ALIBABA geht an die New Yorker Börse für Riesen-Milliarden

Lichtgeschwindigkeit 4867

am Montag, 8. September 2014

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Heute wurde der Weltöffentlichkeit seitens der Bank of China mitgeteilt, dass das chinesische Unternehmen Alibaba den Börsengang an der New Yorker Börse eingeleitet hat. Die Sache läuft, Kapitalanleger in Milliarden-Dollar-Umfang für den chinesischen Onlinemarketing-Konzern einzusammeln. Die am Markt führenden Unternehmen Google, facebook, Amazon und Ebay dürfen sich über Marktbelebung freuen.

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Alibaba hat die westliche Firma YAHOO eingebunden. Hierdurch werden sozio-kulturelle und sprachliche Nachteile eingefangen.

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Der chinesische Online-Händler Alibaba wird bei seinem Börsengang in den USA voraussichtlich gleich in die Riege der wertvollsten Firmen an der New Yorker Börse einsteigen.

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Klappt alles wie geplant, ist Alibaba bei seinem Börsendebüt in der nächsten Woche stolze 162,7 Mrd. $ wert, und die Investoren können im Zuge des Börsengangs Aktien im Wert von 24,3 Mrd. $ erwerben. Diese Zahlen ergeben sich aus der jüngsten, am Freitag bei der Börsenaufsicht SEC eingereichten Pflichtmitteilung. Darin wird die Preisspanne auf 60 $ bis 66 $ je Aktie fixiert.

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Es ist der bisher weltweit grösste Börsengang. Der genannte Börsenwert ergibt sich, wenn die Aktien zum Höchstpreis emittiert werden und zudem, im Fall einer überbordenden Nachfrage, die Mehrzuteilungsoption zur Ausübung gelangt. Realisierte sich dieses optimistische Szenarium, überträfe die Transaktion den bisher weltweit grössten Börsengang, jenen der Bank of China im Jahr 2010 (Placierungsvolumen von 22 Mrd. $).

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Mit der Veröffentlichung dieser Eckdaten hat der chinesische Konzern einen weiteren Schritt in Richtung des Zentrums des westlichen Kapitalismus gemacht: In dieser Woche beginnen nun die Investorenpräsentationen. Vermutlich am 18. September wird der Emissionspreis festgelegt, und wohl am 19. September werden die Alibaba-Aktien unter den Kürzel Baba zum ersten Mal an der New Yorker Börse gehandelt.

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Damit wäre Alibaba auf Anhieb das drittgrösste in den USA kotierte Internetunternehmen nach Google (400 Mrd. $) und Facebook (201 Mrd. $) und würde vor Amazon.com (160 Mrd. $) und Ebay (67 Mrd. $) rangieren. Der chinesische Internetkonzern betreibt mit seinen 20 000 Mitarbeitern vornehmlich in China eine Reihe von Online-Marktplätzen, die Produzenten mit Konsumenten verbinden oder auch Unternehmen bzw. Konsumenten untereinander. Im letzten Quartal wurden über die Plattformen Waren im Wert von 82 Mrd. $ verkauft. Alibaba erwirtschaftete einen Umsatz von 2,5 Mrd. $ und einen von Sondereffekten beeinflussten Gewinn von 1,9 Mrd. $. Zum Vergleich: Die wesentlich unprofitabler arbeitende Amazon.com hat im letzten Quartal bei einem Umsatz von 19,4 Mrd. $ einen Verlust von 123 Mio. $ eingefahren; über den Marktplatz wurden Waren im Wert von 18,6 Mrd. $ verkauft.

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Der voraussichtliche Börsenwert von Alibaba liegt deutlich unter den bisherigen Erwartungen an der Wall Street, welche die 220-Mrd.-$-Marke touchiert hatten. Und auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (bezogen auf den letzten Jahresgewinn) ist mit 41 (bei einem Emissionspreis von 63 $) nicht exorbitant, zumal der Gewinn für das laufende Geschäftsjahr um einiges höher ausfallen dürfte als im letzten Jahr. Zum Vergleich: Amazons Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt derzeit 560.

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Dass sich Alibaba im jüngsten SEC-Filing mit dem Ausgabepreis eher zurückhaltend zeigt, deutet darauf hin, dass potenzielle Investoren bereits einiges an Kritik haben durchscheinen lassen. Besonders die Führungsstrukturen von Alibaba, die einem Gremium aus 27 Partnern grossen Einfluss einräumen, werden kritisch beurteilt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die regulatorische Unsicherheit, zumal Wege gefunden werden mussten, um Beschränkungen für Auslandsinvestitionen zu umgehen.

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Die nun anlaufende Roadshow in den grossen Finanzzentren wird zeigen, ob Alibaba und die konsortialführenden Banken diese Bedenken ausräumen können und sich die Investoren voll und ganz den Wachstumsphantasien von Alibaba-Gründer und Konzernchef Jack Ma hingeben werden. Dieser schreibt in dem am Freitag veröffentlichten Brief an die Aktionäre: «In der Vergangenheit wurden wir daran gemessen, wie stark wir China verändert haben. In der Zukunft werden wir daran gemessen, wie viel Fortschritt wir der Welt bringen.»

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Dietmar Moews meint: „Amor fati“ -Nietzsches „Umarme das Schicksal“ ist hier (wie täglich) angesagt: Ich begrüße den Börsengang von ALIBABA:

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EINS ALIBABA belebt das Geschäft durch Konkurrenz für die Monopoltechniker von Google.

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ZWEI ALIBABA wird die Monopolstellung des Westens durch Marktmacht alternieren können. Damit ist das Hegemonialunwesen des Westens unter lebendige Konkurrenz gestellt und hätte zu balancieren, statt nur zu konfrontieren.

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Die Ankündigung dieses ALIBABA und die vierzig Räuber-Börsenganges gefällt mir ähnlich gut, wie die Ankündigung, dass eine chinesische Baufirma begonnen haben soll, einen zweiten Panama-Kanal zu bauen, um vom Amerikanisch kontrollierten Seeweg zwischen den Ozeanen unabhängig zu sein.

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Kurz: BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) können auch was.

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