Von der Unermeßlichkeit des Schönen

 

Lichtgeschwindigkeit 4426

am 18. Mai 2014

.

Der alte Malerdichter Otto Nebel um das Jahr 1970 in Bern

Der alte Malerdichter Otto Nebel um das Jahr 1970 in Bern

.

IX,4

Das Leid im Schönen ist das Schwergewicht jenes Inhaltswahren, das wägbar wird als Sinnernst oder als dessen Widerspiel im entsprechenden Formguten.

Durch Leidwissen und Sinnsicht können seelische Lasten verwandelt werden in zeugerische Anlässe und zwecksetzende Anfänge im Geiste nutzwirkenden Werkgeschehens.

Das Innewerden aus dem Leidwissen vermag im Bunde mit sinnmehrendem Können trostreiche Meisterwerke hervorzubringen.

…“

.

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: