Pete Townshend 70

Lichtgeschwindigkeit 5598

vom Mittwoch, 20. Mai 2015

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Pete Townshend, britischer Beatmusiker, Gründer, Gitarrist, Sänger, Komponist und Initiator der großen Jahrhundert-Band THE WHO, geboren 19. Mai 1945 in Chiswick London, lebt und arbeitet in Südwest-London bzw. Richmond, wurde 70 Jahre alt.

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THE WHO zählen zu den ganz großen vier britischen Beatbands, neben The Beatles aus Liverpool, The Rolling Stones aus Dartford / Südwest London, THE KINKS aus North of London Muswell Hill.

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Diese Vier machten exemplarisch Alles selbst und drangen durch ihre einzigartige Publikumsresonanz in die Top Ten der musikindustriellen Schlagerfaktur ein, wodurch sich in der gesamten Branche Alles veränderte. Andere hatten auch erheblichen Erfolg und waren teils ebenso berühmt. Aber das Beatband-Projekt wuchs nach autodidaktischen eigenen künstlerischen Impulsen, nicht nach dem Markt. Sie suchten von Schritt zu Schritt eine neue Performance voranzutreiben, die sich jedesmal gegenseitig überbot, also ständig weiterveränderte. Dabei wurde sehr oft die große Zahl des kommerziellen Publikums enttäuscht. Andere ebenso kreative Startups hatten nicht diese riesigen Verkaufserfolge oder wurden derart vom Management ausgebeutet (THE ANIMALS wurden vom eigenen Organist Alan Price ausgebeutet; THE HOLLIES wurden von den Hauskomponisten mit teils unauthentischen Texten versorgt; THE PRETTY THINGS waren zu unkommerziell, THE DAVE CLARK FIVE war zu doof u. v. a. m.)

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Die großen vier Musikkombos erzielten den Klangwechsel in der populären Unterhaltungs- und Tanzmusik durch eigene Songs und eigene Lyriks mit immer grenzüberschreitenden poetischen Themen und Aussagen, elektrisch-verstärkte Lautstärke, mehrstimmigen Brüll-Gesang und Big-Band-Schlagzeug sowie ständigen Klangexperimenten.

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Pete Townshend, wie fast alle später bekannt gewordenen Typen dieser minderjährigen Band-Start-Ups, studierte in London Kunst, Art School, Fine-Arts, also in den Großstädten, Liverpool, Manchester, Birmingham, meist London.

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Play as loud as you can – lautete die Spielanweisung.

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Man orientierte sich an Skiffle und Dixieland, in London gaben Jazz-Clubs den Ton an, aber der große Einfluss lag in der Begeisterung für die schwarze US-Bluesmusik:

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Big Bill Broonzie, Robert Johnson, daraus folgten James Brown, Chuck Berry, Little Richard, es spielten die weißen Landmusiker wie Bill Haley, Buddy Holly, Elvis Presley eine große Einflussrolle, die aber von den jungen Briten selbst durchgefiltert – dann von den Beatles und den Rolling Stones, die bereits 1962/1963 in London auffielen. Selbstnachahmung im Dauerlauf von Tag zu Tag.

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Pete Townshend spielte elektrische und akustische Fender und Gibson Gitarren. Es gibt zunächst auch Showeffekte mit der berühmten Rickenbacker. Aber die Solidbody-Strat und Gibson SG über Marshallwand wurden sein Erkennungsmerkmal.

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Alle Namen, die inzwischen Legion sind, holten sich bei den Beatles und den Rolling Stones den Antrieb und den Mut, frei und aggressiver und lauter als Alles aufzutreten.

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Pete Townshend berichtet, wie er als 15-Jähriger in Richmond und in Hammersmith Odeon den ersten Auftritt der ganz neuen Rolling Stones miterlebte, Jimmy Page erzählt das selbe: Eine noch nie erlebte Dynamik und enthemmte Jugendusstrahlung.

