LEIPZIG-Connewitz 7. Januar 2015: 50 Vermummte machen Anschlag auf Polizeistation

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am Donnerstag. 8. Januar 2015

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Der Deutschlandfunk berichtete heute, am 8. Januar 2015, ein Tag nach „CHARLIE HEBDO“ in einem Satz von einem Gewaltanschlag auf eine Leipziger Polizeistation, den gestern Abend 50 vermummte Linksradikale verübt hätten.

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Natürlich geht Oury Jalloh in Charlie Hebdo „wahrnehmungsökonomisch“ unter.

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Bei der Leipziger Volkszeitung am Donnerstag, 8. Januar 2015 LVZ-Online.de heißt es:

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Kurz nach 20 Uhr hatten rund 50 Maskierte die Wache in der Wiedebach-Passage angegriffen, indem sie die Fensterfront mit Steinen und Farbbeuteln bewarfen. Zudem wurde ein Polizeifahrzeug in Brand gesetzt. Laut eines im Internet veröffentlichten Bekennerschreibens, sollte der Angriff an den gewaltsamen Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh 2005 in einer Dessauer Gefängniszelle erinnern.

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Die Attacke am Mittwochabend dauerte nur wenige Sekunden. Zwei Beamte bearbeiteten in der Dienststelle gerade Bürgeranzeigen, als sie die Gruppe aus Richtung Connewitz Kreuz anrücken sahen. „Da sich die Gruppe in Marschformation bewegte, vermuteten die beiden Beamten zunächst eine, für dortige Verhältnisse nicht ungewöhnliche Spontankundgebung“, heißt es im Polizeibericht. Dies war jedoch ein Irrtum. An der Dienststelle angekommen, warfen die vermummten Angreifer Pflastersteine, Farbbeutel und Feuerwerkskörper auf die Scheiben des Gebäudes.
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Das Sicherheitsglas in der Polizeidienststelle habe zwar stand gehalten, wurde aber stark beschädigt. Weitere Täter überstiegen den Zaun zum Hinterhof der Wiedebach-Passage, zerstörten am dort abgestellten Funkstreifenwagen eine Heckscheibe und warfen einen Brandsatz ins Innere des Autos. „Das Feuer konnte zeitnah gelöscht werden“, so die Polizei weiter. Die Beamten in der Dienststelle wurden nicht verletzt, durchlebten aber angesichts der großen Zahl Angreifer Todesängste und werden nun psychologischbetreut.

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Vor ihrer Flucht legten die Täter auf der Straße rings um den Polizeiposten noch sogenannte „Krähenfüße“ aus. Eines der Polizeifahrzeuge, das als Verstärkung zum Tatort gerufen wurde, raste in diese gebogenen Metallhaken hinein. Die Angreifer entkamen unerkannt.
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Laut eines in der Nacht zum Donnerstag auf dem Internetportal „Indymedia“ veröffentlichten Bekennerschreibens, stehe die Attacke in Zusammenhang zum Todestag von Oury Jalloh. „Bulle dein Duldungsstatus ist aufgehoben und deine Aufenthaltserlaubnis erloschen wie das Feuer in dem Streifenwagen hinter der Wache und so wirst du von uns mit genau solcher Respektlosigkeit und Gewalt behandelt, wie du Flüchtlinge behandelst“, heißt es im Dokument.

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Der Asylbewerber Oury Jalloh aus Sierra Leone war am 7. Januar 2005 im Gewahrsam der Dessauer Polizei aus noch ungeklärter Ursache an schweren Verbrennungen gestorben. Der zum Todeszeitpunkt an Händen und Füßen gefesselte und auf eine Liege fixierte 36-Jährige verbrannte in einer Arrestzelle. Trotz jahrelanger Gerichtsverfahren konnten die Umstände seines Todes bisher nicht von der Justiz aufgeklärt werden. Der damals diensthabende Dessauer Polizist wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

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Der Angriff auf die Außenstelle der Polizei am Mittwochabend in Leipzig-Connewitz war nicht der erste. Das jetzt erreichte Ausmaß sei jedoch einmalig, so Polizeisprecher Andreas Loepki. Einen besonders schweren Vorfall habe es bereits 2013 gegeben, als unbekannte Angreifer durch ein Loch in der Fassade des Gebäudes Bitumen in das damals noch in den Räumlichkeiten befindliche Bürgerbüro der Stadtverwaltung eingeleitet hatten, so dass die Diensträume hochgradig verschmutzt worden seien. Daraufhin zog die Polizeidienststelle ein und das Bürgerbüro wurde weiter ins Innere der Wiedebach-Passage verlegt.

