Von der Unermeßlichkeit des Schönen

Lichtgeschwindigkeit 4441

am 21. Mai 2014

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IX,7

Das Dulden im Schönen als ein Beharren des Wirkgeists in der Zuversicht, ist zugleich das Gefeitsein menschlichen Innewerdens gegen Trügerisches.

Durch Geduld vermag Schaffensweisheit entstehende Werke zu schützen vor vielen Gefahren des Entstelltwerdens ihres Inhaltswahren oder ihres Formguten.

Mehr Schaden als etwa durch Kriege, Unwetter und Unverstand werden im Bereiche des Schönes angerichtet durch Ungeduld, Eilfertigkeit, Lotterei und Geltungsgier.

…“

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Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

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