Pflegenotstand im STAMOKAP

Lichtgeschwindigkeit 5818

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vom Montag, 17. August 2015

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Pflege nach Georges de la Tour, Nachahmung von Dietmar Moews gemalt, Öl auf Leinwand 145cm / 97cm

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Wirtschaftskrieg? – Wirtschaftskrieg im Staatsinnern ist Bürgerkrieg:

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Eine empirische makro-organisationssoziologische Analyse und Empfehlung:

EINS: Der Pflegenotstand ist ein MORAL-Notstand der Entscheider. Es ist die moralisch impotente Führung und Fühlung durch die Pflegeentscheider

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ZWEI: Die vorhandene Organisationsstruktur der heutigen Pflege weist bei gleichen Bedingungen sehr gute Pflegeheime und katastrophale Folterheime auf.

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SCHLUSS: Nicht die Struktur, sondern die Funktion resp. die böse Funktionalisierung in den Katastrophenanstalten ist die Hauptursache für den Pflegenotstand.

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Deutschlandfunk am 17. August 2015, KONTROVERS vormittags zum Thema:

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Droht ein Pflegenotstand?“ – hätte heißen müssen „Pflegenotstand im Staats-Monopol-Kapitalismus (STAMOKAP)“ und betrifft die aktuelle Katastrophe in der regulierten Organisation der Pflege für „Alte, Demente, Pflegebedürfige“.

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Gesprächsleitung: Tobias Armbrüster

Gesprächsgäste:

Claus Fussek, Sozialpädagoge und Buchautor

Erwin Rüddel, CDU, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit

Elisabeth Scharfenberg, Bündnis 90/Grüne, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit

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ZUR LAGE: Aktuell gibt es einen enormen Anstieg der Pflegebedürftigenanzahl – starke Altersjahrgänge und veränderte Familien- und Arbeitswelt der Kinder.

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Die staatlich organisierten Direktiven – überwiegend durch starke Finanzierung von kirchlichen Trägern im Gegensatz zur unterfinanzierten häuslichen Pflege sowie die völlig versagende Bsirske-Gewerkschaft Ver.di –  sind die Voraussetzungen dafür.

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Die Pflege in Deutschland wird aufgrund und infolge der staatlich regulierten Finanzierung und des unmoralischen Kontrollpersonals weder vom Bedarf her „von selbst“ noch vom Markt eine Besserung erfahren:

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Wenn auf einer Nachtwache allein zwei ausländische, nicht der deutschen Sprache mächtige Nachtwache-Pfleger die Schicht für 120 Pflege-Invaliden tragen müssen -. während zwei Sterbende die unmittelbare Betreuung brauchen – hat man ein konkretes Bild des staatlich organisierten Elends in der Pflege: Denn während den Sterbenden geholfen werden muss, rufen118 unversorgte Pflegepatienten gleichzeitig in verschiedenen Sprachen nach Hilfe durch die Nachtwachen. Muttersprache ist hierfür nicht das passende Wort. Gestorben wird täglich“

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Die heutige Pflege im organisationspolitischen Raum hat VIER AKTEURE

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– die betroffenen Pflegefälle selbst und ihre Angehörigen treten in der Katastrophe nicht in ihre Verantwortung ein, sie sind die Schwächsten und – versagen, sich politisch nachdrücklich zu artikulieren. Am lautesten sind noch die häuslichen Pfleger, denen es aber an gemeinschaftlicher Kommunikationsarbeit mangelt.

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EINS Die phamazeutische Industrie-Lobby wollen das Geld

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ZWEI Die Ärzte-Lobby wollen das Geld

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DREI Die Heimträger wollen das Geld und das Pflegepersonal (als zersetzte Kommune mit kontraproduktiver Gewerkschaft Bsirske / Ver.di) sucht so schnell wie möglich einen weniger unanständigen Arbeitgeber.

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VIER Die Invaliden im Pflegenotstand (fühlen, was die verantwortliche Führung moralisch versäumt, an Stil und Qualität durchzusetzen, und gleichzeitig damit einen hoffnungslosen Lebensabschnitt zu besiegeln)

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Dietmar Moews meint: Die Sendung KONTROVERS war meiner Meinung nach nicht alarmistisch genug.

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Der für seine schwache Urteilskraft für größere Wirkungszusammenhänge bekannte DLF-Journalist Tobias Armbrüster hat es gerade so geschafft, die beiden Partei-Luschen –  der CDU und der Grünen – ihr zerredendes Lavieren aufführen zu lassen, statt auf die ÜBERSCHRIFT der DLF-Sendung: Droht? Oder herrscht? AKTUELL katastrophaler Notstand – WAS TUN SIE? zu drängen.

