es ist bei der 3sat-Unterhaltung nicht die Erzählung der verirrten Kunstorganisation im kapitalistischen WESTEN von heute. Es zeigt nicht den Absturz der irregeführten Künstler – wovon der deutsche Staat alljährlich etwa 10.000 Ausgebildete in einen wirtschaftlichen Blindflug starten lässt, für die es keinen Landeplatz gibt:

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Durch verirrte Kunstorganisation und durch Falschkunst für Hochpreise:

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Engel bringt Gewünschtes“.

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Dem Leser dieses (kunstsoziologischen) Bezuges zum Stichwort „Beltracchi“ (in einem staatlichen Kunstbetrieb von 3sat dümmlichst verbreitet) oder zum Reizwort „Kunstfälschung“ – dahinter stecken dann Anmutungen von Betrug, Kriminalität, Schattenwirtschaft – anhand einer aktuellen Meldung „Giacometti-Fälscher: Millionen ergaunert“ (dpa am 1. Juni 2015) ist eine wertende Fachmeinung des Malers, Künstlergelehrten und Organisationssoziologen anzuknüpfen – die Nachricht lautet in Kürze:

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Wegen Hunderter gefälschter Giacometti-Skulpturen stand ein Bildhauer vor Gericht. Der 56-Jährige gilt als künstlerischer Kopf einer Bande, die mit wertlosen Metall-Skulpturen in Deutschland Millionen gemacht hat. Laut Anklage geht es um einen Schaden von acht Millionen Euro. Es habe Pläne gegeben, mit Fälschungen weitere 50 Millionen Euro zu erzielen.

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Der als Kunst- und Urkundenfälscher verurteilte und eine Gefängnisstrafe absitzende Maler Wolfgang Beltracchi (63) wurde erneut gezeigt, wie er für eine TV-Kleinserie Modelle in Essig und Öl und Ei auf Leinwand portraitiert:

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Wolfgang Beltracchi hat die Möglichkeit als Portraitmaler für 3Sat als Hauptdarsteller mitzuwirken angenommen und so ist es geworden:

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Der interessierte 3Sat-Zuschauer erhielt in der ersten Folge dieser Beltracchi-Show Arbeitsschritte vorgetäuscht, wie der Maler angeblich arbeitet – nur gezeigt wird es nicht: Wie ein Wunder sehen wir plötzlich eine feine Portraitvorzeichnung, aber nicht, wie die entstand. Nun pinselte Beltracchi die Linien nach. Nun, mit Emil Steinberger, das gleiche Spiel.

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Der erste Blick auf das Bildformat zeigt bereits eine fertige Vorzeichnung des Gesichts.

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Der Maler beginnt hier also mit dem Nachpinseln der Konturen der Zeichnung. Warum er das überhaupt macht, wird nicht gesagt, aber auch nicht verständlich. Denn das Ganze wird ja dann übermalt. Er hätte ebensogut die Vorzeichnung ausmalen können, statt die Zeichnung nochmal mit dünner Farbe nachzufummeln. Soll wohl für den Fernsehzuschauer der Eindruck entstehen, es entstünde wie von Zauberhand das Zauberportrait.

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Beltracchi sagt für sich als Fälscher: „Ich kann Alles – mir ist Nichts zu schwer.“

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Ein Gespräch zwischen Goethe und Winkelmann kann nicht annähernd tumb verlaufen sein. Doch die KULTURINDUSTRIE verändert nicht nur die oberflächliche Wegwerfkunst von heute, sondern auch die kulturindustrielle Darbietung einer Kunstfälscher-Verhackstückung per 3sat, deutsches Dienstklasssen-TV.

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Immerhin sagt der Off-Sprecher erklärend:

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Ein Meisterfälscher ist kein Kopist. Kopieren ist viel schwieriger als im Stile von dem und jenem ein neues Bild zu machen. Da muss dann nur die Signatur und das Drum und Dran „historisch“ täuschend sein. Beltracchi behauptet also: Ich kann jeden Maler nachmachen.

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Und der OFF-Sprecher betont: Immerhin ist Beltracchi eine Jahrhunderterscheinung, denn er kann als einziger Malerstile über den geschichtlichen Zeitaum von 400 Jahren vortäuschen.

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Die 3sat-Reihe Staffel 2 hat nun aber nicht gezeigt, dass Beltracchi, außer den Kindermalern des zwanzigsten Jahrhunderts andere Stile, mehr als Laientäuschung auszuführen, nichts hinkriegt. Und damit kommen wir zum Schluss.

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Dietmar Moews meint: Erstaunlich, wie wenig man den Zuschauern an Kunst und Malereiverständnis und Malereiinteresse und Kunstfälschmetier zutraut.

