Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 2

Lichtgeschwindigkeit 4200

am 11. März 2014

Die heutige Fortsetzung des Steuerstrafverfahrens am Landgericht München gegen den Prominenten Uli Hoeneß ergibt folgendes Bild:

Die zum Auftakt am ersten Prozesstag zusätzlich vom Steuerkriminellen Hoeneß vorgebrachten erheblichen Selbstanzeigen sind entscheidend:

Geständnis der Straftaten,

Unwirksamkeit der Selbstanzeige von Januar 2013,

strafverschärfende ungeläuterte Einstellung zur rechtsstaatlichen Ordnung.

Hoeneß scheint dazu entschlossen, Kampfmoral und Unmoral vorzuführen.

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Hoeneß‘ Haltung ist in der rechtsstaatlichen Sachwürdigung der Anklage unwirksam. Der Mangel an Moral und Pietät und die unverfrorene Verpitbullung des Beklagten beeinflussen allerdings die Spielräume von Härte und Milde der Strafzumessung durch das Gericht, wenn es nüchtern urteilen will.

Man könnte fragen: Wechselt Hoeneß möglicherweise quasi für 27,2 (bislang 3,5 bzw. 18,5) Millionen Ablöse für fünf Jahre nach Bayreuth (an Stelle von Gustl Mollath bzw. nach Stadelheim)?

Sowohl die Unvollständigkeit der vormaligen Selbstanzeige wie auch nunmehr das überschießende Geständnis sowie die von der Verteidigung billig inszenierte beschränkte Reue erscheinen als Verwirrung stiftendes Zeitspiel.

Die staatsanwaltlichen Klagegründe einer nicht strafbefreienden Behelfsselbstanzeige wie auch das Zurückhalten wesentlicher relevanter Dokumente des Beklagten, statt tätiger Reue durch adäquate Mitwirkung, stellen diesen Steuerkriminalfall eindeutig ins Licht der unerbittlichen Verteidigungslinie, unter Verzicht auf Milde im Urteilsspruch.

Die Verteidigungsinszenierung der unglaubhaften Offenlegung der Straftatbestände wie auch des persönlichen Auftritts der Beteiligten sind vorgespielte Schwäche.

Hoeneß inszeniert im Laufe der Verhandlung Uneinigkeit mit seinem Anwalt, so als sei Hoeneß strategisch schlecht beraten.

Die Ehefrau, Susi Hoeneß, die sich nahezu vollkommen von der Promi-Öffentlichkeit fernhält, erschien persönlich im Publikum des öffentlichen Gerichtsverfahrens..

Hoeneß selbst ließ ankündigen, heute Abend im Münchner Stadion öffentlich beim Fußball zu erscheinen.

Die Einlassungen der Verteidigung zeugen von Salamitaktik und indem jede Kautele sachlich angezweifelt wird bzw. und aber, dass jede Formalität genutzt wird, entsteht sinnloses Geräusch.

Dem bisherigen Verlauf nach zu urteilen, wird ein Urteil nicht am Donnerstag verkündet werden können. Die anscheinende Eindeutigkeit der geklärten Lage zur Klageschrift wird möglichen diversen Unklarheiten, die das verspätet nachgereichte Material von Hoeneß enthalten kann, abzuklären sein, um Revisionsgründe auszuschließen. Offen ist noch, ob weitere Straftat-Sachverhalte des Steuerbetruges
hinzukommen werden. Schwarzgeld und Steuerhinterziehung sind Pflichtverletzungen. Die gleichzeitigen Verlustvorträge in Deutschland gegenüber Schwarzgewinnen in der Schweiz sind hier bislang nicht angeklagte, vermutlich nicht verjährte Betrugstaten.

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Die Vorhersage des Steuerkriminellen Uli Hoeneß, „er habe die dunkle Zeit abgeschlossen und wolle nunmehr so schnell wie möglich ungestört sein neues Leben beginnen“ wird praktisch nicht gelebt und ist deshalb unglaubhaft. Dagegen verlangen nunmehr FC-Bayern-AG-Vorstände letztinstanzliche Entscheidungen.

Der nachzuzahlende Schaden, und eine zu zahlende Strafe wie auch die Anwalts- Verfahrens- und Beratungskosten werden für Hoeneß‘ privates Auskommen gravierende Dimensionen haben. Interessant, die Festlegung von etwaigen Tagessätzen.

Es ist zu erwarten, dass die Verteidigung alle möglichen zeitaufwendigen Rechtsmittel bemühen wird, bevor ein rechtskräftiges Urteil in eine konkrete Gefängnisstrafe anzutreten wäre.

Die internationale Presse hat bislang überhaupt keine Notiz vom „Prozeß des Jahres“ genommen. Ausgenommen die deutschsprachigen Schweizer und Österreicher, wie NZZ, und heute erstmalig die französische  „Le Figaro“.

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Fortsetzung folgt

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