Julian Rachlin Wundergeiger mit Leipziger Gewandhaus

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vom Montag, 20. Juli 2015

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Der in Litauen geborene Violinist Julian Rachlin ist eine der charismatischen Musikerpersönlichkeiten von heute. Inzwischen hat er das Kammermusikfestival Julian Rachlin & Friends in Dubrovnik gegründet, das international große Aufmerksamkeit erhält.

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Ich spreche mal über meine begrenzte Expertise hinweg, als Kenner und Gutachter, zu Julian Rachlin und des Tschaikowskij D-Dur-Konzertes in Leipzig:

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Während der Experte das Fachgebiet vollkommen beherrscht, kenne ich nur die Geiger, egal welcher Generation, die ich hören und sehen durfte.

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Indes als Kenner wichtiger Violinmusik und der besten Sologeiger der abendländischen Musik, kann ich diesen Julian Rachlin beurteilen.

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Ein Gutachten über das bei arte-TV übertragene Konzert, live aus dem Leipziger Gewandhaus, konduziert vom neue Leipziger Chefdirigent Riccardo Chailly, anhand einer befriedigenden Fernsehübertragung abzugeben, wäre besser auch persönlich im Konzerthaus erlebt zu haben. Das habe ich leider nicht.

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Julian Rachlin, * 8. Dezember 1974 in Vilnius, Litauen, ist ein in Österreich lebender Violinist und Bratschist.

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Rachlin wurde 1974 in eine Wilnaer Musikerfamilie jüdischer Abstammung geboren, die 1978 nach Österreich emigrierte. Ab 1983 besuchte er das Konservatorium Wien und studierte dort Violine in der russischen bzw. sowjetischen Tradition bei Boris Kuschnir und erhielt daneben Privatunterricht bei Pinchas Zukerman. Sein erstes öffentliches Konzert gab er 1984. 1988 wurde ihm der „Eurovision Young Musician of the Year“-Preis verliehen, worauf eine Einladung zu einem Auftritt bei den Berliner Festspielen unter dem Dirigenten Lorin Maazel folgte. Unmittelbar darauf trat er mit den Wiener Philharmonikern unter dem Dirigenten Riccardo Muti auf — als bis dahin jüngster Solist. Während seiner darauf folgenden Karriere arbeitete Rachlin mit diversen namhaften Dirigenten in Europa und den USA zusammen, beispielsweise Wladimir Aschkenasi, Bernhard Haitlink, James Levine, Zubin Mehta und André Previn. 2005 debütierte Rachlin mit den New Yorker Philharmonikern unter Lorin Maazel in der Carnegie Hall.

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Er musizierte mit Künstlern wie Martha Argerich, Itamar Golan, Natalja Gutman, Gidon Kremer und Mstislaw Rostropowitsch. Bei der Premiere von Krzystztof Pendereckis „Sextett“ im Jahr 2000 spielte er unter anderem mit Mstislaw Rostropowitsch und Juri Baschmet.

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Seit September 1999 ist Julian Rachlin Professor am Konservatorium Wien.

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Julian Rachlin spielt hauptsächlich die 1741 von Guarnerius del Gesu gebaute Violine „ex Carrodus“, welche ihm die Österreichische Nationalbank leihweise zur Verfügung stellt.

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Innerhalb weniger Wochen komponierte Peter Iljitsch Tschaikowskij in beglücktem Schaffensrausch zu Beginn des Jahres 1878 sein Violinkonzert, das bis heute zu den meistgespielten weltweit gehört. Doch bei der Uraufführung 1881 in Wien fielen die Reaktionen gemischt aus: So fragte der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick, „ob es Musikstücke gäbe, die man stinken hört“. Tschaikowskyij ließ sich von derlei Missgunst jedoch nicht beeindrucken und brachte bereits im Folgejahr den ersten Satz in Leipzig zu Gehör. Kurze Zeit später war sich die Musikwelt einig, dass das Werk zu den großen Violinkonzerten des Jahrhunderts zählt.

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Mit dem Posten des Gewandhauskapellmeisters trat Riccardo Chailly 2005 in die Fußstapfen großer Dirigenten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Arthur Nikisch und Kurt Masur. Wie seine Vorgänger hat er dazu beigetragen, dass das Orchester heute zu den profiliertesten Klangkörpern der Welt gehört.

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Dietmar Moews meint: Tschaikowskijs Meisterwerk hat mit Julian Rachlin und den Leipzigern unter Chailly eine musikgeschichtliche Sternsekunde erwischt.

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Sowohl die Auffassung der Gesamtdarstellung wie der virtuos dramatische Angriff des Geigers, der in den schnellsten Durchlauf-Phasen die Streichergruppen auf eine großartig klingende Sonderqualität führte, die der Kondukteur kaum noch akzentuieren musste. Denn Solist und Orchester verstanden sich, hörten aufeinander und die wunderbare Gesamtakkustik der Leipziger im eigenen Haus – es klang hervorragend – nie grenzwertig, immer musikantisch singend.

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Sowohl Rachlins Kadenz, die farbige Ähnlichkeit mit Isaac Sterns Interpretation hatte, wie auch die teuflisch technischen Schnellstaccati zum Schluss hin – unfassbar, wie körperlich-mühelos gespielt wurde, während es extrem virtuos zuging.

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Wenn die „klassische Orchesterkultur“, so kostspielig und aufwendig sie hier ist, und bei nachlassendem Interesse an dieser sogenannten Hochmusik in der demokratischen Kunst- und Kulturkonsumtion der heutigen Mobgesellschaft um Ansehen kämpfen muss, so ist am Beispiel dieses Tschaikowskij-Konzertes von Julian Rachlin, dem Leipziger Gewandhaus-Management und der weitgehend verkommenen Feuilleton-Salonpersonnage, die inzwischen nicht nur unwillig, sondern auch unfähig ist, solch große Meisterkunst angemessen zu reportieren, zuzurufen:

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Macht die Ohren und die Sinne auf“, nehmt noch mal selbst eine Geige in die Hand, setzt euch ans Klavier und spielt die Orchestrierung des D-Dur-Konzertes für Bajan, damit hierdurch dass verloren gehende Vermögen, die Andachtbereitschaft und die Dankbarkeit, große Musik zu hören, angeregt werden kann.

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Wer das geniale Konzert von Rachlin erlebte, muss das doch dringend weiter erzählen. Mahlers Stück, nach der Pause, ist von der Presse herausgehoben worden. Ja, die Leipziger und Chailly haben es sehr gut aufgeführt.

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Ich habe das Konzert gegoogelt und so gut wie Nichts über Rachlin / Tschaikowskij finden können – auch, weil man Gustav Mahler propagieren will. Ja, Mahler – Alma lässt grüssen! Richard Strauss lässt grüßen! – wie reaktionär darf die Avantgarde denn sein – während sich das Mahlersche Stück selbst so ziemlich hinzieht. Ich habe davon verschiedene Meistereinspielungen – Mahlers Längen sind die Längen.

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Tschaikowskijs Schöpferkraft ist dagegen vom anderen Planet.

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Gehet hin und bringt dem banalen Volk so eine Tschaikowskij-Darbietung von Julian Rachlin und dem Leipziger Gewandhaus mit Chailly – EINMAL IM LEBEN.

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Dietmar Moews malt 1975 Öl auf Leinwand 162cm / 192cm

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