Schoki-Test mit Berger VOLLMILCH-SCHOKOLADE mit Mandel-Marzipan-Fülle

Lichtgeschwindigkeit 6147

Vom Samstag, 2. Januar 2016

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Dietmar Moews meint:

Hat niemand mehr Lust, mit mir in ein Panorama zu gehen?“

(Max Brod „Über die Schönheit hässlicher Bilder“ 1913)

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Ich probierte eine österreichische Berger VOLLMILCH-SCHOKOLADE mit Mandel-Marzipan-Fülle 100 Gramm, 35% Kakao mindestens, vertrieben von Berger Feinste Confiserie GmbH, Schokoladenweg 1 A-5090 Lofer. Hersteller, Herstellungsart und Herstellungsort sind auf der Packung nicht mitgeteilt.

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Kurz vorab: Dieses helle, gefüllte Milchschokolade-Gemisch ist nicht besonders fein, aber höllisch süß. Sie ist mit 6 EURO für 100 Gramm bei Amazon viel zu teuer. Sie ist insgesamt viel zu süß und fett, ohne Kakaogeschmack.

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Das Unternehmen Berger tritt mit einer nervigen überhaupt nicht zielführenden Web-Seite www.confiserie-berger.at auf, ohne Such- und Findefunktion, ohne Preisangaben aber mit einer läppischen Musik, die bei jedem Click abbricht und neu beginnt. Danach lautet das Selbstdesign:

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Wie bei einigen anderen Erfolgsstories begann auch hier alles in einer Garage. Dort haben sich Hubert und Christine Berger im Jahr 1994 mit viel Herz auf die Herstellung von Edelpralinen und süßen Kunstwerken spezialisiert. Die Intention war klar: Wir überzeugen mit ganz besonderer Qualität.
Der Rest ist Geschichte. In der Zwischenzeit ist aus dem ursprünglichen Zwei-Mann-Betrieb eine namhafte Confiserie geworden, die nicht nur die eigenen Geschäfte sondern auch den gehobenen Facheinzelhandel mit exquisiten Köstlichkeiten beliefern.

1994 – Gründung von Berger Feinste Confiserie

2001 – Eröffnung der Filiale Saalfelden

2003 – Eröffnung der Filiale Salzburg

2007 – Erweiterung der Confiserie in Lofer

2008 – Eröffnung der Filiale St. Johann im Pongau

2009 – Neubau der Chocolaterie in Lofer

2012 – Erweiterung der Confiserie in Lofer

2013 – Eröffnung der Filiale Salzburg Kaigasse“.

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Die weiteren blumigen Selbstkennzeichnungen auf dieser Webseite sagen zur Herstellung:

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… Berger Feinste Confiserie werden in Handarbeit viele kostbare kleine Schätze hergestellt. Die wertvollen Rohstoffe für die einzigartigen Preziosen: hochwertige Schokolade, cremiger Schlagrahm, fruchtige Marmeladen, würzige Kräuter und edle Brände. In den Händen der Chocolatiers sowie Bonbon- und Konfektmacher werden aus diesen exklusiven Zutaten Meisterwerke, die das Leben versüßen: köstliche Pralinen und Oberstrüffel, knackige Schokoladetafeln und duftende Trinkschokolade….“

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Sorry Mister, Sie werden schon wissen, warum die enormen Zucker- und Fettanteile nicht angegeben werden – wer weiß woher Sie Ihre Couverture beziehen. Das angebliche Knacken haben Sie vermutlich bei einem Lagerfeuer gehört.

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Diese Sorte von Berger ist eine irgendwo gefertigte braune Süßigkeit. Als Hersteller nennt Bernardini den österreichischen Berger und gibt alsdann dem Berger als Hersteller in seinem Georg Bernardini Schokoladen-Almanach „Schokolade – Das Standardwerk“ drei von sechs möglichen Kakaobohnen. Bislang lag Bernardini bei all meinen Testsorten nicht so fern, wie hier mit dieser Berger gefüllte Vollmilch-Schokolade 35% Kakao, die für mich eine überteuerte Süß- und Fetthölle ist.

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http://www.confiserie-berger.at

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese mind. 35 % Kakao-Milchschokolade ist mir zu hell, schmeckt weder nach Kakao und übrigens die höllisch süße Füllung ist auch ohne Mandelgeschmack. Das Sodbrennen beginnt bereits vor der Speiseröhre. Dies Vollmilch-Mandel-Marzipan knackt nicht, aber schleimt. Die weiteren Aromen, ob das künstliche natürliche Vanillearoma, Mandelaroma, Sorbit, Sojalecithin als Emulgator, zählt der Tester diesen höllischen Berger-Kleister dafür geeignet, den grauen Squirrels im Central Park, die aus den Waste Boxes fressen, den Haarausfall zu machen.

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Die klassische 100 gr. Tafelpackung im modischen, flachen CD-Format enthält die Schokoladentafel mit einem Bruchkanten-Relief oben, darauf ein geprägtes größeres Mittelteil mit dem Schlagwort Berger. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz und der Schmelz sind gerade so weich, dass man sie noch brechen kann. Man beißt ab und lutscht, aber die Schokoladenmasse verkleistert, wie es viele Billig-Schoko-Süßigkeiten und -gemische auf dem Kunstmarkt an sich haben.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von Berger eine schicke, dekorative „CD-Papp-Schachtel“, die wiederverschließbar ist. Innen in einer Art Pergament-Verpackung eingeschlagen – kein Vakuum – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: 05.05. 2016.

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Eine sehr schöne Packung in grau-ocker und beige Tönen, eine Fotorepro-Kostprobe und der Firmenname in goldfarbiger Kunstschrift auf weißem Karée.

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Wer keine Internetzinformation hat, weiß und erfährt rein gar nichts von Berger, auf der Produktverpackung.

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Es heißt da allenfalls: „Reinste Heumilch aus der Region wird für die Herstellung unseres Schlagobers verwendet“- und man weiß aber nicht, welche Region und nicht, welches Schlagobers.

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Die frischgeöffnete Berger Schokolade riecht muffig.

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Der Kaufpreis liegt mit 6 Euro für 100 Gramm viel zu hoch. Aufmachung und Verpackung sind hochwertorientiert. Die innere Papier-Aufmachung ist nicht so schön wie feine Silberfolie wäre.

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Berger VOLLMILCH-SCHOKOLADE mit Mandel-Marzipan-Fülle, 35 % Kakao teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in Deutsch, mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Zutaten: Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Schlagobers (Sahne), Kakaomasse, Glukosesirup, Mandeln, Aroma, Sorbit, Emulgator: Sojalecithin, natürliches Vanillearoma, Kakao: 35 % mindestens.

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Eine Nährwertanalyse oder Tabelle bietet Berger nicht. Salz wird unterschlagen – ist aber sicher mit drin.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Schokolade nicht. Denn sie ist mit 6 Euro für 100 Gramm lediglich bemerkenswert kostspielig.

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Georg Bernardini der Schokoladentester erwähnt diese Berger in seinem Schokoladentester-Buch im Einzeltest nicht, aber gibt den Bergers als Chocolatiers generell drei von sechs Kakaobohnen.

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