Neue Arbeitsplätze als Doubles auf dem Arbeitsmarkt

Lichtgeschwindigkeit 4815

am Sonntag, 24. August 2014

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Die beschleunigte industrielle und postindustrielle Produktions- und auch Konsumtionsweise setzt geradezu natürlich fortwährend bis heute notwendiges Können, Wissen und Geschicklichkeit in Handfertigkeiten und Arbeitsplätzen aus. Vieles fällt weitreichend weg und geht sogar verloren. Es bleiben oft nur noch wenige Prototypenproduzenten, die alte Handwerke und Materialkenntnisse pflegen und lehren können.

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Die alte Arbeit verändert sich und verschwindet. Während anzahlmäßig gerade aufgrund der Rationalisierungen und Massenproduktions-Prozessoren, bis hin zur IT-Industrie 4.0, in der die Produktionsautomaten durch Software-Einsatz die eigenen vor- und nachgelagerten Arbeitsfelder eigenständig entscheiden. Für Menschenarbeitsplätze bleiben nur Beschäftigung für wenige Aufseher und eventuell für Behelfs-Werkzeugmacher und Behelfsmonteure.

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Aus Indien, konkret aus Delhi, kam jetzt eine Neuigkeit, zumindest für uns Europäer:

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Streunende Affen sind ein altbekanntes Übel auf dem indischen Subkontinent, wie ich der Neuen Zürcher Zeitung vom 18. August 2014 entnehme. „sie brechen in Häuser ein, leeren Kühlschränke und verwüsten Büros. Immer wieder greifen sie zudem Schulkinder oder auch Erwachsene an. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind Affenbisse in Indien weit verbreitet, in manchen Fällen erweisen sich solche Angriffe gar als tödlich. Die meisten Inder haben denn auch einen gehörigen Respekt, wenn nicht Angst vor Affen. Dies hält sie allerdings nicht davon ab, die Tiere gleichzeitig zu verehren. Denn der Affengott Hanuman soll Gläubigen Stärke und Glück bringen, und um seine Gunst zu erwerben, füttern viele Hindus wilde Affen.

( … ) rasant gewachsene Affenpopulationen .. vor allem Makaken, mittelgroße Primaten, die in größeren Gruppen umherziehen und ausgesprochen intelligent und frech sind. Traditionell wurden zum Vertreiben von Makaken gezähmte Languren eingesetzt, die etwas größer und aggressiver sind als Makaken. Auf Betreiben von Tierschützern ist das Halten domestizierter Languren seit ein paar Jahren aber verboten … immer wieder dringen Makaken ins Parlament ein, stehlen Akten und greifen Politiker an.

Versuche, die Tiere einzufangen und in der Wildnis auszusetzen, haben wenig gefruchtet. Sie sind jeweils schnell wieder in das städtische Habitat zurückgekehrt.

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Um dem Treiben ein Ende zu setzen, hat die Regierung nun vierzig Leute angeheuert, die das Gehabe und das Geschrei von Languren nachahmen und die Makaken dadurch vom Parlamentsgelände verscheuchen sollen. Viele dieser „Affen-Doubles“ hatten früher selbst Languren gehalten und bringen damit die nötige Erfahrung mit. (Der NZZ-Text verdankt sich der Autorin Andrea Spalinger)

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Dennoch dürfte es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis die Makaken das Spiel durchschauen und sich mit der neuen Situation arrangieren.

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Dietmar Moews meint: Wie die Immitation – die gezielte Nachahmung, das mimetische Vermögen und ähnliche Camouflage-Anwendungen – liegt im Beispiel der bezahlten Arbeit als „Affen-Double“ in Delhi, eine unermessliche Fundgrube an geringbezahlter, nur mäßig ausbildungsaufwendiger Arbeit, für Arbeitskräfte, die sich wohlhabende Menschen privat leisten könnten.

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Es hätten jetzt Double-Arbeitsplatz-Designer hierdurch bereits ein fruchtbares Arbeitsfeld (in selbständiger oder angestellter Tätigkeit), Double-Arbeit zu finden und zu erfinden und auszulegen und herauszubringen.

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