DLF promoviert: ständig „Campus und Karriere-Mist“

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vom Donnerstag, 29. Januar 2015

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Flachzangen und Schwachmaten sondern ihre O-Töne ab: Philipp Banse aus Berlin, Markus Dickmann am 29. Januar 2015 – wie furchtbar „ahnungslos“:

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Es machen unbedarfte Lustig-Funker auf „Promotions-Doktoren“ zum Thema: Doktortitel und Plagiate aus WIKIPEDIA:

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So senden sie also die täglichen Dummheiten, die sie sich von der Straße einsammeln: O-TÖNE von O-BLÖDBACKEN. Die sagen dann:

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„Promovieren, ich habe promoviert, ich promoviere“ – und keine Redakteur wendet ein und klärt auf: NIEMAND kann sich selbst promovieren – keiner kann promovieren.

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Die Promotion ist obrigkeitlich gesatzt, wird von der dafür kompetenten staatlichen Instanz vorgenommen und durchgeführt. (Deshalb gehört die Dissertation / Doktorarbeit, die ein promoviertes und habilitiertes Ausbilderteam führt und betreut, auch urheberrechtlich der Universität und nicht dem Promovenden).

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Ich promoviere“ signalisiert meist den Irrlauf des oder der Promovierten und bzw. all derjenigen die von „ich promoviere mich selbst“ reden:

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Ein Promotionsausschuss promoviert im Rahmen der Promotionssatzung im Namen der Universität des Landes.

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Und dann sagen sie alle, warum sie den Doktortitel gerne hätten und führen möchten – weil damit berufliche Vorteile verbunden seien, sind, sein können.

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Und wieder versagt die Urteilskraft beim Deutschlandfunk: Herr Dickmann und seine Schokoküsse erzählen lang und breit, welche persönlichen Motive und praktischen Vorteile sie von einem Doktortitel beziehen zu können erwarten.

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Kein Redakteur weist darauf hin, dass die Promotion satzungsgemäß ganz anderen Hauptzwecken gewidmet sein soll – so steht es in jeder Promotionsordnung:

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Es geht bei einer Promotion um die Ausbildung zum Wissenschaftler, die mit einer eigenständigen Prüfungsstudie und einer mündlichen Abschlussprüfung durch ein Fachgremium sowie einer genormten Publikation erfolgreich abzuschließen ist. Und wenn also jemand ein Wissenschaftler ist, kann er dafür zum Doktor in seinem Fach promoviert werden.

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Nochmal: Der durch nachgewiesene Qualifikation zu einem speziellen fachlichen und thematischen Promotionsverfahren mit ausweislich qualifizierten Betreuern zugelassene Promovent, erhält das Werkzeug und lernt die Anwendung des Werkzeuges zur Herstellung (methodischen Erarbeitung) neuen Wissens oder Könnens in seiner ausgewiesenen Wissenschaft.

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Entscheidend dabei ist die zertifizierte Fähigkeit, unabhängig und eigenständig, wissenschaftlich zu arbeiten, und dadurch zum Stand der Wissenschaft einen neuen Beitrag zu leisten:

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Ein Doktor muss wissenschaftliche Befähigung mittels eines geregelten offizialen Weges nachweisen. Darauf muss die Publikation seiner Prüfungsarbeit (Doktorarbeit) innerhalb der weltweiten Wissenschaftsöffentlichkeit publiziert werden. Und wenn keine fachlichen Argumente gegen die Dissertation im Wissenschaftsbereich erhoben werden, dann ist die Dissertation allgemein anerkannt und die Doktorwürde kann von dem zuständigen promovierenden Universitätsgremium im Namen des Universitäts-Präsidenten und des Bundeslandes dem Doktorant verliehen werden.

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Zum Doktor promoviert zu werden bedeutet also:

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1. Eigenständige Doktorarbeit erarbeiten;

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2. Publizieren

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– erst nachdem publiziert und nicht angefochten wurde, wird der Kandidat zum Doktor, wird der Titel verliehen, den man erst dann tragen darf.

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Keiner kann sich promovieren – es ist ein Staatsakt infolge eines anspruchsvollen Verfahrens notwendig, wer promoviert werden möchte.

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Dietmar Moews meint: Ich treffe immer mal wieder privat „Doktoren“. Und es geht stets in wenigen Minuten, meine Frage: Welches Fach? Welches Arbeitsfeld? Welche Abgrenzungen? Welche Fragestellung? Welche These?

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Meist erhalte ich ein spöttisches Lächeln – aber keine Antwort.

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Oder der „Doktor“ sagt irgendetwas Fachchinesisches, das nach weiterem Nachfragen nicht auf den Punkt kommen kann und peinlich geht es dahin.

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Sehr angenehm ist, wenn der Doktor oder ausnahmsweise eine Doktorin sich über die Fragen freut, und begeistert über die meist winzige Innovation oder auch Fragenklärung oder Widerlegung vom bisherigen Wissenschaftsstand oder den methodischen- oder verfahrensspezifischen Besonderheiten ihrer oder seiner Doktorarbeit etwas erzählen kann.

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Davon hat der „DLF-Campus und Karriere“-Vogel Dickmann keine Spur eines Hauches je gespürt.

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Dabei ist es kein Geheimnis, dass die Jurisprudenz, die Pädagogik, die Religion keine Wissenschaften sind – es sind Wissensgebiete und Kulturtechniken.

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Was dazu gehört, dass eine Rechtswissenschaft zur Wissenschaft mit positiven Verfahren und Methoden wird, sind meist mehr als nur abgegrenzte semantische Textanalysen – also Zettelkasten-Buchhalterei – nötig.

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Denn neues Wissen ist nicht lediglich eine Bestätigung des vorhandenen Wissen oder des Forschungsstandes. „Forschungsstand“ ist lediglich ein unerlässlicher Anfangsschritt einer Doktorarbeit, indem man zeigt, was bis hierher bekannt ist und gilt, um dahin zu führen, was man selbst hinzufügen will: Entweder neue These oder Widerlegung von Hypothesen oder Fragen.

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DLF-Doktor: Ich promoviere.

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