Bundespräsident Gauck als OLYMPIA-Sinnlosigkeit

Lichtgeschwindigkeit 4159

Mit „Sieger, Pechvögel und Verlierer“, begrüßte Bundespräsident Gauck die Sportler

am 24. Februar 2014

.Heute, am 24. Februar 2014, kehrte die Olympiamannschaft des Deutschen olympischen Sportbundes nach Deutschland zurück. Es wurde ein öffentlicher Empfang inszeniert, bei dem der Bundespräsident Joachim Gauck als mein und aller anderer Deutschen Vertreter sprach.

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Erneut war Gaucks Auftritt unerträglich. Gauck sprach von den Sportlern, als entweder Gewinnern, Verlierern oder Pechvögeln: „…ich bin der Präsident aller Sportler, nicht nur der Gewinner, ich bin auch der Präsident der Pechvögel und Verlierer.“

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Joachim Gauck zeigt seine eigene Mittelmäßigkeit, wie auch die Mittelmäßigkeit seiner Redenschreiber und Berater, wenn es um die Farben im Alltäglichen geht, wie auch hier im Falle des Olympiasports.

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Der blinde Selbstwahrnehmungsfleck ist allerdings bezeichnend und typisch. Nach der Matrix „Sieger/Pechvögel/Verlierer“ wird beinahe allen Sportlern Unrecht getan. Die meisten Sportler – auch im Bereich des Hochleistungs-Erwerbssports – treten gut vorbereitet zu ihren Wettbewerben an und bringen ihr Leistungsvermögen ein, natürlich immer relativiert durch das unterschiedliche Leistungsvermögen aller anderen Wettbewerber. So gewinnt mal jemand Gold, ohne sein eigenes Optimum gebracht zu haben. Und so landet jemand abgeschlagen, der seine Spitzenleistung brachte, während ihn scharenweise geschickt gedopte Konkurrenten abhängen konnten: Alle drei Medaillen an Russland beim 50 km Lauf.

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Die Moral der Gauck-Geschicht‘ ist: Gauck bringt – wohlmeinend – stets sein Tagesoptimum. Das mag als Gemeindepfarrer reichen. Schon als Diakon müsste da noch etwas mehr Praxiserfahrung und Seinsbindung hinzukommen. Als Bundespräsident ist es ein Scheiß! – was er da redet.

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Joachim Gauck ist also weder Sieger, noch Pechvogel, noch Verlierer. Er ist bestenfalls ein fairer Sportler, der nicht Sieger wurde, ohne den aber kein Sieger einen Wettkampf bestreiten und gewinnen könnte. Alle machen den fairen Sport – einer gewinnt den ersten Preis.

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Gauck hätte also die deutschen Rückkehrer von Sotschi 2014, 22. Olympische Winterspiele des IOC, heute in München als gute – mit wenigen skandalösen Ausnahmen – und von der deutschen Öffentlichkeit anerkannte sportliche Vertreter empfangen müssen, statt als entweder Sieger (acht Stück Goldmedaillen) ansonsten Pechvögel und Verlierer. Möchte jemand in so einer Sportler-Equipe sein, dem zum Abschlussempfang der ereignisreichen 17 Wettkampftage von Sotschi eine solch unverschämt dämliche Etikettierung zum Lohn vorgeworfen wird, wie die von Gauck?

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Zweitens fehlte heute in Bundespräsident Gaucks Empfangsbeschwörung die Rüge an alle Teilnehmer Sotschi, Aktive und Funktionäre, des deutschen und aller anderen Verbände, dass hier eine politische Demonstration hätte öffentlich gebracht werden müssen. Wer je das Wort „fair play“ gehört oder in den Mund genommen hat, angesichts der Totgeschossenen vom Maidan-Platz in Kiew, hätte hier heraustreten müssen und die Trauer und Solidarität zu bekennen gehabt. Schuld sind die ungebildeten mobartigen Trainer, Betreuer und Führer der deutschen Sportler von Sotschi. Was hätte sich Hilde Benjamin gedacht, die Koryphäe von Bernburg? Was haben sich die russischen Sportler gedacht? – ich wüsste es gern (im stillen Andenken an Dimitrj Schostakowitsch).

Und die daraufhin eventuell ausgesprochenen Disqualifikationen durch das IOC hätten – wie damals, Sommerspiele 1968 in Mexico, die 400m-US-Sprinter „Black Panters“ – ihre weltweite Wirkung gehabt. Sie wären bedeutender zu werten gewesen, als dieses seichte Gauckwort von Siegern Pechvögeln und Verlierern. Dann nämlich hätten die Sportler ein Beispiel gegeben für Fair Play, von Sport als einer moralischen Verpflichtung des verbindlichen Miteinanders. Auch hier hat Gauck versagt. Im moralischen Belang gab es in Sotschi nur die wenigen ukrainischen Sportler, die zurückzogen, denen ein Auftritt mit Trauerflor vermutlich das Leben völlig versaut hätte, während unsere Massenmedien es rausgeschnitten hätten.

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Und Gauck hätte am Ende nur von Pechvögeln und Verlierern gesprochen?

Sportler als moralische Weltgemeinschaft wurden hier weder vom DOSB, noch vom Bundespräsident Gauck und schon gar nicht vom IOC-Präsident Thomas Bach erkannt.

Bei den deutschen Sportpolitikern des Jahres 2014 gebricht es an Erkenntnis, an sittlicher Reife und an einfachem Anstand und Solidarität. Dafür werden die Aktiven als entweder Sieger, oder eben als Pechvögel und Verlierer angesprochen.

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