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So blieben die Anrufer und der Fachautor als Gesprächsteilnehmer, Claus Fussek, Sozialpädagoge und Buchautor, dessen Beiträge derart erschütternd waren, dass bereits die schlechte Moral der beiden Parteikolosse herausklaffte – ohne dass es dem Moderator Armbrüster auffiel.

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KURZ: Der heutige Pflegenotstand ist ein intermediär von der politischen Zurechnung und Verantwortung der Parlamente unsichtbar gemachter MORAL-EKLAT.

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Für die Pharmaindustrie, die Ärzte und die Heimveranstalter ist es ein Milliardengeschäft.

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Für das finanziell knapp gehaltene Fachpersonal ist die Arbeitswelt in der heutige Pflegeheim-Pflege eine lebenslange Demotivation.

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Völlige zeitliche Überforderung,

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völlig unterbesetzten Dienst-Schichten,

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überwiegend ungelerntes Hilfspersonal – wer aus solchen Erwerbstätigkeiten fliehen kann, tut es beschleunigt.

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Die häusliche Pflege wird hingegen staatlich-regulatorisch finanziell enorm schlecht gestellt.

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EINS Aktuell wird durch schlechte Heim-Pflege Profit gesucht und gemacht, gute Pflege würde moralische Kraft verlangen, häusliche Pflege findet im gesellschaftlichen Abseits die eigenen Notwege und die Liebe.

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ZWEI Die staatliche Regulation müsste gute Pflege profitabel machen. Das geht nur mit unabhängiger strenger Lizensierung und permanenter Kontrolle. Wenn mal die ersten Katholiken oder Lutheraner ihre Diakonie oder Miserior Brot für die Welt selbst im Pflegeheim fressen müssen, während das Diakonissenheim öffentlich gelobt wird – käme eine gesellschaftliche Bewertung durch Aufmerksamkeit, Lob und Tadel in Gang – zu lobende Vorbilder und zu ächtende Kriminelle.

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In einer gesteuerten und kontrollierten Organisation auf Kritik, Tadel und Strafen zu verzichten, ruft den Missbrauch ebenso, wie es die – mit SEHR GUT durch die Bank – unzulänglich zertifizierten Pflegeheime in Baden-Württemberg bewirken.

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DREI Da es gut und schlecht geführte Pflegeheime gibt, die auf die gleichen Strukturen gestellt sind, können die Mängel – was heißt Mängel: DIE KATASTROPHE – folglich nur Funktionen sein, die im Rahmen der Strukturen möglich sind.

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Entscheidend sind die Chefs eines jeden Pflegeheimes, jede Leiterin, jeder Personalchef muss wie ein Unternehmer für ALLES aufkommen und von ALLEM was getan werden muss, wissen wie es geht und welche Mühe dazu gehört, wie die faulen Touren sind und wie umständlich und oft irreführend die Invaliden selbst oft mitwirken.

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MORAL ist das Mangelgut in der schlecht funktionierenden Pflege. Und MORAL ist das entscheidende Gut, wenn Pflege insgesamt invalidengerecht gelingt.

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Weder Tobias Armbrüster noch sein Fachbuchautor haben bislang begriffen, dass es MORAL ist, was die Strukturen zum Tanzen bringt. Es ist also die Moralfunktion und nicht der Katalog der Strukturbasteleien der Parteien in den Parlamenten.

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Die Betroffenen – wie die Anrufer bei KONTROVERS in DLF heute – die am eigenen Leib erfahren, welche Liebesmüh zur solidarischen Pflege gehört, sind durch den heutigen Gutmenschen-Zeitgeist der Hitlerschlauheit (wir wissen nichts – man sagt uns ja nichts) nicht aufzuzeigen.

 

Das echte Entsetzen über den Pflegenotstand entsteht nicht auf ein bemühtes Misslingen oder aus Krankheit und Tod. Die üble Moral der Lobbyisten und der Geschäftemacher und der opportunistischen Parlamentarier im Staats-Monopol-Kapitalismus bilden die ursächliche Funktion für die Misslingens-Struktur.

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Auch hier: der Markt macht es nicht gut – aber er macht es.

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FRAGE MAL: Was ist Struktur? Was ist Funktion? – um dann weiterhin wieder an den Strukturen herumzufummeln und auf die Zukunft verweisen.

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Dies ist ein erfolgreiches Scheitern der Organisation bzw. die Wertverwirklichung der Lobbyisten. Die Pflegeorganisation produziert das Scheitern – ohne Fehlerlernen.

 

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Es kommt – soziologisch-empirisch gesagt – also auf die Funktion der Verantwortlichen an, auf: FÜHRUNG und FÜHLUNG als Funktion von Führung).

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