Heldenplatz Moskau: Faltige Merkel trifft geglätteten Putin

Lichtgeschwindigkeit 5571

vom Sonntag, 10. Mai 2015

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Und es lachen alle Alten: Seht! Sie kriegt, wie wir, schon Falten.“

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Die Deutsche Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel trat heute zu einer gemeinsamen Kranzniederlegung mit dem russischen Regierungschef Vladimir Putin in Moskau auf.

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Dieser symbolische staatspolitische Auftritt wurde von Putin und Merkel gemeinsam in das Zeichen der Erinnerung an die Toten des europäischen Krieges von 1939 bis 1945 – hier „Zweiter Weltkrieg“, dort „Vaterländischer Krieg“ genannt, durchgeführt. Der Krieg wurde aus heutiger deutscher Sicht von den Deutschen begonnen und fand erst im Zusammenbruch und durch die bedingungslose Kapitulation am 9. Mai 1945 ein Ende.

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Dietmar Moews meint: Ich halte es ausdrücklich für richtig und nützlich, dass die Bundeskanzlerin zur Kranzniederlegung nach Moskau reiste. Auch weil, wer vernünftig miteinander telefonieren möchte, sich hin und wieder persönlich treffen sollte.

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Aus meiner Sicht sollte eine gemeinsame Botschaft von dieser Erinnerungstradition nach vorne gerückt werden:

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Was damals geschah und schon seit Jahrhundertbeginn zu vielfältigen Kriegen und schließlich zum Weltkrieg eskalierte, sollte zukünftig vermieden werden, durch die permanent gemeinsam zu stellende Frage:

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Wie kann die militärische Eskalation vermieden werden? (Wann darf man Herero in die Wüste jagen?)

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Antwort bis heute war lediglich, dass erst, seitdem es vielseitigen Atomwaffenbesitz gibt, Militärübergriffe und Krieg nur noch unterhalb der Schwelle des Atombomben-Einsatzes gemacht werden – mit all den dadurch täglich produzierten Opfern und Rüstungsgeschäften, von Allen in aller Welt.

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Mit der Nichtteilnahme an der russischen Militärdemonstration zur „Heldenehrung“, gestern, am 9. Mai in Moskau, kann die Schuldanerkenntnis durch das heutige Deutschland, ein Tag danach, am 10. Mai 2015, und die Erinnerung an die Opfer des Krieges durch die Kranzniederlegung, als nüchterne, vernünftige Ansicht für die Zukunft gelten.

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Denn, abgesehen von den gegensätzlichen Annotationen der Symbolik dieses Gedenktages 70 Jahre später, ist das europäische „Eisen noch nicht ganz abgekühlt, das hier geschmiedet“ wurde und wird.

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Der aggressiv gegen Russland vordringende westliche Wirtschaftsraum hat in der Ukraine eine Zersetzungssituation angefüttert. Wir sehen die Auflösung entscheidender staatspolitischer Funktionen in der gesamten Ukraine. Russland hat daraufhin zum Leidwesen aller Gegner die russisch-orientierten Gebiete der Krim und der Ostukraine „eingefangen“.

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So waren keine Spitzenvertreter der westlichen Siegermächte am 9. Mai 2015 nach Moskau gekommen. Während der chinesische Staatschef Xi Jinping (China damals, 1945, im „Weltkrieg“ mit Japan) den Moskauer Staatsakt 2015 durch persönlichen Besuch offiziell bezeugte. Das heutige Russland ist militärisch zweifellos zur Selbstbehauptung bereit.

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Heldenplatz“ („Heldenplatz“ – Theaterstück von Thomas Bernhard zum 50sten Jahrestag des Beitritts Österreichs zu Nazideutschland) dient sowohl der Geschichtsfälschung, der Selbsttäuschung wie der nationalistisch-militärischen Selbstbilder. WAS WILL ICH DAMIT SAGEN?

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THOMAS BERNHARD SPIELEN! – Thomas Bernhard lesen, Theaterstücke, Romane, Aufzeichnungen.

