Indien und orthodoxe Dummheit

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Lichtgeschwindigkeit 4487

am 4. Juni 2014

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Indien, die größte Demokratie dieser Welt, hat gewählt. Ein Hindu, namens Narenda Modi wird neuer Regierungchef – und es kommt tief verwurzelter Argwohn hoch. Indien hat traditionell mehrere Religionen.

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Wer Recht hat und glaubt, mit Ordnung sei das Leben zu meistern, sollte zunächst mal versuchen bei sich persönlich Ordnung zu schaffen. An sich selbst sind Toleranz und Geduld zu erleben, nämlich, wie starre Ordnungsprinzipien nur Dumme überzeugen.

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Recht und Ordnung sind also heikle sozio-kulturelle Spielräume und keine mechanistischen Waffen. Der scharfe Geist kann die Dummheit der Hartleibigkeit von Ordnung- und Prinzipienreiterei leicht unterscheiden von den Spielräumen der wohlgeordneten Lebenskunst nebst Schicksalsschlägen.

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Der erste indische Regierungschef Nehru von der Kongresspartei, nachdem die britische Kolonialherrschaft den obrigkeitlichen Rückzug angetreten hatte, hatte geschrieben:

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Wir sollen uns daran erinnern, dass Indien nicht irgendeiner Partei oder Gruppe oder Kaste gehört. Es gehört nicht den Anhängern irgendeiner bestimmten Religion. Es ist ein Land für alle, für jede Religion und jeden Glauben.“

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So steht es auch in der indischen Verfassung, die die Rechte von Minderheiten sichert und den säkularen Staat garantiert: „Es wird keine Diskrimierung in irgendeiner Form gegen sie geben. Ihre Religion ihre Kultur und ihre Sprache sind sicher“ – so hieß es bereits 1947.

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Regierungschef Gandhi, der Moslem, wurde 1948 ermordet. Der Hinduismus, dem die Mehrheit der Inder folgen, ist Glaube, Kultur und Lebensart zugleich. Intoleranz oder die Diskrimierung Andersgläubiger ist ihm eigentlich fremd. Dennoch haben sich unter dem Mantel des Hinduismus extreme Strömungen herausgebildet, die national-religiöse Erweckungsideen formulieren und glauben.

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Diese Fundamentalisten, sie sind Orthodoxe, scheinen nicht zu verstehen, dass Hinduismus eine Kultur ist und keine Dogma. Aus Dummheit verkehren die Orthodoxen den Hinduismus in sein Gegenteil: engstirnig, ausgrenzend und intolerant.

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Dietmar Moews meint: Für alle Dummen in der Welt besteht ein Druck. Ihnen mangelt es an Wissen und Bildung. Bildung kostet Anstrengung und ist für Dumme besonders schwierig.

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Folglich besteht ein Gruppenzusammenhang von Dummen mit Bildungsschwierigkeiten. Sie leiden und lassen sich millionenfach in Rattenfängerparteien einfangen und führen.

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So kommt es, dass allüberall Parteien entstehen können, die mit klaren Forderungen von Recht und Ordnung, der eigenen Erleichterung halber, bei den jeweils anderen aufräumen wollen.

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Der Inder Modi hat das längst erkannt und hat seine Prioritäten so formuliert:

Erst die Toiletten, dann die Tempel“. Modi möchte zunächst Indien modernisieren und etwaigen hindu-nationalistischen Eifer zurückstellen. Davon könnten auch alle Anderen, insbesondere Minderheiten, profitieren.

 

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