Von der Unermeßlichkeit des Schönen

Lichtgeschwindigkeit 4447

am 23. Mai 2014

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IX,9

Das Fremde im Schönen ist nur das Unerkannte einer sinnerfüllten Gefüge-Einheit, deren Erhebendes aus dem Formguten und deren Angenehmes aus dem Inhaltswahren Empfangsbereitschaft erwarten.

Durch Innewerden der Gestaltwürde des nutzwirkenden Befundes und durch Aufnahme seines geprägten Tiefsinns verliert das Dargebrachte im Empfangenden alles Befremdliche.

Vernünftlen aber wird weder klug aus dem Formguten der gemeisterten Entsprechung, noch sinnwitternd aus deren Inhaltswahrem.

…“

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Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 

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