WILLEM MENGELBERG – Genie im Deutschlandfunk

Lichtgeschwindigkeit 5206

am Donnerstag, 25. Dezember 2014

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Ein ausgespochen begeisterndes Weihnachtsgeschenk empfing ich heute, durch eine Musiksendung zu, über und mit WILLEM MENGELBERG:

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Mein Dank gilt den Musikredakteuren, der Leitung des Senders DLF (nicht Deutschlandradio Berlin), den Redaktionen und der Autorin von:

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https://www.youtube.com/watch?v=zayss_RBkj8

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Ins Deutsche übersetzt (Mengelberg stammte aus Köln und hatte in Köln studiert), möchte ich das kurze Stichwort anzeigen: Mengelberg „furtwänglert“ (mag es umgekehrt verstanden sein: Wilhelm Furtwängler „mengelbergte“).

Gefeiert und umstritten
Der niederländische Dirigent Willem Mengelberg (1871-1951)“
Von Yvonne Petitpierre

Fast 50 Jahre lang leitete Willem Mengelberg ab 1895 das Concertgebouw-Orchester in Amsterdam. Sein Interpretationsstil prägte nachhaltig das außerordentliche Niveau des Orchesters und er verhalf ihm zu Weltruhm. Zudem verband Mengelberg eine langjährige Freundschaft mit Richard Strauss und Gustav Mahler; letzterer erfuhr durch den Dirigenten eine Vielzahl legendärer Aufführungen. Zwischen 1922 und 1928 war Mengelberg auch als Musikdirektor der New Yorker Philharmoniker tätig, doch diese Position ist getrübt durch die Rivalität zu Arturo Toscanini, der das Orchester ebenfalls dirigierte. Bis zu Beginn der 40er-Jahre wurde Willem Mengelberg in den Niederlanden als Nationalheld gefeiert und mit zahlreichen Ehrungen hoch dekoriert. Zum Verhängnis wurde ihm allerdings seine Naivität, als er die politischen Ereignisse in den 30er- und 40er-Jahren nicht wahrnehmen wollte. Da er die Nähe zu Nazi-Persönlichkeiten nicht scheute und auch einige Konzerte in Deutschland dirigierte, wurde er im Rahmen der Entnazifizierung mit einem Berufsverbot belegt. Mengelberg zog sich in die Schweiz zurück, wo er 1951 wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag verstarb. Ein widersprüchlicher Mensch, aber genialer Dirigent, dessen Verdienste um die niederländische Musiklandschaft inzwischen wieder intensiv erkundet und gewürdigt werden.“ (Text zitiert aus deutschlandfunk.de)

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Mengelberg kooperierte international – viele Jahre in New York mit den New Yorker Philharmonikern, neben dem Neid Toscaninis – während der Besatzungszeit 1940 bis 1945 auch mit den Deutschen und gab Konzerte für führende Nationalsozialisten wie Seys-Inquart, was ihm internationale Kritik eintrug. Mengelberg rechtfertigte seine internationale Tätigkeit mit dem Vergleich, dass, so wie die Sonne für alle scheine, die Musik für alle Völker da sei. Noch im Herbst 1940 führte er die 1. Sinfonie von Gustav Mahler auf, mit dem er persönlich befreundet war. Außerdem verhandelte er für Juden und niederländische Staatsbürger Carl Flesch, den Flötisten Hubert Barwahser, Ernst Laqueur, die Pianistin Sara Bosmans-Benedicts und viele weitere) mit den deutschen Besatzungsbehörden. Aufgrund dessen erging zu Mengelbergs 70. Geburtstag 1941 eine Anweisung an die deutsche Presse, den Geburtstag mit einer gewissen Reserviertheit zu begehen, da Mengelberg sich „sein Leben lang für Gustav Mahler eingesetzt [hat], sich in München abfällig über Deutschland geäußert [hat] und heute noch (1941) 12 Juden in seinem Orchester beschäftigt. (Quelle wikipedia)

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Mengelberg erhielt 1945 im Rahmen der Entnazifizierung ein zunächst lebenslanges, nach der Berufungsverhandlung 1947 auf sechs Jahre reduziertes Auftrittsverbot in den Niederlanden. Sein Pass wurde eingezogen, und man erkannte ihm seine Ehrungen ab. Mengelberg begriff diese Maßnahmen nicht. Er berief sich darauf, dass seine gesamte Tätigkeit in 50 Berufsjahren nur dem Wohle der Niederlande, der Stadt Amsterdam und des Concertgebouw-Orchesters gedient habe und dass er fälschlicherweise geglaubt habe, dies sei in der Öffentlichkeit auch verstanden worden. 1946 schrieb er an Ellie Bysterus Heemskerk (eine Geigerin im Concertgebouw-Orchester): „Wenn ich etwas getan hätte, würde ich es verstehen, aber ich bin nie in etwas verstrickt gewesen.

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Grünewald in Colmar: Isenheimer Altar

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Dietmar Moews meint: Woher sollte der Mob wissen, dass geniale Kunst nicht im Veitstanz besteht und nicht in den Größenwahn zur Vernichtung Schwächerer führt.

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Große Kunst macht Menschen menschlich und sozial.

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Denn im Erlebnis großer Kunst gibt es eine höchste Ausprägung: Das Kunsterlebnis in einer kunstsinnigen Gemeinschaft.

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Das Soziale ist die höchste Bedeutung – selbst wenn esoterische und egozentrische Exklusivität im naiven Kunstkonsum vielen Menschen bedeutender scheint.

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Willem Mengelberg wird im heutigen Musikbetrieb, ähnlich wie Wilhelm Furtwängler, geradezu massenmedial vergessen gemacht.

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Hier wird mal mit der sensationellen Matthäus Passion von 1939 eine extrem hingebungsvolle Kostprobe erteilt. 1000 Mal anhören und dann Alles andere neu hören.

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