Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 26

Lichtgeschwindigkeit 4459

am 27. Mai 2014

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Vergangene Woche berichteten die Zeitungen darüber, dass der Steuersünder Uli Hoeneß von einem Schwerkriminellen erpresst worden sei.

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Genauer hingeschaut, handelte es sich nur um einen Erpressungsversuch.

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Der angebliche Erpressungsversucher wurde bei der angeblichen Erpressungsgeldübergabe durch die Polizei festgenommen. Es handelte sich um einen vormaligen Strafgefangenen.

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Dietmar Moews meint: Zur hier aufgeworfenen Frage der Moral, etwaiger Auswirkungen auf Moralvorstellungen, Wertvorstellungen und auf das Verhalten der Menschen, die unter Umständen durch den Fall Hoeneß im Wertverhalten beeinflusst sein könnten, ist lediglich hier festzustellen:

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In der sprachlichen Darbietung der Zeitungstexte wurde einerseits der definitiv verurteilte Schwerkriminelle Uli Hoeneß als Steuersünder bezeichnet. Derjenige angebliche Täter, der versucht haben soll, Uli Hoeneß zu erpressen, wurde als Erpresser, Krimineller bzw. als Verbrecher bezeichnet.

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Die Sprachmoral hinkt also offenbar etwas. Während der verurteilte Schwerverbrecher Uli Hoeneß zum Steuersünder heruntergestilt wird, wird der Erpressungsversucher zum Täter gemacht.

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Eine schöne Erleichterungsformulierung wäre doch gewesen:

STEUERSÜNDER von ERPRESSUNGSVERSUCH-SÜNDER erpresst.

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