LITERATURZORN und VERIRRTE LITERATURORGANISATION

Günter Grass und die Salonpersonnage der Gruppe 47

Lichtgeschwindigkeit 4123,

Dietmar Moews, am 12. Februar 2014

c. Dietmar Moews 2014

Zum Erstaunen des geschundenen Kritikers zur Lage des täglichen Themenschwalls in den deutschsprachigen Massenmedien erschien am Dienstag, 11. Februar 2014 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Bereich „Briefe an die Herausgeber“, auf Seite 36, folgende Leserzuschrift,

mit dem Namen „Dr. JOCHEN BIERBACH, HOFEN“ unterzeichnet und von der Redaktionsleitung mit „Dann packt mich der Zorn“ überschrieben. Dr. Bierbachs Zorn gilt den verirrten Salonliteraten der SPD um Günter Grass und der Gruppe 47 – „Opferliteratur“ „in unsere Köpfe und Bücherregale hineingedrückter Schmäh“. Wer fragt nach Walter Bauer? Wer fragt nach Jakob Wassermann? Wer fragt nach Jochen Klepper? Wer fragt nach Otto Nebel?

.

Dann packt mich der Zorn

Am 29. Januar 2014 habe ich im Feuilleton der F.A.Z. Den Beitrag „Kränkungen in einem Kaff“ von Hannes Hintermeier gelesen, einen informativen, guten Artikel, in dem es um den Briefwechsel zwischen Max Frisch und Alfred Andersch ging, die so ihre Differenzen hatten. Vor fünfzig Jahren hätte mich das brennend interessiert, aber jetzt, mit bald 77, interessiert mich die deutsche Nachkriegsliteratur, um es drastisch zu sagen, einen Dreck. Ich weiß, dass der brave Max Frisch gar nicht dazugehörte und Andersch bald schon in Vergessenheit geriet; ich bin auch kein Germanist und kein Lehrer, auch sonst kein Literaturprofi, ich habe nur viel gelesen, und wenn ich an die deutsche Nachkriegsliteratur denke, packt mich der Zorn.

Wer hat uns, die wir einmal naive, gutwillige, aufnahmebereite junge Leser waren, das angetan, wer diesen Schmäh in unsere Köpfe und Bücherregale hineingedrückt. „Opferliteratur“ hat Marcel Reich-Ranicki das einmal treffend genannt. Die Opfer waren allerdings die deutschen, von Tätern war nicht die rede. Zwei deutsche Nachkriegsdichter bekamen dann den Nobelpreis, und auf Jahrzehnte hinaus gaben sie vor, was in diesem Lande anständig ist und was nicht. Sie waren die eigentlichen Erfinder der Political Correctness in diesem Lande. Zu unserem Glück hat dann Herta Müller neue literarische Landmarken gesetzt. Ihr Nobelpreis ist aus meiner Sicht eine Wiedergutmachung. Dr.JOCHEN BIERBACH, HOFEN“

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