Lichtgeschwindigkeit 449

LICHTGESCHWINDIGKEIT 449

LOLITA und Kurzkommentar zur Medienlage von dem

Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews, mit Blick auf die

Piratenbewegung – live und ungeschnitten – muss auch immer

die Werte der Primaten berücksichtigen: Offenheit, Transparenz,

Freiheit, Piraterie und Rechtsstaatlichkeit, am Montag, den

5. Juli 2010 mit Welt.de, Bild.de, dradio.de, Piratenpartei

Deutschland.de, heise.de, DLF,

Piratenthema hier: LOLITA in drei Blickrichtungen:

1. Österreichische Schlagersängerin des SEEMANN LASS DAS

TRÄUMEN (1931-2010) erhielt ende der 1950er Jahre den

Künstlernamen LOLITA. Lolita ist der Titel eines Welterfolgs-Romans

von Vladimir Nabokov (1899-1997), der einen Kriminalfall und eine

speziell-moralische erotische Mann-Kind-Beziehung zum Gegenstand

hat. Was ist das also für eine Künstlernamensgebung einer 29jährigen

Sängerin?

2. Nabokov emigrierte mit seinen wohlhabenden Eltern vor der

russischen Oktober-Revolution 1919 nach Berlin/Deutschland, von

Nabokov 1937 in die Vereinigten Staaten von Amerika aussiedelte.

In den USA lebte er hauptsächlich von Sprach- und

Literaturlehrtätigkeiten an Universitäten sowie auch von der

Schmetterlingsforschung. Und dann, 1957, zahlte sich der Bestseller

Lolita so aus, dass Nabokov in die Schweiz auswanderte, wo er bis

zu seinem Tode lebte und arbeitete. Dazu ein Originalton Nabokovs

aus Lolita.

3. Die Asphaltliteraten von heute, die auf Youtube-Kanälen ihre

Ideen und Anregungen, ihre Recherche und ihr Halbwissen saugen,

sollen Alkohol trinken. Die Lektoren der Industrie arbeiten

inzwischen mit Facebook. Die Qualitätsschere zwischen den

Reich-Ranicki-Asphaltisten und -Honigsaugern und großer

inspirierter Weltliteratur kennt jeder Literat. Für die Fanmeile des

Public-Readings ist es egal, ob eine Literaturindustrie noch reisende-

lesende Parteipreisträger mit schuppigen T-Shirts herumreicht.

Mir jedenfalls greift es ans Herz, wenn ich mit diesen begehrlichen

Kleinsttalenten streiten soll. Mir ist Reich-Ranicky und sein

Heuchelbetrieb völlig egal, seine unechte angeberische Autobiografie

ist Zeitdiebstahl, Reich-Ranickys bolschewistische Herrschaftstechnik

ist läppisch. Goethe und Thomas Mann werden ohne ihn gelesen,

Jakob Wassermann, Saint-Exupéry und Hans Stilett ebenfalls, während

Paul Kersten und die gesamte Mitscherlich-Freud-Jammerlyrik bei

Paul Kersten ind den deutschen Rundfunk-Archiven verschimmeln

wird: kein Übersetzungsbedarf deutscher Literatur, auch wenn die

Netzwerke der EU bis in die Türkei, nach Italien oder die

Wirtschaftsförderung bis nach China reicht. Who needs it?

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin;

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