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Erstaunlich, wie wenig hier die Möglichkeit benutzt worden ist, regelrecht vorzuführen wie Beltracchi sein Publikum vorführt:

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Als abschließend, ganz kurz: Wer heute als Restaurator ausgebildet wird, muss zur staatlichen Prüfung eine Meisterwerk-Kopie selbstständig ausführen. Die muss vom Ausdruck und von der Werktechnologie Gültigkeit beanspruchen können.

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Das kann Beltracchi nicht. Das versucht er auch gar nicht. Er kann also nicht Zaubern, sondern er hat sich in Primitivstilen der Moderne eingeübt, Trickzauber vorzumachen.

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Das heißt, nicht seine Malerei ist meisterlich oder täuschend verwechselbar gut. Sondern Beltracchi macht das, was dazu führt, dass seine Verkaufspromotoren den Käufern ein solches Beltracchi-Werk als ein „Botticelli“ abnehmen.

 

In dieser Fernseh-Reihe „Der Meisterfälscher“ werden Bilder so vorgemacht, dass es ein Laienpublikum, das die Originalmeister nicht kennt, sondern ebenfalls die Kunst-Bildbände zuhause anschaut, sofort sagt: ja, Botticelli, ja Cranach, ja de Chirico, ja Beltracchi, zauberhaft.

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Auch sehr sympathisch ist dann der Beltracchi, der ständig über die Arbeit stöhnt, die Strichelei, die Altersweitsichtigkeit, die langweilige Trocknung mit dem Elektroföhn – er macht auch noch während und nach seiner Gefängniszeit als Bandenbetrüger weiterhin Max-Ernst-Gemälde auf Bestellung der nachfragenden Max-Ernst-Interessenten.

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Nicht gesagt wird, dass Beltracchi natürlich jede Woche fünf Max Ernste machen kann, lässt er die Fälschung der Max Ernst-Signatur weg, und übergibt die Replik dem „Liebhaber“ (hat womöglich noch für die Röntgenkriminalisten eine Beltracchi-Signatur in die Untermalung / Eitemera unter Öl-Tempera unsichtbar eingefügt), dann könnte Folgendes passieren:

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Der Liebhaber hat gerade ein Geldproblem, macht mal eben eine Max Ernst-Signatur auf den unsignierten Beltracchi und gibt die Max Ernst-Wandaktie an eine begehrlichen Schwarzgeld-Käufer ab.

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Dies ist nunmehr die neue Variante der Kunstfälschung (die übrigens historisch belegt ist: Man signiert einfach nachträglich – man erlässt Beltracchi die Falschsignatur (er muss nur den Matisse malen) – für die Provenienz, die Zertifikate und die Signatur sorgen die Mittelsleute. Während der Käufer auch gar nicht die Echtheit anzweifeln möchte, sondern einen äußerst preisgünstige Matisse erwirbt – Geldwäsche auch so.

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Werke des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti (1901-1966) werden auf dem Kunstmarkt hoch gehandelt. Seine Bronzefigur „Zeigender Mann“ wurde im Mai für rund 141,3 Millionen Dollar versteigert und stellte damit einen Rekord der teuersten je versteigerten Skulptur auf.

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Das Landgericht Stuttgart hat in dem Fall bereits fünf Urteile gefällt: Die beiden anderen Köpfe der Bande erhielten Haftstrafen von jeweils mehr als sieben Jahren. Der Bildhauer war in Thailand untergetaucht. Das Landgericht hat sieben weitere Termine terminiert.“

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Was ist nun also mit der Kunst?

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Was ist mit den Künstlern?

 

Was ist mit den Kunstkonsumenten?

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Wie hängt Kunstinteresse, Kunstgeschäft und Kunstqualität zusammen?

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Dietmar Moews ist selbst Berufskünstler und Künstlergelehrter.

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Im Fremdbild, mit Blick der Gesellschaft auf Dietmar Moews, gehört Dietmar Moews der Berufsgruppe „Künstler“ an – das ist eine fiskalische Zuordnung.

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Zugleich gehört Dietmar Moews im Fremdbild der Gruppe „zeitgenössische Künstler“ an, deren Kennzeichen die anerkannte Produzentenrolle im gesellschaftlichen Kunstprozess ist.

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Betrachtet man nun den empirischen zeitgenössischen Kunstprozess, so liefern Künstler, in der „Produzentenrolle“ in den zeitgenössischen Kunstprozess hinein „Kunstwerke“. Die „Kunstwerke“ stehen im Mittelpunkt des „Kunstprozesses“, den „Kunstkonsumenten“ zum Kunstgebrauch bereitgestellt. Durch die Kunstwerke im „Kunsterlebnis“ stehen Kunstkonsumenten (Publikum) und Kunstproduzenten in einer sozio-kulturellen Beziehung – im „Kunstprozess“, in der Mitte das Werk..

