Massaker-Diskussion zwischen semitischen Antisemiten und antisemitischen Semiten

Lichtgeschwindigkeit 4891

am Sonntag, 14. August 2014

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Heute hat der nichtsemitische David Graumann öffentlich erklärt, dass wir Juden uns selbst lieben, aber wir wollen auch von anderen geliebt werden. Wir betteln auch nicht um Beistand. Wir fordern einfach mehr Fairness. Darauf bestehen wir.

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Graumann, der Verbandsleiter einer jüdischen NGO, die die Bundesrepublik Deutschland seit vielen Jahren finanziert. Der Redner Graumann kann nicht so gut Deutsch sprechen – er stolperte und versprach sich fortwährend in seinem abgelesenen Textvortrag. Ich hätte ihn gerne mal mit Hebräisch gehört.

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Die Hamas ist eine böse Organisation. Das kann man schon in der Gründungssatzung nachlesen.

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Genug ist genug, sagte Graumann. Die Kritik an Israel ist Kritik. Antisemitismus gegen Nichtsemiten ist Sprachmist. Kritik an Massakern ist Kritik an Massakern: „Steh auf! Nie wieder Judenhass.“ Kritik an dem CDU-Ex-Bundespräsident Christian Wulff darf nicht als Antisemitismus von der Kritik ablenken – auch wenn Wulff beim Anti-Antisemitismus jetzt wieder ganz vorne ist.

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Man sieht, nicht nur, der Islam ist ein Teil von Deutschland, auch der Antisemitismus, auch die Kritik an Massakermenschen ist ein Teil von Deutschland.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung trägt heute, 13. September 2014, auf der Titelseite:

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Elitesoldaten verweigern Einsätze gegen Palästinenser. „Wir wollen kein Werkzeug sein“ / Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Tel Aviv. 12. September. In Israel haben 43 Mitglieder einer Sondereinheit des militärischen Geheimdienstes angekündigt, künftig Einsätze zu verweigern, die sich gegen Palästinenser richten. „Wir weigern uns, ein Werkzeug zu sein, das die militärische Kontrolle der besetzten Gebiete vertieft, „ schrieben die 43 Reservisten der geheimen Einheit „8200“, deren Aufgabe es ist, die Kommunikation des Feindes abzuhören und für die Truppe nutzbar zu machen. Die von ihnen gesammelten Informationen schadeten unschuldigen Menschen, da sie genutzt würden, um „Kollaborateure zu rekrutieren“… (…)

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„… Die 43 Unterzeichner des Briefes wollten nach dem Gas-Krieg mit mehr als 2000 Toten nicht mehr schweigen, weil sie ihre Reserveeinsätze nicht länger mit ihrem Gewissen vereinbaren könnten, wie einige von ihnen gegenüber dieser Zeitung deutlich machten (Anm. D.M. gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung). In dem Brief bezeichnen sie es als ihre „moralische Pflicht“, Verantwortung für eine Situation zu übernehmen, in der Millionen Palästinensern ihre Rechte vorenthalten würden (Siehe Seite 5.)“

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Prof. Dr. Alphons Silbermann held a reception to his 90th  day of births at the Excelsior Hotel Ernst Cologne near dome

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Dietmar Moews meint: Der Deutsche Dieter Graumann ist mit der Führung der verbandsjüdischen Interessen in Deutschland offenbar vollkommen überfordert. Er bringt ständig inhaltlichen Unfug gegeneinander, verwechselt soziale Tatsachen, wie Fremdenhass, Rassismus, Judenhass, Kritik an Israel, Kritik an Hamas, Kritik an Palästina – und er hat auch nicht die Mittel einer dem wichtigen Thema angemessene Formkunst – Sinn und Form der Stümperei sind ein zusätzliches Problem, wenn man ein Problem annehmen will. Graumann schadet den Interessen der deutschen Juden.

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Graumann hat die Begriffe „Kritik“ und „Antisemitismus“ und „Rassismus“ durcheinander gemischt. Graumann hat das seit Längerem auch in barocken Texten publiziert. Man findet durchgängig, dass Graumann diese Abgrenzungsbegriffe und Abgrenzungsverhaltensweisen unter Menschen nicht unterscheiden kann, nicht unterscheiden will und mutwillig in einen Topf wirft.

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Es ist legitim, dass der Deutsche, Dieter Graumann, auch der Pole David Graumann, und auch der Jude und Judenfunktionär Graumann, in einer deutschen Organisation gegen das Böse und für das Gute eintritt: „We live in a free country“, sagte Alphons Silbermann (1909-2000). Man ist in der Hoffnung, dass Graumann sich auf dem Weg zur Lösung seiner Probleme sich befindet, statt diese zu vergrößern.

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Deutschland und die Deutschen sind aus Sicht Silbermanns dem deutschen Judentum verpflichtet und in dieser Folge besonders dem Staat Israel, der zur Zuflucht für Juden aus aller Welt werden soll. (Silbermann hat sowohl Pflichterfüllung gegen das Land NRW eingeklagt wie auch Kritik an Nichtpflichterfüllung mit empirischer Feldarbeit erfasst und interpretiert. Silbermann hat eine anspruchsvolle neue Philosophie der praktischen Moral entworfen und begründet).

