Manga-Manie – das Phänomen der japanischen Comics

Lichtgeschwindigkeit 4944

am Dienstag, 30. September 2014

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Das Phänomen der japanischen Comics, der Manga, hat anderthalb Jahrzehnte in Deutschland gebraucht, bis es nun seine eigene große Messe bekommt.

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Parallel zur Leipziger Buchmesse hat die Manga Comic-Convention (MCC) eine ganze Halle. Schon in den ersten Tagen zeigte sich, das ein eigener, zusätzlicher Besucherstrom – junge Leute Manga sehen wollen.

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Es ist eine Halle von 15.000 Quadratmetern exklusiv dem Comic zur Verfügung gestellt worden. Die Verleger dieser erfolgreichen Graphic Novels haben es vorgezogen Manga und klassische Literatur zu trennen.

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Dabei sind etliche Mangas bei etablierten Verlagen wie Knesebeck, Suhrkamp, Galiani, Verbrecher, Atrium oder S. Fischer angesiedelt.

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Und die deutschsprachigen Pioniere des anspruchsvollen Erzählens in Bildergeschichten wie Reprodukt, Edition Moderne oder Avent sind hier versammelt. Damit wurde Leipzig das Mekka der Comicfans.

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Manga sind unverändert ein Jugendphänomen, deren Erfolg sich dadurch erklärt, dass die jungen Leser hier etwas finden, was sie von ihrer Elterngeneration unterscheidet., die selbst schon mit Comics aufgewachsen sind.

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Eine weitere Spielart, auf Manga bezogen, ist das Cosplay.

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In Leipzig konnten sich die Leser als ihre Lieblings-Figuren kostümieren und damit wurden weitere Türen beim Publikum geöffnet.

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Inzwischen hat auch die Frankfurter Buchmesse nachgezogen und schuf ebenfalls einen Comic-Schwerpunkt, in dessen Rahmen sogar das Finale um die deutsche Cosplay-Meisterschaft stattfand. Und daraus ist nun der besucherstärkste Einzeltermin in Frankfurt geworden.

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Jetzt ist die erfolgreichste deutsche Messe-Idee der letzten Jahre und ein Magnet für junge Besucher in Leipzig, von der Kölner Messe abgeworben worden. Und es sieht so aus, dass demnächst Buchmesse und MCC getrennt werden, weil das Übertreffen der Hunderttausend-Besucher-Grenze auch aus einer Geschäftsmesse immer mehr ein Leseereignis macht. Während der jugendliche Manga-Bereich mehr das Erlebnisgefühl intensiviert.

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Dietmar Moews meint: Trennung ausdifferenzierter Messe-Angebote ist konsumentenfreundlich. Buchhändler müssen eventuell beide Veranstaltungen studieren und haben mehr Arbeit.

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Comics und auch die japanischen Mangas sind allemal zu begrüßen und keinesfalls als Tiefkunst, im Unterschied etwa zu Hochkunst und hoher Literatur zu verurteilen.

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Aus Comic-soziologischer Sicht ist immer, wenn Bedarf durch Interesse heraufkommt, wenn also Menschen mit Werken etwas anfangen können und im Anschluss daran immer in Beziehung zu anderen Menschen treten, sozio-kulturelle Interaktivität mit der Tendenz zu Informationsprozessen, Gestaltungsprozessen, Geschmacksdiskussion, Wertaushandlungen – kurz: Es entstehen aus flüchtigen Praktiken, ein Bilderbuch in die Hand zu nehmen, Ausprägungen und Verfestigungen von Sinn und Form im sozialen Umgang: Das ist Kultur.

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Verurteilung von Manga, als primitiv oder fremd oder oberflächlich, ist wie es die Comic-Soziologie weißt, immer die Verurteilung derjenigen, die den Comic benutzen. Man verurteilt „Kitsch“, aber meint den Kitsch-Liebhaber, den man mit herabwürdigenden Urteilen bewertet. Und das ist vollkommen unakzeptabel.

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Der Kritik-Gang von Comic zu Kitsch ist in sofern bedenklich, dass es um den sozialen Anfang von Kultur geht und nicht um die Anbetung goldgeprägter Kostbarkeiten.

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Wer selbst kultiviert ist, kommt gar nicht auf die Idee, jemand, dessen Verhaltenskultur sich an anderen Werken sozio-geistig entspinnt als er selbst gebraucht, herab zu werten. Je mehr Urteilskraft und Erfahrung ein Mensch hat, so hat sie oder er diese doch von einem Anfang her entfaltet. Anfang bedingt Anschlussfähigkeit.

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So ist es möglich, dass der Weg zu verschiedenen Künsten und Literaturen gefunden wird, nachdem man den Anfang beim Manga fand. Und ebenso ist es möglich, dass ein Sozialwissenschafler, der schwierige Fachbücher zu schätzen weiß und hohe Literatur nutzt und pflegt, doch auch zu Mangas findet – besonders auch die Stellung aller Kunstarten, jeweils als Mittelpunkt des sozialen Kunsterlebnisses, an dem immer sehr verschiedenen Menschen beteiligt sein können. Schließlich der Mangazeichner über das Comiclesen zur Lyrik oder zu anderen Textarten finden kann.

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Man mag glauben oder nicht, wenn sich ein kindlicher oder jugendlicher Manganese entscheidet, sich mit Mangas und Mangafreunden zu befassen, dann mag es doch recht sein, wenn zum Beispiel dabei Mangaworte gelernt werden, die sich die Mangaverehrerin und Mangaliebhaber angewöhnen, um über Manga reden zu können.

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Also etwa das Wort „shonen manga“ heißt zu Deutsch: „Geschichten für Jungen“, während „shojo manga“ auf Deutsch „Geschichten für Mädchen“ sind. Und schon sind wir mitten im Werden von kleinen Menschen hinzu anthropologischen und soziologischen Erkenntnissen und Urteilungen sowie Meinungen, zu Fragen:

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Was ist den Geschichte für Jungen?

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Was ist das spezifische an diesen Mangas und was an den Jungen?

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Warum gefallen Mädchen andere Comics besser?

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Was ist das schöne an Mädchenmangas?

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Gibt es auch besonders beliebte Mangas, die Jungen und Mädchen begeistern?

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Was erzählt man darüber?

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Hat man eigene Qualitätsurteile?

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Wie sind die begründet? kann man das sagen? oder ist das mehr ein Gefühl?

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