Von der Unermeßlichkeit des Schönen

Lichtgeschwindigkeit 4233

am 21. März 2014

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IV,5

Der Halt im Schönen ist der sinnbewirkte Zustand des Kräftegleichgewichts in einer Gefüge-Einheit zum Inhaltswahrem und Formgutem.

Ohne solches Ausgeglichensein der Wirkmengen, der Formgewichte und der Gestaltmaße ermangelt das Enthaltende des zweckbefohlenen Haltes.

Im Vollenden hat somit die Hauptsorge dem Hüten der inneren Gefäßwürde des Schönen zu gelten und nicht etwa dem Steigern des Ausdrucksmäßigen.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

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