Schokitest mit TONKA ORANGE von BESCHLE

Lichtgeschwindigkeit 4389

vom 9. Mai 2014

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Dietmar Moews meint: Es gibt nichts Schöneres, als Köln in Friedenszeiten, wenn der Schokoladen der Schokoladen HERNANDO CORTEZ geöffnet hat.

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Heute war mal wieder eine Waffenpause, die Sonne schien in den Schützengraben herein. Es war mal wieder Zeit für einen Schokoladentest in Köln.

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Ich probierte von der Milchschokolade – bean-to-bar – aus Grand Cru Maracaibo Criolait Schokolade mit Schweizer Milch verfeinert mit dem Geschmack der Bohne des Tonka-Baums und einem Hauch von Orange.

Diese Sorte wird bei Hernando Cortez unter anderem als Tafel von 50 gr zum Preis von 4,80 Euro angeboten.

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Der Schokoladenspaß mit dem Chocolatier Suisse Beschle, einem der ältesten, seit 1898, und mit dieser Sorte war nun so: TONKA ORANGE ist perfekt, höchstfeine Schokolade, einigermaßen süß, nicht zu. Einigermaßen salzig, nicht zu. Der leise Orangeklang ist absolut getroffen, für eine Milchschokolade, die angeblich 38 % Kakaoanteile hat. Fein löst sie sich im Mund, lässt sich wunderbar schlucken und auch verschlingen, keine Fäden, keine Störungen, und schön frisch.

Ich lese auf der schlichten hellbraunen Packung: Zucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Vollmilchpulver, Magermilchpulver, Rahmpulver, Emulgator (Sojalecithin) Orangenschale (2%), Tonka (1%), Vanille.

Kurz: Es entsprach meiner Milchschokoladenlust – ohne zu wissen, was Tonka überhaupt ist, habe ich als Teil in zwei Schüben vollkommen vertilgt. Klasse Schokolade von Beschle – kostspielig, leider, wie immer.

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Empfehlung von Georg Bernardini

Herr Bernardini hat diese Sorte nicht in seinem Schokitest-Buch ausgewiesen, informiert aber eingehend über Beschle in Basel und resümiert dazu:

Die edle Aufmachung und die ansprechende Verpackung halten leider nicht, was sie versprechen, im Grunde waren alle Produkte eine Enttäuschung. Es ist nett, dass die Grand-Cru-Milchschokoladen mit Criollo-Bohnen aus Venezuela hergestellt wurden. Schade ist aber, dass man dies überhaupt nicht schmeckt … zumal es schon beinahe kriminell wäre, Criollo-Kakaobohnen zur Herstellung von Kakaobutter zu vergewaltigen … an vorletzter Stelle (hinter Soja-Lecithin) .. was ist denn richtig? … oder kennt Beschle die deutsche (oder vielleicht sogar europäische Gesetzgebung nicht? Alle eingesetzten Rohstoffe müssen in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtanteils aufgeführt werden. Außerdem fehlt die Pflichtangabe der Menge der namensgebenden Zutat in Prozent …“ (zu „Beschle“ aus „DER SCHOKOLADENTESTER Georg Bernardini. Die besten Schokoladen und Pralinen der Welt. Was dahinter steckt und worauf wir gerne verzichten“

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Hier setzt Georg Bernardini harte Akzente – er spricht von „fast ein Desaster“ – die dem Schokoliebhaber Dietmar nicht wirklich den Geschmack verderben. Wenn man erst mal die Herkunft der Kakaobohnen unterscheiden kann – dem ist aber nicht so -, hat man es sicher schwerer.

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