Schoki-Test mit Confiserie Coppeneur „CRU DE CAO REPUBLIC OF GHANA PURistique“

Lichtgeschwindigkeit 5317

vom Sonntag, 1. Februar 2015

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Dietmar Moews meint: „Schick dich in die Welt hinein, denn dein Kopf ist viel zu klein, dass die Welt sich schick in ihn hinein“ (Johann Peter Hebel)

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Ich probierte eine Sorte des Schokolatiers und Confiseurs Oliver Coppeneur:

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CRU DE CAO REPUBLIC OF GHANA PURistique 85 % Cocoa Forastero

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Dies ist nun eine jedenfalls grandiose Spitzenschokolade: Dunkle Schokolade pur.

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Diese Cru de Cao von Coppeneur gehört ohne Zweifel zum Besten, was überhaupt gemacht werden kann.

Sie wird in Deutschland gemacht, in der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Wittichenauer Straße 15-17, Bad Honnef.

http://www.coppeneur.de.

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Ich möchte zunächst die einfache Atzung und Schokifreude beschreiben, dann mein Kurzurteil geben. Anschließend die schöne und informative Verpackung und den Beipackzettel referieren. Schließlich kann der Schokoladentester Georg Bernardini zitiert werden.

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85 % Kakao – das zählt zu den kakaohaltigsten Mischungen, die ich bislang in Tafelschokolade probieren konnte. CRU DE CAO kommt als 50 Gramm etwa 5 mm dicken länglichen Täfelchen aus der ausgereizten interessanten Verpackung. Geht ganz leicht auf. Die Schokoladenmasse hat den tiefen edlen dunkelbrauen Matt-Glanz – auf der Oberseite erscheint ein flaches erhabenes Basrelief geprägt – ich breche es ganz leicht und dann findet ein vergleichsweise kleines unregelmäßiges Abbruch-Stückchen den Weg in die Unterwelt – sie riecht schon „pur“.

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Diese dunkle Schokolade ist das feinste, was meine Kalbzunge aufnehmen und fühlen kann. Der Fettgehalt ist optimal gering. Die süße ist optimal gering.

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Man kaut unwillkürlich gar nicht groß drauflos – das Bisschen ist ja auch eher klein – aber es inspiriert geradezu über den Gaumen ins Gehirn. Diese Schokolade vom Meister Coppeneur ist eine Offenbarung. Geschmack, Feinheit, Schmelz (keine der oft lästigen Sperenzchen, wie Zusatzgewürz, viel Sauerheit und Salz, viel Zucker) – nur hervorragend gut.

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Dass es ein so kleines Täfelchen ist – 50 Gramm – macht nichts. Ich hatte das Erlebnis des Kakaos, wie bei anderen Extremstoffen, wo schon die Idee Alles ist (ich übertreibe, ob Muskat, Trüffel oder Zimt – nichts davon) – man kann nur das Schärflein genießen (Schärflein: die kleinstmögliche Menge).

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Vakuum in Transparentplastikfolie, drum herum ein gewitzter Faltkarton, aufwendig gestaltet, kleiner vielfarbiger Text-und Bilder-Folder einliegend und außen herum – das „Kleine Schwarze“ mit einer rosa Bauchbinde mit den aktuellen Angaben, wie Öko-Siegel, Nicht-EU-Landwirtschaft.

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Kaufpreis lautet 3 Euro 70 für 50 Gramm – non c’e male und dann lauten die Angaben: Mindesthaltbar 1.2015 – Ja, die CRU DE CAO war begeisternd frisch – so muss man wohl sagen „1.2015“, mindest? das ist untertrieben, über die Wintermonate ist wirklich eine extrem vorsichtige, herausragende Qualitätsuntertreibung. Kauf und Test fand 1/2015 statt: Pico bello Alles.

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Inhalt von CRU DE CAO REPUBLIC DE GHANA lautet (Kakao: 85 % mindestens). Zutaten: Kakaomasse, Rohrohrzucker, Kakaobutter. Kann Gluten, Schalenfrüchte, Soja und Milchbestandteile enthalten. Alle Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft.

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Durchschnittliche Nährwertangaben pro 100g: Energie 579,75 kcal; Fett 51,78g davon 32,78g; Kohlenhydrate 20,2g davon Zucker 15,74g; Eiweiß 8,25g; Salz 0,02g.

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Ich betone: Keine Vanille (Schalenfrüchte?) oder andere Aromen.

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In der aufgeklappten Verpackungspappe liest man in Deutsch und English:

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Erleben Sie Schokolade mit allen Sinnen! … die Aromavielfalt entfaltet sich am besten bei Zimmertemperatur. Beginnen Sie bei der Degustation mit der Schokolade mit dem niedrigsten Kakaoanteil. (Ja, leider hab‘ ichs genau falsch gemacht – ich habe ja nur diese eine GHANA 85%, mit dem höchsten, zum Test).

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Sehen: Farbe, Struktur und Glanz

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Tasten: …im Mund. Sorgfältige Verarbeitung lässt eine glatte Oberfläche, eine feste Konsistenz und einen sanften Schmelz entstehen, der ein angenehmes Gaumengefühl hinterlässt.

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Hören: Ein deutlich wahrnehmbares Knackgeräusch beim Brechen … es entsteht eine glatte Bruchkante.

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Riechen: … welche Aromen nehmen Sie wahr?

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Schmecken: Jajaja, wirklich gut gesagt, aber wunderbarer Genuss.