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Dieser Hype reichte bei den Beatles bis 1966 – 1969, dann endeten sie ihre Studiogemeinschaft. Bei den Stones gab es die große Steuerflucht – man kann sagen: Not, machte erfinderisch, so dass die 1969, nach Südfrankreich emigriert, ganz neu anfangen mussten. THE KINKS erhielten infolge von schlechtem Management und Geschäftsintrigen während einer US-Tournee Auftrittsverbot und wurden nicht mehr gesendet. Die KINKS spielten fortan außerhalb der USA und Ray Davies widmete sich dem Lokalkolorid Londons, Waterloo Sunset und The last powered Steam von YOU REALLY GOT ME. Und THE WHO spielten eine ganz eigenartige Bigband-Musik mit der Combo. Keith Moon spielte am Schlagzeug Melodie, Bassist Entwistle spielte Orchester und Solobass. Pete Townshend spielte elektrische Schlaggitarre und alle vier sangen – Hauptvocals Roger Daltrey, der Sänger.

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So entstanden nach der ersten Konzeptalben Beach Boys „Pet sounds“ und Beatles „Seargent Pepper“, die erste Rock-Oper THE PRETTY THINGS „S. F. Sorrow“, THE KINKS „ARTHUR“, die Rockoper“, mehr Musical und Programmmusik THE WHO  „A quick one“, aber dann auch als Spielfilm: THE WHO mit „Tommy“ von Pete Townshend (1968), dann SMALL FACES Odgens Nut Gun, sowie das Musical THE WHO „QUADROPHENIA“, auch als Film mit David Bowie.

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Nur Pete Townshend und THE WHO brachten ihre „Opern“ selbst live auf die Tournee-Konzertbühnen – eine herausragende musikantische Leistung. In den 1970er Jahren brach die Beatlesmania als ein historischer Moment ab, bzw. läppert aus in eine riesige kommerzielle Musikindustrie, die alle kommenden Independent Lables aufsogen. Schließlich verschwanden die Impulsgeber und wurden als LAS VEGAS Special Guests nunmehr als „Rosinen“ verpulvert.

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Seit dem frühen Tod von Drummer Keith Moon, im Jahr 1978, der völlig übergedreht war, erschienen noch weiter neue Studioplatten von Pete Townshend und er komponiert und spielt bis heute immer weiter eigene neue Musik ein.

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Vor etwa zehn Jahren starb John Entwistle, der irre Solo-Bassspieler, Sänger und Komponist von THE WHO. Seitdem stellen Pete Townshend und Roger Daltrey zu besonderen Events THE WHO auf die Bühne, die dann eine Art Schattenband spielen und noch viel Freude machen (Simon Phillipps als Drummer oder Zak Starkey).

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Pete Townshend ist inzwischen häufiger Gast in US-Fernseh-Talkshows. So dass man bei Letterman auf Youtube hören und sehen kann, dass Pete Townshend wohl zu den herausragend begabtesten und intelligentesten aus dieser gesamten Beatmusik-Szenerie ist. Andere sind sehr clever, sehr geschäftstüchtig, sehr musikalisch – Pete Townshend ist ein großartiger Denker, Komponist und Dichter: „Hope I die before I get old“ – das ist wohl nicht zu überbieten – „Things they do look awfull cold“. So sang Pete Townshend über sich mit 19 Jahren als „MY GENERATION“.

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Das Gitarrenspiel der Stücke von Pete Townshend ist meist so ausgetüftelt, dass weder er noch jemand anderes es ohne weiteres nachspielen kann. In den Bühnenfassungen kennt man stundenlange Townshendpassagen mit schlechtgestimmten Gitarren – die er oft publikumswirksam auf der Bühne zerkloppte.

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Auch Pete Townshend – jetzt mit siebzig – ist ein Spiegel für diese Beatmusik-Kohorte auf der ganzen Welt, wie schwerhörig darf man sein, wie unpolitisch, wie glücklich, wie besoffen – das kann der Alles erzählen.

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