Flaschenpost 16

Flaschenpost 16

Klarmachen zum Ändern: Ahoi zur täglichen Presseschau

am Sa. 19 Sept. 2009 auf Lichtgeschwindigkeit: Die öffentliche

Meinung wird wesentlich multimedial geführt – maßgeblich

sind in Deutschland die Holzmedien (Zeitungen), wie die

empirische Soziologie und IT-Soziologie ausweisen.

Wiener-Zeitung.at schreibt: 46 % der Jugend im Internetz

würden die Piratenpartei wählen, nur 10% CDU, 11% SPD usw.

Ferner berichtet der Piraten-Online-Dienst: Der SHZ

(Schleswig-Holstein Zeitungsverband) hat den 14 großen

SHZ, der CDU nahestehenden, Tageszeitungen auferlegt,

die Piratenpartei Deutschland im Wahlkampf nicht zu erwähnen,

keine Nennung, keine Fotorepros, keine multimedialen Querverweise.

Kommentar dietmarmoews: die 14 SHZ Zeitungen werden

den Boykott bis zum kommenden Wahltag nicht durchhalten,

denn Schleswig-Holsteiner sind ebenfalls im Internetz, sehen

Sateliten-Fernsehen, benutzen Autobahnen und Eisenbahn,

hören überregionales Radio usw. : der Durchbruch der Piraten

in der Medienlage scheint geschafft – die 5% Hürde kommt

nun in sicht.

Themen der Presseschau

BILD v. Sa. 19. Sept. 2009 Titel: Rund 7000 Euro – Politiker

zockt Extra-Rente ab! (Jo Leinen SPD);

Kommentar dietmarmoews: Das kann man jetzt kaum

nachprüfen; es scheint eine Wahlkampf-Parteilichkeit von BILD zu sein.

Links oben: Marathon Berlin, Weltrekord? – Ankündigung

wie man vor dem Bundestag im Reichstag sehen kann,

dass das gesamte Regierungsviertel mit Partyzelten und

Abzäunungen gestaltet ist.

FAZ v. Sa. 19. Sept. 2009 Titel: FAZ schießt den Vogel ab:

Leitartikel v. Berthold Kohler: Internet erreicht das Kanzleramt …

Daher haben Frau Merkel und Seehofer … in Lichtgeschwindigkeit

der Behauptung widersprochen …

Im Wirtschaftsteil der FAZ wird der Piratenboykott der

deutschen Presse nun durchbrochen und wichtige

Klarstellungen zu den Zielen und dem Programm der

Piraten dargelegt: S. 12: Patent-Piraten auf Wählerfang

von Carsten Knop: Zur Bundestagswahl tritt die Piratenpartei

mit einem Programm an, das in der Wirtschaft viele Feinde

hat. Aber junge Menschen laufen der Partei zu. Die Mitgliederzahl

steigt: … ein Ereignis am Rande – und doch ein Bild für das,

worum es geht: um Freiheit und Selbstbestimmung im

Umgang mit den Daten, die von den vernetzten Computern

der Welt über Menschen gesammelt werden, aber auch

um freien Zugang zu Wissen und Kultur, die Währung der

Privatsphäre. Das ist der Kern des Programms der Piratenpartei,

von der die Mehrheit der Deutschen nach jüngeren Umfragen

noch nie etwas gehört hat … Zu überraschend ist der Zulauf

unter jungen, gut asugebildeten Wählern, die sich mit der

Computerwelt auskennen – und eben nicht in den Schubladen

des existierenden Parteienspektrums verschwinden wollen.

Mancher Sympathisant soll der FDP den Rücken gekehrt haben,

andere den Grünen. Irgendwo hier ist die Piratenpartei denn

doch anzusiedeln. Aufmerksam wird der Partei, die erst im

Jahr 2006 entstanden ist, auch von Unternehmern zuteil,

besonders aus der Software-, Pharma

– und Biotechnologiebranche … findet sich der wunde Punkt

der Partei, in der Wahrnehmung vieler, die sich nur flüchtig

mit ihr befasst haben. Ihre größte Aufmerksamkeit hat die

Partei mit ihrem Kampf gegen die Familienministerin Ursula

von der Leyen angestrebten Internetsperren für Websites

mit kinderpornographischem Inhalt erlangt. Dabei tritt die

Partei nicht für die Legalisierung der Kinderpornographie,

sondern gegen Zensur durch den Staat ein…

Kommentar dietmarmoews:

Piratenthema: Kunst und Kultur, Stichwort Salonpersonnage:

Für die Piraten stellt sich das politische Thema der Entfremdung

durch neue Medien. Virtualität und Distanz bringen Fernfuchtelei

und Entfremdung mit sich. Die Menschen benötigen aber Praktiken

der sinnlichen Nähe und der sozialen Kontrolle. Als Entfremdung

durch Arbeitsteilung und Spezialisierung in der Produktion, bezeichnet

Karl Marx die entsinnlichenden Produktionstechniken der kapitalistisch-

industriellen Revolution. Marx meint in diesen Verlusten an

Selbstbestimmung und Eigengenuss selbstzerstörerische

Eigengesetzlichkeiten des Kapitalismus hin zum Kommunismus

historisch-materialistisch feststellen zu können. Marx irrte vollkommen.

Berliner Künstler als Salonpersonnage

Infolgedessen gehört alles, wozu man weder durch Belohnung

noch durch Drohungen gebracht werden kann, nicht in die

Rechtssphäre des Staates“(Baruch Spinoza, 1663, Abhandlung

vom Staate, 3. Kap. § 8.

Berliner Künstler fordern zur Bundestagswahl die Allokatierung

und Alimentierung ihrer Vereinchen und Organisatiönchen, weil

es sich von Staatsknete als klientelisierte Staatskünstler gut leben

lässt – wie in der DDR. Es ist aber eine SPD/Linkspartei-orientierte

Parteipersonnage, die wie in früherer Zeit die Salonkünstler gefällig

im Salon, heute als unechte Künstler, nämlich parteiorientierer

Salonpersonnage beinahe jede lokale Basis personell besetzen.

Es ist die Folge von verirrter Kunstorgamnisation in der Bundesrepublik

Deutschland, der die Piratenpartei nicht zustimmen sollte, selbst,

wenn Piratenkünstler möglicherweise Tröpfchen des staatlichen

Honigs saugen wollten.

Dennoch: Einladung zur Veranstaltung des gezeigten Plakates

„Berliner Künstler gegen Basis Kultur Abbau“, damit sich jeder

von der genieselbstverdächtigen Salonpersonnage ein Bild machen

kann. Den Plakataufruf haben die angeblich 1000 wichtigsten

Künstler unterschrieben – ich habs geprüft: Es stimmt nicht. Sehr

fraglich, ob die Unterzeichner wirklich wissen, was hier als

„Basikultur=Staatskunst“ gemeint ist.

Aufnahmeort: Vor dem „Deutschen Volke“ im Bundestag im Reichstagsgebäude, Berlin

Aufnahmezeit 12.30 Uhr

Autor und Direktor Dr. Dietmar Moews, Aufnahmetechnik Michael Fricke

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