Von der Unermeßlichkeit des Schönen

Lichtgeschwindigkeit 4283

am 8. April 2014

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V,11

Die Wärme im Schönen ist die fühlbare Strahlkraft des Formguten einer inhaltswahren Gefüge-Einheit, – also die Folge des offenbaren Vorrangs der zeugerischen Unmittelbarkeit angesichts der prüfsamen Strenge im Gestaltbefunde.

Mit der schöpferischen Liebe entsteht die Freiheit des Unmittelbaren: dank der Fülle des Möglichen; mit der empfangenden Weisheit entsteht die Vernunft des Ermittelbaren: dank der Fülle des Wirklichen.

Doch allein infolge des Verbundenseins von beseeltem Vollbringen mit entsprechendem Ermessen überwiegt in erschaffenen Sinngefügen des Schönen die Wärme.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 

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