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Es ist zweifellos leicht zu erkennen, dass es dabei um unterschiedliche Rollen im Kunstprozess geht, um Produzenten und um Konsumenten. Und es geht also eindeutig um einen durchaus sozialen „Werkbereich“, unterschieden vom „Wirkbereich“ der Kunstwerke im Kunsterlebnis.

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Wie sind diese greifbaren Sachverhalte einzuorden, wenn es auf möglichst freie lebendige Kunsterlebnisse, sowohl der Kunstkonsumenten wie der Kunstproduzenten ankommen soll. Jedenfalls sind dies die Werte, „Freiheit“, „Pluralität“, „Zugang und Teilnahme“, Demokratie, Zivilität, Selbstbestimmung, staatliche Bildungsorganisation und Kulturhoheit der Bundesländer, Kulturgestaltungsmacht des Bundes und Allzuständigkeit der Städte und Gemeinden – der Kompetenz-Generalklausel der Basisdemokratie, der Lokalpolitik, der Selbstbestimmung und der Dezentralität.

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Man muss diese sämtlichen Werte dem Alltagsmenschen, der nicht Staatswissenschaftler ist, mal versammelt vor Augen führen, um aufleuchten zu lassen, wenn es einfach heißt „Freiheit der Kunst“ (§ 5 GG).

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Dietmar Moews meint: Ich versuche das gegenwärtige „Beltracchi / Giacometti“-Thema – durchdrungen und auf die soziale Wirklichkeit von uns allen entschlüsselt – auf den entscheidenen Punkt zu bringen und stelle das zusammenfassende FAZIT hier voran:

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FEHLER – wenn wertorientiert kultiviert entschieden werden sollte – ist:

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Solange unechte Werke von professionellen Artmen (Salonpersonnage) zu echten Werken erklärt werden –

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solange unechte Künstler (Salonpersonnage) als echte Künstler durch den Kunstbetrieb gehyped werden –

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solange also nicht die Kunstqualität eines jeden Werkes an dem Werk objektiv abzulesen ist, tritt der längst obsolete Blödheits-Effekt ein: „Des Kaisers neue Kleider“.

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Wir wissen, der Kaiser ist nackt – alle Menschen heucheln Lob über neue Kleider, die der nackte Kaiser gar nicht trägt, nur ein Kind sagt: Der Kaiser ist ja nackt.

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Es hat also keinen Sinn, gegen teuere Versteigerungslose oder hohe Kaufpreise zu sein.

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Es hat also keinen Sinn, wenn ein Kunstinteressent einen DALI kaufen will. Er wendet sich an seinen Agenten oder Händler. Der sucht die bekannten Sammler, die aktuellen Auktionskataloge, das Insiderwissen ab, wo wer, ob da wer DALI verkaufen möchte – man habe einen potenten Kaufinteressenten an der Hand. Und wenn dann jemand nach dem Motto

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Engel bringt Gewünschtes“ (Hans Platschek) ein DALI-Ölbild bringt, dann sind schließlich alle froh. Wer wollte dagegen was haben? (Dietmar Moews hat sehr viele DALI-Gemälde und unzählige Grafiken gesehen und sagt, NEIN DANKE – meist schlecht gemalte linkische Leinwände, oft langweilige unechte Blätter) – aber, was geht es mich an, wenn sowas jemand gerne kaufen möchte.

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Das Drama setzt konkret bei der miesen Qualität schlechter unechter Künstler an. Wenn Schrubber-gerakelte 6-Meter-Flachware von Gerhard Richter nicht vom Estrich einer Messebau-Firma im Akkord sich unterscheiden lässt.

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Sowohl Wolfgang Beltracchi bringt lediglich schlechte Namen, deren schlechte Malerei er „sinngemäß“ variiert. Man wird von Beltracchi keinen bedeutenden „Picasso“ oder „Matisse“, Monet oder Manet sehen, sondern all das Gesoße, das bei der Galerie Thomas aus München noch frischklebrig auf den Kunstmessen erscheint – einer bei Thomas sogenannten „Klassischen Moderne“, große Namen, unbekannte schlechte Sowie-Gemälde im preisgünstigen Geldwasch-Segment (sehr beliebt „Jawlenski“, „Blauer Reiter“, „Max Beckmann“, schlechte „Liebermanns“ (Max Libermann war ein sehr guter Maler), Delauney, Emil Nolde, Seifert-Watenphul, Campendonck – ja natürlich – schon die Geschwister von Alberto Giacometti haben bereits zu seinen Lebzeiten mit dem Ausbau der schlechten Figuren sich ins Geschäft gebracht. Das sind natürlich keine Skulpturen (Bildhauerei vom Material heruntergeschlagen), sondern es sind Güsse, Abgüsse, Schmiedetechnik, geschweißtes Metall oder Bronze-Güsse Plastiken über verlorenen Formen.