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Sachsens Innenminister Markus Ulbig hat die Attacke auf die Polizeidienststelle am Mittwochabend in Leipzig-Connewitz aufs Schärfste verurteilt. „Dieser Auswuchs von Gewalt gegen eine Gruppe der Gesellschaft ist nicht hinnehmbar. Der Rechtsstaat wird alles unternehmen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen“, erklärte Ulbig am Donnerstag in Dresden.“

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Bild-Leipzig. de berichtet am 8. Januar 2014:

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Die so genannte Initiative „Oury Jalloh unvergessen“ gibt im Linkenportal „indymedia.org“ den „Angriff auf den Polizeiposten im Leipziger Ortsteil Connewitz“ zu:

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Ca. 50 Vermummte hatten Mittwochabend den Posten in der Wiedebach-Passage mit Pflastersteinen bombardiert, Farbbeutel und gebogenen Stahlnägeln geworfen. Die Heckscheibe eines Polizeibusses wurde zertrümmert, ein Brandsatz hinein geworfen. Er wurde gelöscht, ehe der Wagen explodiertebevor Verstärkung für die beiden im Posten verbarrikadierten Beamten eintraf.

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Die Tatortgruppe des LKA sicherte Spuren. Die Kripo nimmt derweil das Bekennerschreiben der radikalen Chaoten unter die Lupe.

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Darin heißt es: „So zerstörten wir mit Steinen alle Frontscheiben des Reviers, verzierten diese mit Farbe und liesen (Fehler im Bekennerschreiben/Anm. d. Red) auf unserem Weg neben Glasscherben und Steinen auch Krähenfüße zurück für alle herbeigerufenen Streifenwagen.“

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Bulle dein Duldungsstatus ist aufgehoben und deine Aufenthaltserlaubnis erloschen wie das Feuer in dem Streifenwagen hinter der Wache und so wirst du von uns mit genau solcher Respektlosigkeit und Gewalt behandelt, wie du Flüchtlinge behandelst.“

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Uwe Johnsons „Jahrestage“, „My Generation“, meine „Fender Stratocaster“

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Dietmar Moews meint: Wir erleben mit der derzeitigen Gewalteskalation das Spannungsfeld von Bildungsdefiziten und sozio-materiellen „Explosionen“. Die Rechtsbrecher wissen sich nicht durch eigenes politisches Engament anders zu helfen. Natürlich „natürlich“ sind es immer wieder Buben und Unterbelichtete im Zusammenspiel mit ignoranter Politik. (Die Polizeigewerkschaft kennt die „Buben“ der Polizei, die in ihrer privaten Freizeitwelt mit Vorliebe Rechts und Ordnung mit Überwachen und Strafen durchsetzen).

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Die konkrete innere Ordnung ist eine heikle stets sehr spezielle Szenerie. Wer die Entwicklung von Leipzig-Connewitz seit 1990 kennt, ist weniger überrascht über solche völlig unakzeptablen Übergriffe. Mit einem verbrannten Polizisten Jalloh kann man noch nicht aufwarten.

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Wer im Paris vorgelagerten Vorortsgürtel, im Umkreis von 100 Kilometern die geradezu verwüsteten Lebenssphären der überwiegend nordafrikanischen Franzosenkinder erlebt, ist nicht überrascht, was an Gewalt eskaliert. Auch das ist nach unseren zivilen Vorstellungen und der Europäischen Rechtslage völlig unakzeptabel.

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Aber es muss die Politik geradezu strukturelle materielle Investitionen in diese heruntergekommene soziale Lage machen, damit es auch in diesen Szenerien zu lebensfrohen Funktionen kommen kann.

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Vielleicht fällt jetzt so langsam mal ein Groschen, dass es mit „ANTI-KÖGIDA-Gutmensch-Demos“ in Köln keineswegs getan ist. Und mit „Nadelstreifen-Nazis-Hilfserklärungen der Lügenpresse“ ebenfalls überhaupt nicht – wieso steht es so in der „NYTimes“ und im britischen „Guardian“: Pin Stripe Suits-Neo-Nazis?

 

Wie gesagt, ZWEI STRUKTUREN sind in Deutschland verelendet:

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EINS: Bildung durch Vorbilder zum Citoyen in der freien Demokratie.

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ZWEI: Gravierende materielle Verbesserung der Führung der Nachkommen in ein gelingendes Leben.

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Wenn man sich allein auf die Forderungen nach „Recht und Ordnung“ und „Freiheit“ festlegt, dann ist das zweifellos die RECHTE ordnungspolitische Position. Die ist zunächst zwar legal, aber nur rechts, nicht rechtsradikal und nicht rechtsextremistisch. Nur löst sie das Problem nicht.

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Doch wenn in Connewitz Angriffe auf die „geordneten Verhältnisse“ von sogenannten LINKSRADIKALEN sich häufen, sind die Verantwortlichen aufgefordert, mehr ordnungspolitische Gestaltung einzuführen als nur Gegengewalt auf Gewalt.

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Die Grenze ist längst überschritten, wenn schon die Polizei nicht mehr zur Selbstverteidigung fähig ist.

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