Bill Gates als IT-Philosoph

Lichtgeschwindigkeit 5054

am Dienstag, 4. November 2014

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Der Software-Pionier Bill Gates schrieb in seinem Buch … „Wir IT-Entwickler können Alles. Aber was sollen wir konkret entwickeln? Die Benutzer müssen uns sagen, was sie brauchen.“

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In den 1980er Jahren stieg die Leistungsfähigkeit elektronischer Rechenmaschinen. Die Phantasie der Komputerbauer und der Programmierer in der instrumentalisierten elektronischen Datenverarbeitung explodierte. Auf diesem Weg entstanden ortsgetrennte Echtzeitprozessoren. Das Internetz fiel quasi vom Himmel.

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Die Vorgaben für die Entwickler sind klar: Kosten, Beschleunigung, Sozialverträglichkeit, Innovation, globale Reichweite und – IT-Revolution. Wie schon einhundert Jahre vorher kraftaufwendige Manufaktur systematisch durch Elektromotoren ersetzt wurde. Werden heute sämtliche Belange unserer westlichen Kultur – Kommunikation, Produktion, Konsumtion, Distribution – systematisch abgeklappert, ob und wie IT-Anwendungen zum Einsatz kommen könnten. Dabei entstehen soziale Seiteneffekte als Transparenz und Aufklärung, Zweckentfremdungen als Gadjets und Algorithmenhandel. Oder durch Rückkopplungen kollabieren schöne Ansätze, indem sozialer Stoff- und Kommunikationsdrang aus vergrößerter Reichweite und verkürzter (Echt) Zeit Schlafentzug und Überreizung machen.

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Aus dem Gefahr oder Tarnung ausstrahlenden Militärdesign wurde inzwischen das Absatzwunder von Augen- und Handschmeichlern.

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Der erstaunliche Erfolg von Steve Jobs zeigt, Design wurde zum Absatzschlüssel und zur Bemessungsgrundlage von IT-Anwendungen. Weltweiter Massenkonsum der zivilen Konsumenten ergänzt die enormen staatlichen Investitionen der USA in die IT.

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Durch Lifestyle und Freizeitanwendungen wurden aus den Zivilisten weltweit freiwillige Versuchskaninchen der IT-Produkte gemacht.

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Auf der Suche nach Erleichterung im Lebenskampf beobachten wir eine Neue Sinnlichkeit. Die Konsumenten greifen unter dem Zeichen von Freiheit und Selbstbestimmung zum digitalen Tropf. Hier finden sie die gewünschte Zwangsvermeidung.

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Während vor der IT-Revolution die alte Sinnlichkeit eine soziale Abrichtungsszenerie von Triebhemmung, Triebverzicht und, wenn es gelang, Triebverwirklichung brachte, trägt die IT-Revolution neben allem Nutzen das unvermeidbare Gepräge von Entmündigung, Abkopplung, Virtualität und Manipulationen. Autismus, Solipsismus, soziale Inkompetenz bringen aus der Balance, was man einmal mit dem Turing-Test und der Black Box zu schützen suchte:

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Die Menschlichkeit. Der sich der Technik bedienende Mensch verfällt der Robotik und der algorithmischen Übermacht. Und das macht den technischen Fortschritt bezahlbar und die massentaugliche Produktionsgesellschaft zur Desinformationsgesellschaft.

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Es ist unübersehbar, dass durch all die natürlichen Bedürfnisse und Begabungen und durch die hochentwickelte Fusion von Technik, Kunst und Leibwissenschaft die IT-Revolution vorangetrieben werden kann.

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Dietmar Moews meint: Hier sind Anzeichen dafür angedeutet, dass und wie entscheidend die Konsumenten mit hineinwirken was entwickelt und gekauft wird und wie die IT-Revolution dienen oder herrschen wird.

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Ohne eine empirische Sozialforschung, die hierzu das Technikerlebnis ins Zentrum des Verhaltens der konsumierenden und produzierenden Interessenten stellt, die soziale Szenerie erfasst und interpertiert, sind Wertentscheidungen zur Auslegung der IT-Revolution mit Blick auf die Zukunft nicht organisierbar.

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