Von der Unermeßlichkeit des Schönen

Lichtgeschwindigkeit 4230

am 20. März 2014

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IV,4

Der Hort im Schönen ist der erzielte Gewinn an Beseelkraft in einer wohlgestalten Sinngefüge-Einheit aus Inhaltswahrem und Formgutem.

Ohne solchen Zuwachs an innerstem Geistwerks-Nutzen aus frischem Inhaltswahrem läßt sich durch Formenreize allein nichts Sinnmehrendes im Schönen horten.

Folglich geschieht im Schaffen von Schönem wahrhaft Neues niemals durch äußeren Formenwandel, sondern stetsfort nur durch Einstrahlungen aus zusätzlich erforschten Innenschau-Bereichen.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 

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