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Es soll uns daran gelegen sein, den Anfang des Übels zum Gedenk- und Erinnerungstag zu fixieren: Wann begann Hitler seine Weltkriegsfantasie? Welche Kriegsvorstellungen waren Grundlage der entscheidenden Rüstungsvorhaben? – deren Weichen bereits anfang der Hitlermacht gestellt wurden (während Rosenberg in den Osten wollte, diskutierte Hitler Krieg nach Westen, Spanien, Italien, Frankreich, und diplomatische Bemühungen in Richtung Norwegen und Großbritannien).

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Im März 1941 wies Hitler den Angriff auf die Sowjetunion und den Bruch des Hitler-Stalin-Paktes von 1939 unter dem Slogan „Unternehmen Barbarossa“ an!

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Für uns Deutsche wäre so ein Barbarossa-Tag der Erinnerung wert: Nie wieder Überwältigung Andersdenkender!

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Statt eines Barbarossa-Tages reist die Kanzlerin nach Moskau, auch um die westlichen Militäransprüche in der Ukraine auszudrücken – und die hitlerschlauen Deutschen finden den westlichen Militarismus „interessant“ – Teil der deutschen Interessenpolitik des Jahres 2015.

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Und der staatliche Redner zum 8. Mai 1945, 70 Jahre später, der Propagandist Heinrich August Winkler, erzählte im Bundestag brühwarm: „…Anders als das am 8. Mai 1945 untergegangene Deutsch Reich war das wiedervereinigte Deutschland von Anfang an in übernationale Zusammenschlüsse wie die Europäische Union und das Atlantische Bündnis eingebunden. Es ist ein postklassischer Nationalstaat, der einige seiner Hoheitsrechte im Staatenverbund der Europäischen Union gemeinsam mit anderen Mitgliedstaaten ausübt oder auf supranationale Einrichtungen übertragen hat. Seine Einheit erlangte Deutschland 1990 nur wieder, weil es glaubwürdig mit jenen Teilen seiner politischen Tradition gebrochen hatte, die der Entwicklung einer freiheitlichen Demokratie westlicher Prägung entgegenstanden …“ (FAZ vom Samstag, 9. Mai 2015, Seite 4 „Es gibt keine tiefere Zäsur“).

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Auch hier wird die „staatspolitische Souveränität Deutschlands vor dem Völkerrecht“ Deutschlands nicht gefordert, sondern Winkler redet von „Hoheitsrechte … an supranationale Einrichtungen übertragen“ („Generalklausel“ zugunsten der westlichen Besatzungsmächte gilt weiter).

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So hat denn der geglättete Putin die faltige Frau Merkel zur Kranzniederlegung empfangen, als Abgesandte des supranationalen NSA, des supranationalen US-Präsidenten und der supranationalen NATO.

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Deshalb – weil man aus dem Zusammenbruch 1945 keine „Stunde NULL“ zu machen vermochte, fordere ich einen Erinnerungstag für den Anfang des sozialen Dramas. Es ging aus von der Unmündigkeit, ging über in die Entmündigung und Bevormundung – und heute – ist es in die Hitlerschlauheit übergeführt worden:

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Hitlerschlauheit unter supranationalen Einrichtungen“.

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DIETMAR MOEWS 1991 Tucuman / Argentina

DIETMAR MOEWS 1991
Tucuman / Argentina

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Witzig wäre auch, wenn Gesichtsglättungen nur zur einen Hälfte vorgenommen würden, während eine andere Hälfte der „natürlichen“ Verwandlung vergleichsweise weiter  Ausdruck verleihen könnte. Ich bin der Überzeugung, dass bei genügender Dauer die Qualität umschlägt und dass dann die ungefälschte Hälfte besser aussieht. Während die geglättete Maske immer rettungsloser ins Leere glotzt. Merkel und Putin geben ein eindrucksvolles Beispiel, wie komisch glatt der Geglättete erscheint, nicht wie er selbst, sondern wie sein jüngerer Clone wirkt.

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Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

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PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

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