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Zu CRU DE CAO heißt es noch „…Als Manufaktur ist es für uns selbstverständlich, die besten Kakaobohnen und die besten Ernten mit höchster Sensibilität auszuwählen, um diese sorgfältig in kleinen Chargen zu verarbeiten. Nur unsere eigene Herstellung ab der Kakaobohne ermöglicht es uns, jeden einzelnen Schritt im Herstellungsprozess die notwendige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und die Besonderheiten sowie die Aromavielfalt der jeweiligen Kakaobohnen-Sorte ausgewogen wiederzugeben.“

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„…Unsere Kreationen Cru de Cao-Puristique sind unsere Wertschätzung für die authentischen und ursprünglichen Geschmacksnuancen der Kakaobohnen aus den unterschiedlichen Regionen nahe dem Äquator. Mit den Kreationen Cru de Cao-Libertée arrangieren wir besondere ausgewählte Zutaten, die den Facettenreichtum der ursprünglichen Schokoladen-Kreationen harmonisch in Szene setzen.“

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HERZLICH WILLKOMMEN In einer Welt, in der Image der Wahrhaftigkeit und Marketing der Produktqualität überlegen ist, wird Authentizität zum seltenen Gut. Nur kritisch intensiv Hinterfragende finden sie, denn sie gibt es noch! CRU DE CAO Kreationen gehören zu den weltweit ganz wenigen Chokoladen-Produkten, die in handwerklich kleinsten Chargen von passionierten Chocolatiers hergestellt werde.

Wir danken Ihnen daher, dass sie zu CRU DE CAO gefunden haben …

Der Name Chocolatier …spezialisiert weltweit …ein paar Hände voll … der Name ist nicht geschützt … Oliver Coppeneur ist „der Deutsche“ in der kleinen und internationalen „Clique“ der wahren Chocolatiers. Viele Wochen im Jahr verbringt er bei seinen Partnern auf den Plantagen …

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sehr viele Worte – nur: Diese Probe GHANA 85% ist so unbeschreiblich großartig fein, dass dem Meister Coppeneur alle Anerkennung auszusprechen ist – er weiß und kann wirklich, wovon er redet: SUPERB

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Und was schreibt der Schokoladentester zu COPPENEUR GHANA?

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Georg Bernardini hat diesen Hersteller „Bean to Bar“ in seinem informativen BUCH „Der Schokoladentester“ hoch eingestuft und sagt netterweise (S. 245):

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Zur Wahrung der Objektivität habe ich mich dazu entschlossen die Verkostung und die Bewertung von Coppeneur-Produkten nicht selber durchzuführen, sondern dies zwei exzellenten Fachleuten überlassen.“

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Dahinter steckt ganz einfach, dass Oliver Coppeneur (bis 1989) und Georg Bernardini (bis 1987) gemeinsam bei der Bonner Konditorei Müller-Langhardt ausgebildet worden waren und beide im Jahr 1992 gemeinsam (bis 2010) das Unternehmen Coppeneur gegründet haben, wo sie seit 2006 Schokoladen machen:

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Die erste Schokolade wurde mit Kakaobohnen von der Bio-Plantage Hacienda lara aus Ecuador hergestellt. Leider wurde die Plantage verkauft und mittlerweile sind alle Kakaobäume gerodet und Palmen zur Gewinnung von Palmöl angepflanzt wordem. Das hat zur Konsequenz, dass es bei Coppeneur keine Hacienda lara-Schokolade mehr gibt. Die Hacienda lara war eine wunderschöne Plantage mit sehr altem Baumbestand der Kakaosorte Nacional. Es ist eine Schande, dass so ein kleines Paradies profitgierigen Menschen zum Opfer gefallen ist. Ein kleiner Wermutstropfen ist bei Coppeneur, dass für das Konfekt und für die Pralinen-Schokoladen nicht die Schokolade aus der eigenen Herstellung verwendet, sondern auf Standardqualitäten von Zulieferern zurückgegriffen wird.

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Die beiden Gasttester, Martin Cristy aus England und Mark Christian aus USA, bewerten Coppeneur als einen der sechs besten Schokolatiers ein. Die hier von Dietmar Moews getestete PUR de CAO Ghana 85% wird nicht im „Der Schokoladentester“ vorgestellt – sie ist die höchstprozentigste. Für die „of Ghana“ mit 72 % Kakaoanteil heißt es: „Eine Schokolade mit einfacher Struktur, fast schon langweilig. Die zugesetzte Kakaobutter mildert die harte und aggressive Natur des West-Afrika-Kakaos ab.“

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Dietmar Moews meint: Ich muss!! dringend nachschlagen: Für mich kann nur die Rede von einem begeisterndem Schokoladengenuss sein – gar nichts von hart oder langweilig – langweilig?

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Coppeneur hat mir die bislang beste Schokolade (von der Bohne weg) gegeben – ohne bei Unvergleichlichkeit unnötig vergleichen zu wollen: SUPERLATIV.

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One Response to Schoki-Test mit Confiserie Coppeneur „CRU DE CAO REPUBLIC OF GHANA PURistique“

  1. Thomas Wipf sagt:

    Das ist ja nicht normal, das ist supi! Vielen Dank für das Testen. Obwohl: War da nicht was mit erzähltem Essen? Ich war nun da wo der Pfeffer wächst. Der ist vor Ort viel schärfer und nuancenreicher. So schärfen wir Neusinnlichen die Sinne und die Qualität kennt keinen Neid.

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