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DIETMAR MOEWS aus der Legende der Heiligen Ursula

DIETMAR MOEWS
aus der Legende der Heiligen Ursula, nach Vittore Carpaccio, Venezia

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Die Giacometti-Lieferanten wie auch Wolfgang Beltracchi liefern, was Käufer wünschen.

 

Der Kunstbetrieb und die riesige Schar unechter Künstler, die Kunst von Pseudokunst gar nicht zu unterscheiden wissen – die auch nur auf dieser billigen Schiene selbst als „Künstler“ im Kunstbetrieb und in der Künstlersozialversicherung und in den Künstlerverbänden und sogar schon bei den Studienbewerbern herumhängen, sind der harte Grund dafür, dass es heutzutage möglich ist, schlechte Kunstfälschung am Markt durchzusetzen.

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Der Clou sind die Artmen und Salonpersonnage, die oft als studierte „Kunstwissenschaftler“ keine Kenntnisse aber Verwaltungsposten und Parteiengschaftlhuber kennen: denn diese setzen sich gegenseitig in die sogenannten „hochkarätigen“ Kunstgremien. Diese unechten Künstler sorgen dafür, dass unechte Kunst hochgepreist und in die staatlichen Kunstbezeugungs-Plätze, Biennale, Documenta, Museum Ludwig, „Guggenheim usw, durch die WESTKUNST-Welt gekurbelt werden.

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Dann – hoch gelabelt, hochgepreist, in die wichtigsten Museen geliehen und geschenkt (der schlechte ERNST WILHELM NAY) – kaufen Investoren „Wandaktien“ , deren Werthaltigkeit der syndikalisierte Markt des „ersten Kunstmarkts“ die Verkäufer garantieren (einschließlich Rückkaufoptionen / s. Achenbach).

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Schluss: Nicht Beltracchi oder Giacometti machen was falsch – sondern der Staat organisiert eine verirrte Kunstorganisation in der im Kunstberuf in allen belangen Laien und Nichtskönner die begehrliche Mehrheit als Salonpersonnage bilden.

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Während früher Salonkunst dazu diente, dass vor den Werken gesellschaftsrelevante Abendveranstaltungen stattfinden konnten – Salonkünstler waren zur Belustigung da („der röhrende Hirsch“ – den musste immerhin jemand malen können) – kümmert man sich heute eben um die Qualität der gemalten „Hirsche“ nicht (warum auch), sondern hat statt Salonmaler oder Salonkünstler nunmehr (professionelle) Salonpersonnage, die sich als unechte Künstler mit unechten Machwerken im Kunstbetrieb verankert haben.

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DIETMAR MOEWS und PETER JANSSEN in der Stadthalle Hannover vor dem "Agavenstrand"

DIETMAR MOEWS und PETER JANSSEN in der Stadthalle Hannover vor dem „Agavenstrand“

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Darüber stimmt nun die steuerzahlende Wählermehrheit täglich ab, wenn die lustigen 1:30 min in der Tagesschau kommen, wo Gerhard Richter sagt: „Ich finde die Preise sehr hoch“ – oder Schlingensief sagte „Ich bin wichtig“ oder Beltracchi, der sagt: „Ich kann jeden Maler“. Man kann das prüfen: Beltracchi kann leider nur die grobe Schlechtware (egal, wenns gekauft wird) und für Giacometti fehlt ihm die Kundschaft – das könnte Beltracchi auch hinkriegen.

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Was sollte Dietmar Moews dagegen haben, dass jemand Giacometti sofort erkennt, wenn er die neue Kunstmesse betritt. Was spricht dagegen, dass jemand anderes sofort Micky Mouse und Donald Duck erkennt, weil Walt Disney völlig legitim seine Kundschaft beliefert.

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Von Kunst hätten wir mit Beltracchi, Giacometti und dem neuen Kölner Ludwig-Leiter Yilmaz Dziewior nichts zu reden und mit dem ganzen Beuys-Gerümpel auch nicht, wenn der Biennale-Leiter von Venedig nicht „Das Kapital“ von Karl Marx vorlesen ließe, von vorne bis zur letzten Seite – aber er selbst hat von dem Inhalt keine Ahnung. Und niemand wird sich die Vorlesung monatelang anhören. Es wird durchgezogen, wie die MEW-Bände ungelesen in den Grüften der SED-Haushalte unaufgeschnitten vergammelt sind.

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UNSERE WOHLHABENDE GESELLSCHAFT verzichtet auf die sistierfähige Übernahme der Verantwortung dafür, heute, als „Demokratie“, die jetzt anstelle der historischen Vorgänger, Kunstbesteller, Kunstentscheider (auch der Kirche und Kulturreiter anderer Kulturherrschaften) die Kunstqualität zu sichern und echte Künstler berufen, die hochbegabt sind und das Billige, Zufällige und Chaotische vom menschengemachten Wunder unterscheiden können.

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