Von der Unermeßlichkeit des Schönen

Lichtgeschwindigkeit 4268

am 2. April 2014

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V,5

Die Kühle im Schönen ist die Sinnfrische eines Gestaltbefundes, dessen innere Wahrheit Unerwartetes birgt.

Mit dem vom Menschen sinnig aufgenommenen Unerwarteten, das alsbald nicht mehr befremdet, kehrt die Willenswärme in das empfängliche Gemüt zurück; – die Kühle im Schönen ist somit eine bloße Scheinbarkeit.

Völlig kalt jedoch lassen alle Gebilde, die ohne innere Güte sind.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 

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