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Ich empfehle Graumann die wissenschaftlichen Publikationen von Alphons Silbermann zu studieren. Silbermann war ein einschlägiger Wissenschaftler, anders als Graumann.

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Silbermann war als Kölner Jude unmittelbar Opfer des hier anstehenden Unmenschentums. Persönlich musste er vor Nazis fliehen. Silbermann war ein Betroffener der sozialen Entwicklungen in Deutschland im zwanzigsten Jahrhundert. Der historische Kontext (Ernst Nolte) mündete in die Verfolgung, Vertreibungen und artete in massenmörderische industrielle Vernichtung von ausgegrenzten Opfern aus. Hauptsächlich deutsche Juden sowie europäische Juden, nach absurden rassistischen Hirngespinsten, alle Zigeuner sowie überhaupt Andersdenkende, wurden entrechtet und vernichtet.

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Alphons Silbermann war 1933 vor den Kölner Nazi-Jägern abgehauen, hatte bald seine beiden Eltern nachgeholt – die drei Silbermanns waren im Jahr 1945 die einzigen Überlebenden der Familie (in Sidney, Australien), des gesamten Nazi-Exzess. Aber was haben die erleben müssen.

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Es ist unbegreiflich, wie das leibhaftige Übel all der Massenmörder das deutsche Judentum ausrotten wollte. Deutsche haben dafür eine spezielle Ideologie organisiert. Unter anderem wurde ein fiktiver Rassismus mit der kollektiven Dummheit der deutschen Öffentlichkeit koordiniert. Es wurde eine historische und traditionelle Judenunterdrückung bzw- Judendiskriminierung und Judenhass, des Soseins einer Diaspora-Kultur, das Selbstdesign der Juden als „Auserwählte (Israel) oder Ausgrenzung jedes Andersseins, überwiegend in gezielten Vorurteilen und Stereotypen von Majoritätsgruppen in der Gesellschaft gegen Minoritäten, Diskriminierung für ein geradezu „hygienisches“ Selbstpflegeerlebnis so propagandistisch beschworen. Damals – zwischen 1929 (Theodor Lessing) und 1945 – wurden kaum noch Gegenargumente oder Kritik öffentlich .

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Wer selbst kein dummes „Schwein ist“, wird die Schuld der vielen Einzelnen im Dritten Reich nicht begreifen können. Es zeigt eine anthropologisch-soziale Verhaltensweise, die als „Hitlerschlauheit“ verstanden werden kann: Scheinheiligkeit: Nichtwissen, Wegschauen, Achselzucken.

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Auch heute ist die Begegnung mit bösen Menschen für den empathischen Menschen unergründlich. Der Verdacht, in wie vielen Menschen das Böse latent wartet, angesprochen zu werden, kann zwar nicht trösten, dämpft aber die Hoffnung, am anthropologischen Kern dieser Möglichkeiten etwas bessern zu können. Weder mit Erpressung, noch mit Euthanasie oder mit David Graumann.

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Einzig Freundlichkeit bessert die Quote der manifesten Mitmenschlichkeit. Dafür sind die 43 Briefschreiber der „8200“ ein Beispiel. Der Massakermensch, der dem Rest der Welt entgegen heult, er habe keine Großeltern gehabt, hat ein wirkliches Pech. Sein Pech ist einen Vergleich zu dem Pech der 0,9 Millionen Kinder in Gaza wert, die durch die siebenwöchigen Massaker des Massakerstaates nun schwer krank sind.

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Der Massakerstaat wird das bezahlen müssen. Daran habe ich aus blanker Lebenserfahrung überhaupt keinen Zweifel. Auch so ein bedeutungsschwacher Funktionär wie Herr Graumann wird dafür bezahlen. Das steht alles auf der Rechnung, die Gershom Gorenberg „Israel schafft sich ab“ nennt.

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Es ist einfach ein Drama, dass an bestimmten lebenspraktischen Schnittstellen Dummheit und das Böse in der gleichen Form Ausdruck finden.

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Die Massakermenschen werden das bezahlen müssen.

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Da hilft nur Aufklärung, Verständigung und Bildung, statt durch falsch verstandene Gleichgültigkeit „die Sau rauszulassen“.

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Es ist erschütternd, dass wir diese Art von Niedermachen von schwächeren Anderen, in beinahe allen traditionellen und aber auch modernen und postmodernen Gemeinwesen sehen müssen.

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Ich sage nur „Fernfuchtelei der Schmerzbefreiten am Internetz“ (Iron Dome).

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One Response to Massaker-Diskussion zwischen semitischen Antisemiten und antisemitischen Semiten

  1. Thomas Wipf sagt:

    Herr Doktor Moews, das ist ein sehr guter Text mit einer ungeheuer bewegenden Bandbreite und mitfühlend geschrieben. Dazwischen noch das Silvermac-Foto aus einem freien Land von dem Geburtstags-Geschenk-Fotograf.

    Herzliche Grüße Ihr Einäugiger

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