Von der Unermeßlichkeit des Schönen

 

Lichtgeschwindigkeit 4226

am 19. März 2014

.

IV,3

Der Wert im Schönen ist der Beseelgrad einer Gefüge-Einheit, welcher allein bestimmt wird durch die übersinnliche Lichtdichte in deren Inhaltswahrem und die übersinnliche Wärmemenge in deren Formgutem.

Ohne gelebtes Tiefenwissen um solches Entscheidende im Schaffen, Wägen und Deuten von Sinngefügen wird der Grundwert im Schönen verkannt, entstellt, verleugnet und verneint.

In Niedergangszeiten versuchen Vernünftelei, Krämergier und Falschmünzerei auch die Rangordnung der Geistwerte umzukehren.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 

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